Aufgespießt

Zitronen1Da mir vom freundlichen Betreiber dieses Blogs für den heutigen Text nur eine begrenzte Wortzahl (max. 500 Wörter abzüglich dieses Satzes) nicht polemischen Inhaltes zugestanden wurde, möchte ich mich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit kurz fassen. Da momentan nicht viel passiert oder keine überraschenden bzw. erwähnenswerten Ereignisse die Aufmerksamkeitsschwelle meines gedanklichen Universums überschreiten, kann ich mich heute ausnahmsweise einem gewichtigen philosophischen Thema zuwenden. Gestern beim Laufen kam mir nämlich kurz vor dem Sonnenstich folgende Frage in den Sinn: Weiterlesen

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Zur Frage der russischen U-Boote

Erinnert sich noch jemand an die in den Medien geschürte Hysterie über angebliche russische U-Boote vor der schwedischen Küste? Ist auch schon zwei Jahre her oder? Jetzt wird kleinlaut zugegeben, dass das schwedische Militär diese Meldungen erfunden hat, d. h. dass nie U-Boote russischer Provenienz in den schwedischen territorialen Gewässern gesichtet wurden. Interessiert das Dementi noch jemanden? Welches Ziel mit dieser Strategie verfolgt wurde und wird, dürfte klar sein. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das schwedische Militär hatte vor zwei Jahren berichtet, dass russische U-Boote in die Gewässer des skandinavischen Staats eingedrungen seien. Nun enthüllt der schwedische Verteidigungsminister, dass es sich bei den Eindringlingen um schwedische und deutsche U-Boote handelte.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/22/minister-raeumt-ein-es-gab-nie-ein-russisches-u-boot-vor-schweden/

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Geistige Impotenz – Markenzeichen der deutschen Journaille

Okay, Folgendes fällt eher in die Kategorie Klatsch und Tratsch, aber mir ist heute so. Daher mal freihändig ein Fundstück aus dem Gelben Forum verlinkt: Geistige Impotenz ist inzwischen das Markenzeichen der deutschen Journaille - beispielhaft erläutert anhand eines Beitrags des notorischen Putin-Hassers T. Spahn, dessen Russophobie allmählich wahnhafte Züge anzunehmen scheint. Mir sind die aggressiven Einlassungen des besagten Publizisten auf Tichys Blog vor einiger Zeit auch übel aufgestoßen. Zu den Gründen seines Russlandtraumas hat dort im Gelben Forum auch jemand Mutmaßungen angestellt. Weiterlesen

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Damals, als wir nett waren …

„Du warst doch immer so ein netter Junge.“ Klar, das stimmte ja auch, Mutter. Aber komischerweise oder besser auf unerklärliche Weise änderte sich das irgendwann. Alles ändert sich, irgendwann, das wissen wir. Fortschritt heißt Veränderung, haben wir auch gelernt. Ist auch gut so. Und so kam alles, wie es kommen musste.

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Einfach nur mitfahren

DSCN4191Er wolle Beifahrer werden, schrieb mal vor vielen Jahren einer meiner Mitschüler, als wir zu Beginn eines Schuljahres unsere Berufswünsche aufschreiben mussten. Beifahrer zu werden, sei sein innigster Wunsch, denn dieser Aufgabe fühle er sich gewachsen. Vorsichtig ausgedrückt, zählte er nicht unbedingt zu den beliebtesten Schülern. War auch keiner der hellsten Köpfe in unserer Klasse, aber zumindest ehrlich, doch das war er. Alle lachten wir, als unser Klassenlehrer die Liste mit den notierten Berufswünschen durchging und dabei wohl irgendeinen spöttischen Kommentar abließ.
Jedenfalls sprach sich die Beifahrergeschichte im Laufe des Tages an der Schule herum, und in der großen Hofpause kamen die älteren Schüler auf dem Schulhof auf uns zu und fragten: „Wo iss’n der Blödmann, der Beifahrer werden will?“
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Rettungsszenario

Das Retterszenario: Zwei Ertrinkende im Wasser. Welchen der beiden rettest du, wenn zwei deiner Feinde im Wasser treiben und zu ertrinken drohen?
Erinnerte mich entfernt an meine Schwimmerproblematik, nur aus einer etwas anderen Perspektive betrachtet.
Angenommen, du kannst nur einen Ertrinkenden retten, weil du als einzelner Rettungsschwimmer draußen unterwegs bist – auf dich allein gestellt. Oder aus Sicht eines Bootsführers: Es wäre sicher nicht klug, zwei deiner ärgsten Feinde mit in dein Rettungsboot zu nehmen. Riskant. Mit einem kannst du es noch aufnehmen, aber zwei könnten dich, den früheren Retter, vielleicht später überwältigen und über Bord werfen. Ein moralisches Dilemma, wenn man so will.

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Die Letzten ihrer Art

„Hmm, diese Terraner  …“, murmelte der Necromonger, der als erster Wissenschaftsoffizier der anatomischen Abteilung auf dem schweren Raumkreuzer 33QW-Alpha seinen Dienst versah. Gerade setzte er sein Laserskalpell zu einem präzisen Schnitt auf der bleichen Haut des warmen, noch zuckenden Körpers an. „Man muss sich doch wundern, wie es eine Zivilisation solch primitiver Wesen überhaupt geschafft hat, so lange auf diesem Planeten zu existieren, ohne sich selbst auszulöschen. Ihren Heimatplaneten haben sie doch ziemlich umgekrempelt, um nicht zu sagen, zugemüllt und verwüstet. Die Qualität des genetischen Materials dieser humanoiden Kreaturen liegt auch unter unserem gewohnten Standard.“ In diesem Winkel der Galaxis scheint Vernunft zudem rar gesät zu sein, sponn er seinen Gedanken weiter. Könnte wohl eine Auswirkung des ungewöhnlichen Strahlungsspektrums der hiesigen Sonne sein, vielleicht hängt es auch mit fehlenden Spurenelementen oder Mineralien in den Böden oder atmosphärischen Besonderheiten zusammen. Nicht mal Quecksilbersümpfe gab es auf diesem räudigen Planeten. Er warf einen Blick auf die Werte auf dem Bildschirm. Ein hauptsächlich aus Stickstoff und Sauerstoff bestehendes Gemisch, dazu geringe Anteile von Argon und Kohlendioxid. Schon ungewöhnlich, eine Laune des Universums, die diese selbstzerstörerisch agierenden Säuger hier am Rand der bewohnten Sektoren hervorgebracht hat. „Nur noch einige letzte Präparate für meine zoologische Sammlung und die Datenkristalle mit den Aufzeichnungen ins Archiv einstellen; dann sind wir hier fertig.“ Es war nicht klar, ob er zu sich selbst oder zu der neben ihm stehenden hochgewachsenen Gestalt gesprochen hatte. Weiterlesen

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In eigener Sache

Ich muss jetzt zwischendurch doch mal was loswerden bzw. was in eigener Sache schreiben, was viele hier vielleicht schockieren oder zumindest einigermaßen überraschen wird. Oder vielleicht auch nicht, denn Leute, die mich kennen, wissen ja eigentlich oder müssten wissen, was sie von mir zu halten haben oder wie sie mich nehmen müssen und was ich für ein Mensch bin. Kein schlechter jedenfalls oder? Ach ist ja auch egal, jedenfalls müssen manche Dinge trotzdem mal klipp und klar gesagt werden, auch wenn man damit den einen oder anderen Freund, Bekannten oder Leser vor den Kopf stößt oder dessen Gefühle verletzt, was dann dazu führt, dass die nichts mehr mit einem zu tun haben wollen. Man weiß ja oft nicht, wie sensibel oder tolerant der eine oder andere da wirklich ist. Hab lange drüber nachgedacht, ob ich das überhaupt mal schreiben soll. Aber mir ist gerade so. Manche wussten es vielleicht schon, andere ahnten es oder hatten diesbezüglich einen leisen Verdacht. Ja? Wenn, dann wart Ihr so taktvoll, es nicht zu erwähnen. Oder es war euch sowieso egal. Okay, auch gut so, aber jedenfalls will ich euch auch nicht anlügen. Das wäre nicht fair, und darum mach ich mich jetzt mal ehrlich, selbst wenn ich auf Ablehnung stoße oder folgendes Bekenntnis mein Image irreparabel beschädigen sollte. Damit muss ich dann leben.
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Vermischtes

Was mir des Öfteren auffällt, ist, dass ich die Handlung vieler Bücher, die ich in meiner Jugend oder Kindheit mit Begeisterung gelesen habe, völlig vergessen habe. Oder verdrängt? Gut, es gab da auch eine lange Lücke in meiner Lesehistorie. Ich hatte ja lange Zeit gar nichts gelesen. Ich glaub, das ging vielen so oder? Irgendwann mit 14 oder so, jedenfalls in dem für Jungs kritischen Alter, hörte ich schlagartig auf zu lesen und hab dann erst viel später wieder ein gewisses Interesse an Literatur entwickelt. Ich will nicht sagen, dass ich es für Zeitverschwendung gehalten habe, aber es waren eben andere Dinge wichtiger. Irgendwie fiel mir dann auf, dass viele Autoren aus meiner Kindheit irgendwie verschwunden sind. Ich meine, dass viele auch nicht mehr verlegt werden, obwohl die schon gut waren. Speziell auf den SF-Bereich bezogen. Weiterlesen

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Zündmodus

Was mir gerade einfiel: Ich habe vor einer Woche noch einmal meine letztjährige Kurzgeschichte „Zündmodus“ als kostenloses Ebook in den Buchportalen eingestellt. Wer die also noch nicht gelesen hat, ist hiermit freundlichst und explizit eingeladen, dies zu tun. Ach, diese Links bringen mich zur Verzweiflung …

Es ist eine leicht überarbeitete Fassung des Textes, der in „Sprünge“ enthalten ist. Also Leute wie Dark Lord und andere Hardcore-Leser hier kennen die bestimmt schon, aber ich dachte trotzdem, es wär nicht schlecht, wenn ich wenigstens mal eine kleine Story als Auskopplung wieder anbieten kann. Zum Anfüttern  … so wie beim Angeln oder? Zumal ich auch den Nante letzte Woche auch wieder getroffen habe, aber okay, das ist schon wieder eine andere Geschichte …

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