Pfeiffers Visionen

Ist der SPD-Kriminologe Christian Pfeiffer eigentlich mit der GKV-Spitzenfunktionärin Doris Pfeiffer verwandt oder gar verheiratet? Könnte man fast denken, denn unverkennbar bzw. besser unüberhörbar ist der harmonische Gleichklang der Hörner, in die die beiden Pfeiffers blasen. Vielleicht auch nur Namensvetter, aber die pfeifferschen Hörner, sie tönen ähnlich, spielen dieselbe Melodie: Das Eiapopeia vom Himmel, womit man einlullt, wenn es greint, das Volk, den großen Lümmel … Weiterlesen

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Nemax lässt grüßen

Bekomme täglich immer hysterischer klingende Spam-Mails, die mich auffordern, jetzt endlich in Bitcoins einzusteigen und ein „garantiertes“ Vermögen zu machen …
Im Betreff steht etwa: Reite auf der Bitcoin-Welle und verdiene garantiert €13.000 in genau 24 Stunden!
In genau 24 Stunden! Aber warum nur 13.000 Euro?
Hat mal jemand 100.000 Euro für mich? Bekommt er dann in 24 Stunden garantiert zurück – darauf mein Ehrenwort! Paar Zinsen zahl ich auch. Kontonummer poste ich gleich …
Erinnert mich doch alles stark an die Jahrtausendwende, kurz bevor der Neue Markt abtauchte
… Fast jedes Gespräch in den Firmen, schon morgens im Fahrstuhl, drehte sich um die heißesten Internet-Aktien.
Der Nemax lässt grüßen (so hieß damals der deutsche Aktienindex für derartige Wachstumswerte, die darum konkurrierten, schnellstmöglich Geld zu verbrennen).
Es wiederholt sich eben jeder Zyklus irgendwie – in neuem Gewande.

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Kleine Bakterienkunde

Angenommen, ein Bazillus infiziert einen geschwächten Körper, dessen Immunsystem leider nicht mehr so funktioniert, wie man es üblicherweise von einem (durchschnittlich) gesunden Organismus erwarten würde. Diese Schwäche kann viele Gründe haben, z. B. Verletzungen, andere Vorschädigungen, hohes Alter, lange starke Belastungen, zu wenig Erholungsphasen, vorangegangene Fehlmedikation usw.
Dieser Körper ist also schon ziemlich angeschlagen und kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Offiziell heißt es natürlich, er könne vor Kraft kaum laufen. Das sagt man gern, um niemanden zu beunruhigen. Doch ein Blick in die trüben Augen, angeblich die Fenster der Seele, ernüchtert. Gegen bakterielle Krankheitserreger, Viren oder auch Parasiten kann sich dieser Organismus nicht mehr wehren, obwohl die ihn ja auch sein Leben lang begleitet haben. Da ist aber diese widerwärtige Bazille – aus Gründen der Gender-Gerechtigkeit tendiere ich doch zur weiblichen Form – eigentlich ist die gar nicht so gefährlich, es gibt schlimmere, das wissen wir, und einem gesunden Körper könnte die nicht viel anhaben – ein paar Mal niesen, gut ausschlafen und dann eine kalte Dusche – und fertig. Manche Menschen würden diese Infektion gar nicht wahrnehmen und lachen drüber. Aber diese Bazille hat sich nun mal eingenistet und will einfach nicht weichen … Es ist fast so, als könne man ihre üblen Ausdünstungen, ihren Verwesungsgeruch riechen, wenn man Bilder von ihr (in medizinischen Abhandlungen) sieht.
Klar, diese stinkende Bazille kann auch diesen guten Körper zerstören, der mal was war, der immer noch nach was aussieht – aber der Schein trügt, eigentlich ist der nur noch ein Schatten seiner selbst. Das ist der Lauf der Zeit, sagt man auch, und besonders ein kranker Körper spült noch massig Umsatz in die Kassen. Und dann erst das Vermächtnis … Sollte man im Blick behalten. Aber so weit denken wir gar nicht. Der Körper soll ja wieder gesunden und aufblühen, oder zumindest soll er sich aufrappeln.
Diese Bazille jedenfalls, die sollte man zwar nicht unterschätzen, aber wäre sie weg, kämen wiederum andere Bazillen oder neue Viren aus fremden, noch unbekannten Stämmen und nähmen sogleich den Platz der alten Bazille ein. Klar, die alte Bazille muss bekämpft werden, aber sie ist nicht die primäre Ursache der Schwäche, des Leids, des Unheils. Jede Bazille macht nur ihren Job. Und schon gar nicht würde man gerade diese oder jene opportunistische Bazille als die mächtigste Bazille der Welt bezeichnen oder? Das wäre absurd und ungerecht.

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2018!

Wünsche Euch ein gesundes neues Jahr, liebe Freunde, Friends und Besucher (weibliche Form gilt jeweils als inbegriffen). Verbleibe auch weiterhin ohne gute Vorsätze. Ist ja bisher auch immer gutgegangen.

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Schnee …

Nein, dieses Jahr gibt’s wohl keine weißen Weihnachten. Hatte ja bisher nur einmal richtig geschneit. Könnt Ihr euch also abschminken, Schneeballschlacht oder Schneemann bauen fällt aus, Kameraden. Shit, auch mein geliebter alter Schlitten „Rosebud“ bleibt im Keller. Apropos: Warum heißen die unehelichen Kinder in Game of Thrones eigentlich immer mit Nachnamen „Schnee“? Bastarde nennt man die ja auch. Lebt der John Schnee eigentlich in der siebten Staffel noch? Ach stimmt, der ist ja wiederauferstanden bzw. wurde wiederbelebt oder so ähnlich. Eigentlich ziemlich empörend und stigmatisierend, uneheliche Kinder als Bastarde zu bezeichnen. Wäre ja mal eine Aufgabe für Schneeflöckchen, die sich dran abarbeiten könnten, um die diskriminierende Welt von Westeros zu bereinigen – Pippi Langstrumpf und der Neger Nobi lassen grüßen … Na egal, frohe Weihnachten!

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Nachtrag: Die Kunst, Recht zu behalten

Drei argumentative Kunstgriffe nach Schopenhauer, die uns bekannt vorkommen:

„Kunstgriff 29
Merkt man, daß man geschlagen wird, so macht man eine Diversion: d. h. fängt mit einem Male von etwas ganz anderm an, als gehörte es zur Sache und wäre ein Argument gegen den Gegner. Dies geschieht mit einiger Bescheidenheit, wenn die Diversion doch noch überhaupt das thema quaestionis betrifft; unverschämt, wenn es bloß den Gegner angeht und gar nicht von der Sache redet. Weiterlesen

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Dryland

Storm

Der hohe Wellengang machte der abgehalfterten Yacht schwer zu schaffen. Auf hoher See war sie von heftigem Wetter überrascht worden und hatte mit schweren Sturmböen von weit über 40 Knoten Windgeschwindigkeit zu kämpfen. Zu allem Übel schien jetzt auch noch der alte Dieselmotor zu versagen, der doch das Boot seit vielen Jahren zuverlässig angetrieben hatte. Er stotterte ab und zu und verlor spürbar an Leistung. Vielleicht hätte man auf die letzte planmäßige Wartung nicht aus Kostengründen verzichten sollen oder dem Boot auch mal eine Generalüberholung gönnen sollen. Egal, dachte die Frau in der Kabine. Nun war der Sturm eben da. Gegen die Natur war man ohnehin machtlos. Wenn der Bug in die Wellentäler abtauchte, spritzte schäumende Gicht an die beschlagenen Plexiglasscheiben der Kabine. Vom überspülten Deck aus floss ein allmählich stärker werdendes Rinnsal, den Gesetzen der Schwerkraft gehorchend, über die Treppe hinab. Unerträglich, seufzte die Frau und hielt dem erschöpften Kellner wortlos ihr geleertes Sektglas hin. Das letzte übrig gebliebene Besatzungsmitglied schenkte ihr noch ein letztes Mal wortlos nach und entfernte sich dann hastig, um seine Schwimmweste anzulegen. Er blickte sich nicht um. Eine unerträgliche Vorstellung, dachte die Frau, die einst Schauspielerin gewesen war und sich dann für einen Wechsel in die Politik entschieden hatte. Nein, die Vorstellung, nur noch Mineralwasser aus Flaschen trinken zu müssen, das um ein Vielfaches teurer als Trinkwasser aus der Leitung war, musste für jede engagierte Frau mit sozialem Gewissen empörend, einfach unerträglich sein. Solch ein Land wäre nicht mehr ihr Land, setzte sie ihren Gedankengang wie in einer eingefahrenen Schleife fort. Das wäre Dryland, ein eintöniges graues Land, in dem nur noch Sukkulenten, Kakteen und speziell angepasste Kartoffelsorten gedeihen würden und in dem die Menschen schlussendlich verdursten würden. Das durfte die couragierte Zivilgesellschaft nicht zulassen. Weiterlesen

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Dingdong …

Ich weiß nicht mehr genau, ob ich es bei Ernst Jünger oder Erich Maria Remarque las, aber einer von beiden schrieb, dass man unter heftigem Artilleriebeschuss bevorzugt in frischen Granattrichtern Zuflucht suchte und dort in Deckung blieb, da man es für unwahrscheinlich hielt, dass Granaten zweimal hintereinander am selben Ort einschlagen. Der sicherste Weihnachtsmarkt Deutschlands befindet sich in diesem Jahr bestimmt auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Auch in Potsdam dürfte ein explosiver oder anderweitig verstörend wirkender Vorfall ab heute eher unwahrscheinlich sein, oder zählt ein entschärftes Böllerpaket mit Nägeln nicht? Zu unser aller Wohlergehen schießen derweil allerorten sog. Merkel-Steine und Stahlpoller aus dem Boden wie Pilze nach einem sanften Regenguss. Bunt bemalte und festlich geschmückte Lkw-Sperren bieten wertvolle Momente zum Innehalten – Winterzeit, Zeit der Entschleunigung, Zeit der Besinnlichkeit. Dingdong, Klingeling …

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Marxistische Genderisten

Bin vorhin noch einmal über einen Artikel gestolpert, in dem der wackere Hadmut Danisch eine Genderistin zitiert, die sich auf Marx beruft. Hatte ich ja schon mal erwähnt, warum ich derlei Zeugs für Unsinn halte. Aber amüsant schon: Geschlechterverhältnisse seien Produktionsverhältnisse, weil sie Leben produzieren.  ;-)
Nach meinem Verständnis widerspricht der ursprüngliche Marxismus, dessen Kern die materialistische Philosophie ist, dem Genderismus diametral. Keine Ahnung, ob man dann Kultur-, Neomarxismus, Frankfurter Schule usw. ins Spiel bringt, da kann man wahrscheinlich sowieso jeglichen Unsinn ableiten (vielleicht so ähnlich wie bei „Neoliberalismus“ (als Totschlagvokabel) versus „klassischer Liberalismus“). Weiterlesen

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Pfeiffer, setzen, sechs!

Ich find’s ja eigentlich immer etwas peinlich, wenn in den Talkshows, in die ich zufällig kurz reinschalte, SPDler oder sonstige verstrahlte Leute sitzen, die immer wieder den gleichen Stuss in abgewandelter Form erzählen; aufgrund der bekannten Teilnehmerkonstellation hakt niemand ein, es bleibt unwidersprochen, und der Redestrom plätschert weiter. Der Kriminologe Pfeiffer ist z. B. so ein Kandidat, der u. a. unverdrossen immer wieder behauptet, die steigende Migrantenkriminalität läge vor allem in der unterschiedlich hohen Anzeigebereitschaft der Opfer gegenüber deutschen und nicht deutschen Tätern begründet. Je fremder der Täter, desto höher die Anzeigebereitschaft, behauptet er. Das sei der Grund für die Zunahme der verübten  Gewaltdelikte durch Zugereiste, denn die würden von Deutschen viel eher angezeigt, als wenn die Täter Deutsche wären.
Das ist zynisch, menschenverachtend und dreist, denn Pfeiffer unterstellt den Opfern zu ihrem Schaden überdies noch ein unterschwellig rassistisches Verhalten. Betreffende Opfer würden ihre Täter schließlich allzu oft nur anzeigen, weil sie Fremde seien.
Belegen lässt sich die Mär von einer per se höheren Anzeigebereitschaft bei Straftaten von Ausländern ohnehin nicht. Urteilt man nach halbwegs gesundem Menschenverstand eines schon länger hier Lebenden, ist sie auch weder schlüssig noch nachvollziehbar. Weiterlesen

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