Hadmut Danisch vs. MDR

Man weiß: Ein angeschlagener Gegner ist zuweilen besonders gefährlich. Seit die von weiten Teilen der Öffentlichkeit misstrauisch beäugten oder gar verachteten staatsnahen Medien selbst zu politischen Akteuren des Systems wurden, reagieren sie auf kritische Meinungsäußerungen schon mal recht dünnhäutig und können mit allen ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen und rechtlichen Mitteln zurückschlagen. Der engagierte Blogger und IT-Experte Hadmut Danisch bekommt dies momentan am eigenen Leib zu spüren, hat er sich doch einmal mehr mit einer übermächtigen Gegnerin angelegt – der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt MDR bzw. deren Intendantin. Zum wiederholten Male hat sich Danisch in das Spiel der Urgewalten der Natur eingemischt. Das Imperium war lange geduldig, doch nun ist das Maß voll. Jetzt muss er bluten. Zumal der Fall eine günstige Gelegenheit bietet, an einem der bekanntesten Blogger Deutschlands ein wirksames Exempel zu statuieren: Bestrafe einen, erziehe hundert (Mao Tse-tung). Unter fadenscheinigen Vorwürfen hat man Hadmut Danisch wegen eines Blogbeitrags, in dem er m. E. völlig zu Recht die einseitige und tendenziöse Berichterstattung der ARD kritisierte, vor Gericht gezerrt. Zum Nachlesen des Berichts nebst Querverweisen zum Ursprungsartikel möge man auf diesen Link klicken. Auch ein Spendenkonto ist übrigens in der rechten Spalte angegeben.

PS: Ich meine die dortige rechte Spalte, hier natürlich nicht. ;-) Ich brauch keine Spenden. Hier kann man höchstens mal (nur bei Interesse natürlich) auf ein Werbebanner klicken, wofür dann ein paar Cent auf mein Adsense-Konto fließen. Werbung spielt im Grunde einen Teil der Hosting-Kosten ein. Ich spende selbst übrigens auch recht gern an Blogs, die ich schätze. Hab auch da und dort schon mal als Zeichen der Anerkennung einen freiwilligen Obolus überwiesen, wenn die Leute da eine Option anbieten. Eine kleine Schwäche, die ich mir erlaube. Wobei nach meinem Empfinden freiwillige Spenden nicht die sinnvollste Finanzierungsvariante für Blogs sind. Warum? Weil es meist anonym ist und keine tragfähige Bindung zwischen Autor und Leser schafft. Dabei mal außer Acht gelassen, dass das für Leute wie mich eh nur eine (zeitweilige) Hobbygeschichte ist … Aber es gibt ja verschiedene Modelle zur Finanzierung bzw. Kapitalisierung von Blogs, etwa Bezahlschranken, Abomodelle usw. Die sinnvollste Variante wäre für mich immer die, die auch eine echte Autoren-Leser-Bindung schafft, also z.B. wenn man aus dem Blog vielleicht langfristig eine (kapitalisierbare) Marke entwickelt, wie das beispielsweise dem Roland Tichy oder dem Michael Klonovsky oder auch der Ellen Kositza mit ihren Internet-Kolumnen auch gut gelungen ist. Da werden dann eigene Blogbeiträge  (und in Tichys Fall in seinem Portal veröffentlichte Artikel) zu einer Zeitschrift oder Anthologie zusammengefasst und dann gebündelt in Druckform veröffentlicht. Also man schafft eine materialisierte Bindung, d. h. man gibt dem Leser für seinen Obolus etwas in die Hand. So plätschert diese Leserbeziehung nicht allein auf einer virtuellen oder unverbindlichen Ebene vor sich hin; find ich also schon clever, diesen Ansatz meine ich. Tichys Einblick hatte ich dann auch schon mal im Probeabo, also drei Ausgaben, fand ich recht gelungen, obwohl ich irgendwie kaum dazu komme, noch gedruckte Zeitschriften zu lesen.
Gut, aber all das war jetzt nicht das Thema. Aber, da ich sowieso schon den Faden verloren habe, mal noch was nebenbei. Ich frage mich schon seit einiger Zeit, wo der Dark Lord abgeblieben ist. Schade, dass er so plötzlich verschollen ist. Weiß jemand vielleicht was, was ich nicht weiß und nicht wissen kann? Hmm. Hab schon vor einigen Monaten mal versucht, ihn per Blogkommentar oder E-Mail zu kontaktieren, aber er scheint seine Aktivitäten im Web, zumindest in den mir bekannten Blogs, völlig eingestellt zu haben. Sehr schade, wenn’s so sein sollte. Vermisse seine streitbare Stimme in der Netzlandschaft …

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