Der blanke Horror

Horrorclowns

Sonst alles klar, Leute? Noch alles fit im Schritt? Habt Ihr euren großen Kürbis schon ausgehöhlt? Seid Ihr auch so aufgeregt wie ich? Eine Woche ist es noch, bis Süßes oder Saures verlangt wird. Ich steh ja eher auf Saures, daher ist das nicht die Frage. Endlich mal ein unbedenkliches Fest, bei dem man noch nach Herzenslust die Sau rauslassen kann oder? Wirft jedenfalls schon seine Schatten voraus. Zuverlässiges Anzeichen sind die Horror-Clowns, die mit ihren Macheten, Äxten und Kettensägen die Straßen der Großstadt bevölkern. Zusätzlich zu den Untoten natürlich, was hier in Berlin immer ein ziemliches Gewimmel ergibt. Tja, die Sache mit den freidrehenden gruseligen Clowns ist auch irgendwie ein neuer Trend, der aus dem Mutterland der Kettensägenmassaker zu uns herübergeschwappt ist, ja? Schon ne witzige Sache oder? Vielleicht auch ein Beleg für die Umwertung aller Werte (Nietzsche), wenn die früher mal lustigen Clowns jetzt zu gruseligen Mörderdarstellern oder echten Gewalttätern in der realen Welt mutieren, während die härtesten Horrorschocker beim abgebrühten Publikum nur noch ein wohliges Kribbeln verursachen. Seufz …
Haha, geil übrigens auch die Frage, die da gestellt wird: Wann darf ich mich gegen Horror-Clowns wehren? Na, wer kennt die richtige Antwort, ohne auf den Link zu klicken (ist auch nicht klickbar)?
Na gut, ich hätte jetzt noch ein paar Zeilen frei. Könnte euch noch erklären, wie man aus einem Kürbiskopf ein nebelspeiendes Monster macht. Oder aus einem echten Schädel. Kein Interesse? Na gut, dann eben nicht … Aber immer erst aushöhlen, sorgfältig ausschaben und dann aufpassen mit dem Trockeneis, Kinder.

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3 Antworten auf Der blanke Horror

  1. Axel sagt:

    Man kann wegrennen, aber darf sich nicht tätlich gegen böse Clowns wehren, da die Tage um Halloween mit Spaß und allgemeinem Erschrecken gerechnet werden muß.

    • Max sagt:

      Ja, Notwehr ist auch keine Lösung. Da könnte man einen Täter verletzen und traumatisieren, was dessen spätere Resozialisierung erschwert. Am besten nur laut vernehmlich Nein sagen… Hilft nachweislich (lt. Börtelsmann-Stiftung) in 12 % der Fälle, wenn Opfer ihren Wunsch klar und deutlich artikulieren, (solange sie noch sprechen können); vielleicht auch ein Schild mit der Aufschrift “Nein heißt nein” (besser zweisprachig: No means No) mitführen. Da ist man immer gut gerüstet.

  2. kLAUN sagt:

    http://www.achgut.com/artikel/keinen_generalverdacht_gegen_clowns_bitte
    :-)
    “Man darf auch nicht übersehen, dass die meisten Clowns friedliche Menschen sind, die keinen Schrecken, sondern Freude verbreiten wollen. Alle Clowns über einen Kamm zu scheren, wäre nicht nur falsch, sondern auch kontraproduktiv, es könnte die Guten in die Arme der Bösen treiben. Schon deswegen darf es keinen Generalverdacht geben.”

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