Marxistische Genderisten

Bin vorhin noch einmal über einen Artikel gestolpert, in dem der wackere Hadmut Danisch eine Genderistin zitiert, die sich auf Marx beruft. Hatte ich ja schon mal erwähnt, warum ich derlei Zeugs für Unsinn halte. Aber amüsant schon: Geschlechterverhältnisse seien Produktionsverhältnisse, weil sie Leben produzieren.  ;-)
Nach meinem Verständnis widerspricht der ursprüngliche Marxismus, dessen Kern die materialistische Philosophie ist, dem Genderismus diametral. Keine Ahnung, ob man dann Kultur-, Neomarxismus, Frankfurter Schule usw. ins Spiel bringt, da kann man wahrscheinlich sowieso jeglichen Unsinn ableiten (vielleicht so ähnlich wie bei „Neoliberalismus“ (als Totschlagvokabel) versus „klassischer Liberalismus“).
Aber noch folgender Punkt: Wären durchgegenderte Feministinnen tatsächlich Marxisten, so müssten sie sich eingedenk der marxschen Forderung, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“, aus ihren sicheren Elfenbeintürmen heraus vor allem gegen die Unterdrückung/Knechtung ihrer Geschlechtsgenossinnen unter islamischer Herrschaft wenden. Tun sie aber nicht. Offenbar zu gefährlich? Stattdessen bekämpfen sie in ihrem dumpfen Wahn nur den „weißen Mann“ (bzw. den faustischen Menschen) und zerstören so letztlich auch die Existenzgrundlage freiheitlich gesinnter Frauen im Westen. Das ist die Tragik aller Gender-Ideologinnen: Mangels echter Inhalte konstruieren sie einen künstlichen antagonistischen Widerspruch zwischen den Geschlechtern und bekämpfen traditionelle Geschlechterverhältnisse – sie legen die Axt an die Grundfesten ihrer Gesellschaft, die sie nährt und in der sie gut und gerne leben können; mit dem weißen Mann schlachten sie die eierlegende Wollmilchsau einer bereits feminisierten westlichen Gesellschaft und untergraben die Grundlage dessen, was ihnen Schutz bietet und zur Verbesserung der Lage der (noch) „arbeitenden Klasse“ im Westen beitragen könnte. Marx hatte niemals einen Kampf der Geschlechter im Sinn und hätte ihn selbstredend abgelehnt. Für einen Materialisten wie Marx galt das Primat des Seins, des Materiellen. Die Idee von sozial konstruierten Geschlechtern hätte Marx daher als unwissenschaftlich oder unmaterialistisch verworfen. Er wusste, dass gesellschaftliche Veränderungen niemals von eingebildeten Identitäten, inhaltsleerem Geschwafel und utopischen Ideen ausgehen, sondern nur von „wirklichen“ Menschen, so Marx (und Engels). Und im naturwissenschaftlichen Sinne ist der Typ des „wirklichen“ Menschen nun einmal binärgeschlechtlich.

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Eine Antwort auf Marxistische Genderisten

  1. Max sagt:

    Fiese Fangfrage an Nadine Julitz (SPD): Wie viele Geschlechter gibt es aus Ihrer Sicht? :-) So ein unwürdiges Gestammel kommt dann raus, wenn man nicht mehr wagt, dem Schwachsinn Einhalt zu gebieten … Ich lach mich schlapp.

    https://www.youtube.com/watch?v=a7chgfEaeyQ&list=LLKhV1MYH1fuXaz9aYbOvKSg

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