Geistige Impotenz – Markenzeichen der deutschen Journaille

Okay, Folgendes fällt eher in die Kategorie Klatsch und Tratsch, aber mir ist heute so. Daher mal freihändig ein Fundstück aus dem Gelben Forum verlinkt: Geistige Impotenz ist inzwischen das Markenzeichen der deutschen Journaille - beispielhaft erläutert anhand eines Beitrags des notorischen Putin-Hassers T. Spahn, dessen Russophobie allmählich wahnhafte Züge anzunehmen scheint. Mir sind die aggressiven Einlassungen des besagten Publizisten auf Tichys Blog vor einiger Zeit auch übel aufgestoßen. Zu den Gründen seines Russlandtraumas hat dort im Gelben Forum auch jemand Mutmaßungen angestellt.
Diese antirussischen Attitüden haben jedenfalls in letzter Konsequenz bei mir dazu geführt, dass ich bei Tichy, dessen Vertrauen er offenbar genießt, gar nicht mehr lese oder spende, auch wenn mir dadurch die sonst immer gern gelesenen Beiträge von Bettina Röhl und anderen Mädels durch die Lappen gehen, es sei denn, es wird zufällig mal in einem anderen Blog oder Artikel verlinkt. Ich glaub, der T. Spahn hat mir vor einigen Monaten auf eine sachliche Einrede als Kommentar unter einem Artikel auch mal unterstellt, ich müsse ja wohl ein Putin-Troll sein. Oder so ähnlich hat er sich ausgedrückt … Der Trollvorwurf ist ja mittlerweile immer so bei konträren Meinung das standardmäßige Totschlagargument schlechthin. Den Roland Tichy hat er offenbar auch schon mit seinem Wahn infiziert. ;-) Dazu eben das verlinkte gestrige Fundstück aus dem Gelben Forum, wo ich gelegenlich (still) mitlese. Interessant eben, dass dann u.a. ein weiterer Forist ähnliche Erfahrungen schildert. Na ja, kein Ding das alles, soll halt jeder schreiben, was er mag, aber als ich das las, fiel mir diese unerquickliche Begebenheit ein. Heutzutage ist es schon normal, dass man von anderen Lesern und Kommentatoren in fremden Blogs auch mal rotzfrech angegangen wird, ja? Klar, ich bin da auch nicht so empfindlich. Aber wenn man vom Autor selbst auf recht aggressive Weise belöffelt wird (und verständlicherweise nicht mit gleicher Münze zurückzahlen will/kann), hat’s irgendwie schon eine andere Qualität. Fand ich. Eben nur, sobald es um dieses Russlandthema ging. Schade eigentlich, dass sich die Ausrichtung bei Tichy da offenbar so verändert und auch verhärtet hat. Ist halt alles im Fluss.

Generell noch: Im Grunde habe ich auch mittlerweile so meine Zweifel, ob Blog- oder Journalismus-Portale bzw. -Plattformen, die Autoren mit teilweise gegensätzlichen Ansichten unter einem Dach bündeln, wirklich für die einzelnen Autoren und aus Sicht der Leser so eine sinnvolle Sache sind. Und ob es für die Betreiber klappt, weiß nicht. Am besten funktionieren aber nach meinem Gefühl die reinen Autorenblogs oder Portale, in denen eben nur ein Autor schreibt oder zumindest solche, die weltanschaulich (oder ideologisch) nicht allzu weit auseinanderliegen. Na ja, da weiß der wiederkehrende Leser dann, was er zu erwarten hat. Die Kluft zwischen den verschiedenen Lesern ist 2016 eben viel größer als noch vor ein paar Jahren, in Teilen vielleicht schon unüberbrückbar… Dem gilt es (wohl oder übel) Rechnung zu tragen. Die Treue des Lesers ist eben letztlich doch persönlichkeitsgebunden und nicht auf einen Blog-/Zeitungs-/Portalnamen ausgerichtet…

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2 Antworten auf Geistige Impotenz – Markenzeichen der deutschen Journaille

  1. Dark Lord sagt:

    Der immer wiederkehrende Leser gibt dir da in vielen Dingen Recht …

  2. John889 sagt:

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