Zur Statistik

Bei Blogs ist es ja erfahrungsgemäß so, dass Postings üblicherweise nur in den ersten paar Wochen von Besuchern aufgerufen werden – meist in etwa solange, wie Postings oben auf der Eingangs- bzw. Startseite sichtbar sind. Danach bekommt ein Posting in der Regel kaum noch was von der Aufmerkamkeit ab. Vergleichbar mit einer Zeitung vom letzten Monat. Gut, aber auch aktuelle Zeitungen sind nutzlos, braucht man nicht mehr lesen. Man weiß ja, was drinsteht. Im Unterschied zu Blogs. ;-)
Ist aber daher eigentlich für nen Blog eher kontraproduktiv, zu lange an Beiträgen herumzufeilen, sondern günstiger, in etwas schnellerer Abfolge kürzere Postings (zu welchem Zweck/Thema auch immer) abzusetzen – und sich kurz zu fassen. Was ja eigentlich nicht so mein Ding ist, wie man weiß und sieht oder liest … Man muss natürlich auch was zu sagen haben. Wäre jedenfalls nicht ganz unwichtig, meine ich.
Wenn ältere Postings häufiger als üblich aufgerufen werden, liegt das meist an externen oder internen Verlinkungen, starker Polemik, vielleicht auch verlinkten Kommentaren oder gesuchten Schlüsselwörtern im Titel bzw. im Text, durch die Besucher über Suchmaschinen auf das Blog geleitet werden. Na ja, teilweise auch irrelevant oder (inhaltlich) fehlgeleitet … Aber auch Fotos führen interessanterweise immer auch zu einigen Aufrufen, die offenbar über die Google-Bildersuche kommen.

Das ist so in etwa das, was ich aus meinen internen Plugin-Statistiken hier herauslese. Verlinkungen aus stärker frequentierten Blogs oder Portalen spielen ggf. natürlich eine wichtige Rolle, also wenn ein Beitrag von einer bekannteren Site oder auch Netzwerken wie FB/Tw. oder gab.ai verlinkt ist, kann das auch mal einem älteren Posting zu neuer Popularität verhelfen.
Dennoch kommen die meisten Besucher nach meiner Erfahrung gar nicht weiter als bis zur Startseite. Man klickt und scrollt ja eigentlich nicht gern. Viele Aufrufe dürften auch von Bots oder irgendwelchen automatischen Prozessen stammen. In die Monatsarchive schaut m. E. kaum jemand rein. Mach ich selbst in anderen Blogs ja auch nur selten, wenn ich die nur zufällig oder gelegentlich besuche.
Man schaut sich vielleicht mal die letzten Kommentare an bzw. worauf sich die bezogen haben – so könnte man dann auch zufällig mal zu einem älteren Posting gelangen, ja? Kommentare (auch provokativer Art) sollte man daher nie unterschätzen, bekanntlich sind die das Salz in der Blogsuppe. Gibt natürlich etliche bekannte und stark frequentierte Blogs, wo man nicht kommentieren kann – aber die leiden ohnehin nicht an mangelndem Datenverkehr, ganz im Gegenteil. Und die bekommen natürlich trotzdem auch Zuschriften per E-Mail, welche aber dann nicht moderiert, freigeschaltet und/oder ggf. beantwortet werden müssen. Spart natürlich Zeit, wenn man wirklich nur schreiben und sich gar nicht ablenken lassen oder auf etwaige Diskussionen einlassen will. Ist ja auch schon nachvollziehbar. Okay, aber momentan gibt’s eh nichts Wichtiges zu sagen oder zu schreiben. Jedenfalls nichts, was nicht auch andere schon gesagt oder geschrieben haben. Oder war wieder was?

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Partei der Vernunft macht das Rennen …

WahlomatBesser für den Index, wenn ich die Quintessenz des Postings gleich mal in den Titel reinschreibe. Nicht, dass Leute wieder lange herumrätseln müssen, wie ich was meine und ob ich wirklich das meine, was ich schreibe. Habe heute ausnahmsweise mal den Wahlomaten ausprobiert, obwohl ich streng genommen gerade keine Zeit für solche Spielereien habe. Lasse mich oft zu leicht von der (selbst organisierten) Arbeit ablenken. Weiterlesen

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Zur leidigen Kulturfrage

Jetzt, da Bundestagswahlen anstehen, wird doch auch wieder eine Leitkulturdebatte losgetreten. Immer im Wahljahr kommt das Thema wie ein Springteufelchen aus der Box gehüpft. Die Debatte nenne ich beknackt, weil der Begriff Leitkultur an sich schon idiotisch ist. Irreführend. Es gibt keine Leitkulturen, es gibt nur Kulturen – und jedes Volk hat seine eigene Kultur. Es sind nicht die Kulturen, die um einen vor- oder nachrangigen Status buhlen oder konkurrieren (oder sich gar radikalisieren würden, wie ich neulich las) oder deren Vertreter am runden Tisch eine Rangordnung aushandeln, sondern es sind immer Menschen, genauer gesagt Völker, die um Ressourcen, Territorien, Einfluss konkurrieren. Importiert man Völker oder Volksgruppen, bekommt man deren Kulturen als Beifang. Teilt sich ein Völkermix ein gemeinsames Staatsgebiet, setzt sich die Kultur, die Lebensweise des Volkes durch, das sich am besten behaupten kann. Das ist alles. Wer sich mit seiner Lebensweise, seinen geistigen, künstlerischen und gestaltenden Leistungen nicht mehr behaupten kann, wird langfristig verschwinden – jeder Leitkulturdebatte und jedem Verfassungspatriotismus zum Trotz. Weiterlesen

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Der Feind im Inneren

In einem früheren laxen Posting hatte ich doch mal einige Vermutungen über die Gründe für die Islamfreundlichkeit der deutschen Amtskirchen angestellt. Hatte ja damals eh lange überlegt, ob man das so nennen darf. Jedenfalls war’s von mir als Islamophilie wahrgenommen worden; war mir auch irgendwie unverständlich und ja, auch unheimlich. Heute gelangte ich über einen Verweis zufällig auf dieses Interview eines christlich stark engagierten CDU-Bundestagsabgeordneten. Der ist zwar kein Kirchenfunktionär, sondern nur Vorsitzender des sogenannten Stephanuskreises im Bundestag. Denke aber schon, dass der in christlichen Kreisen gut vernetzt ist und sein Standpunkt wenn auch nicht repräsentativ, so doch für christliche Würdenträger nicht ganz unmaßgeblich ist. Der Herr Hirte also sagt … (der Herr ist nicht nur sein Hirte, sondern der Herr heißt auch Hirte) – okay, no jokes with names – also lest’s jetzt mal auszugsweise dieses Zitat (die Frage bezieht sich auf Diskriminierungen von Christen in überwiegend muslimisch dominierten Flüchtlingsheimen):
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Hirte: … Die tatsächlichen Herausforderungen für ein friedliches Miteinander in Deutschland sehe ich allerdings ganz woanders.

Frage: Nämlich wo?

Hirte: In dem zunehmenden Atheismus in unserem Land – damit tun sich alle Religionen gleichermaßen schwer. Ich vertrete entschieden die These, dass wir in Deutschland kein Problem der Islamisierung, sondern vielmehr ein Problem der Entchristlichung und des wachsenden Atheismus haben.

Quelle: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wir-haben-ein-problem-der-entchristlichung

Starker Tobak oder? Verschärfend kommt hinzu, dass der Mann gewählter BT-Abgeordneter ist und auch die Interessen konfessionsloser Wähler vertreten sollte. Gut, das ist halt seine private Meinung, könnte man sagen.
Aber es ist auch einer der Punkte, die ich damals u.a. erwähnte: Die Amtskirchen sehen den Atheismus (und Säkularisierung) als viel größere Bedrohung für sich und ihre Pfründe an als die Islamisierung. Sie erklären Atheisten (also absurderweise die eigenen Landsleute, aus deren Steuereinnahmen u.a. auch ihre Bischofsgehälter gezahlt werden) zu ihren Feinden, also quasi zu Gefährdern eines friedlichen Miteinanderlebens. Komisch? Hingegen weiß man sich mit fanatischen Muslimen und ihren Funktionären gut zu arrangieren, bzw. sicherlich erhoffen sich die Amtskirchen eine Stärkung ihrer Rolle in einer sich spaltenden Gesellschaft durch die Islamisierung. Hofft man möglicherweise, Terror und Gewalt, z.B. durch “fanatische Lieferwagenfahrer” und “über die Stränge schlagende traumatisierte Männer” bzw. zunehmende religiöse/ethnische Spannungen, würden die vom Glauben abgefallenen Schäfchen wieder in die Arme der Kirchen treiben? Hauptsache, man wird die gefährlichen Atheisten los. Der Feind steht also tatsächlich längst im Inneren …

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Dank

Frau Merkel ist zweifellos die beste Kanzlerin, die wir je hatten. Klug, durchsetzungsstark, einfühlsam und gerecht. Ihre Verdienste sind schon jetzt sagenhaft, und das war erst der Anfang. Sie ist weltweit hoch geachtet, schon zu Lebzeiten zur Legende geworden, ein weibliches Narrativ der erfolgreichen Selfmade-Frau, die in jedem System reüssiert. Von allen Gläubigen und Minderbemittelten geliebt. Jeder ihrer Auftritte ein Fest für die Sinne, umjubelt und beklatscht, jeder Satz ein unauslöschliches Statement – Frau Merkel ist wie keine andere, eine Ikone der freien Welt. Möge sie uns noch lange regieren, denn wir wüssten nicht, was wir ohne sie täten. Danke, Frau Merkel. Danke schon mal für alles. Beste Grüße auch an die übrige(n) Partei(en).

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Zum Sozialstaat

Scharfsinniger und präziser Kommentar, gefunden bei Michael Klonovsky, der sich auf ein Interview mit dem Publizisten Dimitrios Kisoudis in der JF bezieht:

… Da der Sozialstaat die Ansprüche von Gruppenegoismen bedienen muss, schafft er ein Klima permanenten Streits um die Beute. Auf diese Weise, so Kisoudis, “sprengt er die Grenzen zwischen Staat und Gesellschaft, zwischen öffentlich und privat” und entpuppt sich schließlich als “eine Form des ‘totalen Staates’”. Am Beispiel der Antidiskriminierungs-Aktivisten, der Gender-Lobby und der Einwandererverbände könne man studieren, dass Grundrechte wie Gleichberechtigung oder Religionsfreiheit privatrechtliche Ansprüche begründen. „Wir erleben das bei den Moslems: Je mehr es sind, desto selbstbewusster stellen ihre Vertreter politische Forderungen, und zwar im Jargon des Sozialstaates. Sie sagen nicht: Wir wollen Macht. Sondern: Wir fühlen uns diskriminiert. Damit das aufhört, müsst ihr uns in bestimmte Machtpositionen heben. Und die deutschen Eliten spielen dieses Spiel genüsslich mit.“ Bis, ja bis es zu Ende gespielt ist und der eigentliche Charakter des Sozialstaates unverhüllt zutage tritt. …
“In letzter Konsequenz ist der Sozialstaat ein rechtsfreier Raum.”

Im Sozialstaat wird das Recht relativiert und zu einem bloßen “Wert”, der wiederum mit vielen anderen Werten wie Religionsfreiheit, Würde des Menschen, soziale Gerechtigkeit, Antidiskriminierung, Gleichstellung, Willkommenskultur, Klimarettung usw. konkurriert.
In Gänze hier zu lesen: https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/636-18-august-2017

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Samstag, 1:17

Manchmal liegt man morgens nach dem Aufwachen noch eine Weile im Bett und hängt seinen Gedanken nach. Viele tun das. Heute früh, als ich spürte, wie die Wirkung der mir abends verabreichten Oxytocin-Dosis allmählich nachließ (ich bekomme extrastarkes Oxytocin aus Bonn auf Rezept), kam mir banalerweise in den Sinn, dass es seit ca. zwei Jahren nur noch ein einziges Thema hier in Deutschland zu geben scheint. Ein einziges übermächtiges Thema, das unsere gesellschaftliche Existenz im Jetzt dominiert. Weiterlesen

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KSK und islam. Terror

Deutschland 2017: Der Vizekommandeur der deutschen Eliteeinheit KSK wird wegen „verbaler Entgleisungen und frauenfeindlicher Sprüche“ gefeuert. Eine weibliche Zivilangestellte hatte sich angeblich beschwert, berichtete der Spiegel. Lohnt sich wirklich, mal kurz innezuhalten: Bei ein paar derben Männersprüchen – und eine schlagkräftige, männlich geprägte Armee wird, ob man es will oder nicht, nie ein politisch korrektes Mädchenpensionat sein – da ist die Toleranzschwelle so gering, dass ein verdienter Offizier, einer von denen, die im Ausland ihren Kopf hinhalten und notfalls ihr Leben bei Geiselbefreiungen und anderen Schweinereien opfern müssen, in Schimpf und Schande vom Kasernenhof gejagt wird.
Andererseits tröten Politik und Medien (Tagesspiegel et al.) gerade wieder lauthals los, wir müssten uns an den Terror in Europa gewöhnen, den islamischen natürlich nur, aber wir ließen uns dadurch doch unsere Freiheit nicht nehmen und unsere Lebensweise nicht vermiesen (was natürlich Quatsch ist). Der heroischen Gelassenheit (bzw. mürrischen Indifferenz – Münkler) angesichts islamischer Terroranschläge steht eine strikte Nulltoleranzlinie bei derben Männersprüchen in der Truppe entgegen. Wow! Eine verdiente Top-Führungskraft unserer einzigen militärischen Eliteeinheit wird wegen einer lächerlichen Lappalie abgesägt. Und geeignete Nachwuchskräfte sind da bekanntlich eher Mangelware. Da gibt sich wohl jemand große Mühe, die letzten noch funktionierenden militärischen Strukturen zu schwächen.

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Kurz notiert

Präsident Erdogan ruft seine türkischen Landsleute in Deutschland auf, bei der Bundestagswahl keine der drei Altparteien (SPD, CDU, Grüne) zu wählen, weil sie Feinde der Türkei seien. Die Linke hat er nur vergessen zu erwähnen. Erdogans Retourkutsche und Merkels/Gabriels verdiente Quittung für eine jahrelange verfehlte bzw. idiotische Politik in Bezug auf Türkei, Doppelpass usw. Dennoch kann man sich Präsident Erdogans Empfehlung in diesem Falle natürlich nur anschließen, aus anderen Gründen zwar, aber immerhin – die Richtung stimmt. ;-)

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So geht Geschichte

Hat das jemand mitbekommen? Zum gestrigen Jahrestag des Mauerbaus schrieb wohl irgendwo auf Twitter eine Linken-Politikerin, die SED sei ja im Kern eine rechte Partei gewesen. :-) Einer der Klassiker der Geschichtsfälschung ist es ja, nachträglich gezielte Einstufungen und Kategorisierungen vorzunehmen, um unangenehme Teile des Parteierbes einem ideologischen Gegner in die Schuhe zu schieben. Zwei Aspekte, die ich in diesem Zusammenhang (ungeachtet der Absurdität dieser Behauptung) doch interessant fand: Weiterlesen

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