Weltspitze

In der DDR wurde in den 80er Jahren ein teures Projekt zur Entwicklung eines 1-Megabit-Mikrochips aufgelegt. Zu jener Zeit hatte man bemerkt, dass man in Sachen Mikroelektronik den Anschluss an die Weltspitze verloren hatte. Der Zug war längst abgefahren – Toshiba hatte wohl sogar schon den 4-Megabit-Chip in der Entwicklung – als man Erich Honecker 1988 auf der Leipziger Messe stolz einen quasi handgeschnitzten 1-Megabit-Chip präsentierte, der aber ohnehin noch weit von einer Serienproduktion entfernt war.

Natürlich wird alles anders sein, wenn man Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahre 2020 (oder später) das erste (wahrscheinlich unter französischer Federführung entwickelte) europäische Betriebssystem der Spitzenklasse für solarbetriebene Computer mit der sicheren Suchmaschine Eurosniff und dem deutschen Browser Angel Explorer mit integriertem Fake-News-Blocker präsentieren wird …

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Merkel: unsichere Zeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über den Einbruch an den Börsen in den USA und Asien gezeigt. Die Börsenentwicklung der letzten Stunden habe gezeigt, dass „wir in unsicheren Zeiten leben“ (zitiert aus dpa-Meldung)
Man müsse nun mit einer verlässlichen Regierung die Voraussetzungen dafür schaffen, „dass wir morgen auch noch in Wohlstand und in Sicherheit im umfassenden Sinne leben können“, sagte die CDU-Chefin.

Informierten Berliner Kreisen zufolge soll sie jedoch vertrauten Mitarbeiterinnen gegenüber (entgegen den offiziellen Verlautbarungen) geäußert haben, die Aktienkurse seien ihr im umfassenden Sinne vollkommen egal, denn man könne ihrer Erfahrung nach auch ohne Börsen gut und gerne leben. Wem das nicht gefalle, der könne doch jederzeit fortgehen aus dem Land … Die Börsenkurse seien nunmal gefallen, doch die Steuereinnahmen seien sicher, und schließlich werde Deutschland bekanntlich täglich reicher … darauf an, weiterhin stets ein freundliches Gesicht zu zeigen …
(Mitschrift ohne Gewähr – teilweise unleserlich und lückenhaft)

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Precht vs. di Fabio

Der ehemalige Verfassungsrichter Udo Di Fabio war zu Gast beim ZDF-Philosophen Richard David Precht – ein Gespräch, bezüglich dessen der Blogger Hadmut Danisch in der ihm eigenen höflichen und zurückhaltenden Art lediglich auf einen „Kontrast stark unterschiedlich geistiger Niveaus“ verwies. Ich habe mir die Sendung gestern nebenbei in der Mediathek angeschaut. Für mich war’s auch irgendwie enttäuschend, da ich den Herrn Precht als philosophisch vorgebildeten Sachbuchautor früher recht sympathisch fand. Hatte schon mal eines seiner Bücher gelesen (das, was eh jeder kennt), aber noch nie eine volle Sendung mit ihm gesehen. Aber gegen di Fabio, der ihm zu Anfang gleich „unterkomplexes Denken“ attestierte, sah Precht schon ziemlich alt aus. Erschwerend kam hinzu, dass er zu wenig Kenntnis vom Thema der Sendung (soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Internet) hatte und auch Marktwirtschaft offenbar nicht so sein Ding ist; aber das sollte man ja einem linken Philosophen, dessen Einkünfte sich auch marktfern aus GEZ-Geldern speisen, vielleicht nicht zum Vorwurf machen.
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Spiegelung

Da Thema kam mir gestern mal wieder in den Sinn, als ich eine Doku über Nordkorea sah: Wird eine Person eigentlich trotz oder wegen ihrer erstklassigen Bildung zum Diktator? Oder bewirkt Bildung letzten Endes gar nichts, jedenfalls nichts Positives? Was bedeutet wohl Bildung nach heutigem sozialdemokratischen Verständnis? Doch nur mehr Indoktrination. Weiterlesen

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Das Schweigen der Lämmer

Ein Notfallsanitäter gibt seinen Beruf auf, nachdem er bei einem Einsatz (nicht zum ersten Mal) angegriffen und mit dem Tode bedroht wurde – in Berlin natürlich, wo sonst?
Dazu folgendes Zitat von der Achse d. G.:

„Dieses Land bricht nicht plötzlich zusammen, es erodiert langsam aber stetig vor sich hin. Man muss schon an die neuralgischen Punkte schauen, um das zu bemerken. Dorthin, wo die Abwehrschlachten toben, vor Gerichten, bei der Polizei, den freiwilligen Helfern und dem medizinischen Personal. Die Menschen dort melden sich nicht mit Petitionen, organisieren keine Protestmärsche und nageln auch das Grundgesetz nicht an die Tür des Kanzleramtes – diese Menschen brechen einfach still zusammen, geben auf und verschwinden.“
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Don Alphonso und Birgit Kelle

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „#Metoo statt Freiheit für Frauen“. Ich las darüber andernorts einen recht ausgewogen klingenden Bericht (bei Danisch) und stieß dann auf einen Artikel in der Welt. Frappierend, wie unterschiedlich Schwerpunkte gesetzt werden. Systempresse (Welt): Totalausfall (wie nicht anders zu erwarten). Der einleitende Satz gibt die Zielrichtung vor und schlägt grobe Pflöcke ein: Weiterlesen

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Pfeiffers Visionen

Ist der SPD-Kriminologe Christian Pfeiffer eigentlich mit der GKV-Spitzenfunktionärin Doris Pfeiffer verwandt oder gar verheiratet? Könnte man fast denken, denn unverkennbar bzw. besser unüberhörbar ist der harmonische Gleichklang der Hörner, in die die beiden Pfeiffers blasen. Vielleicht auch nur Namensvetter, aber die pfeifferschen Hörner, sie tönen ähnlich, spielen dieselbe Melodie: Das Eiapopeia vom Himmel, womit man einlullt, wenn es greint, das Volk, den großen Lümmel … Weiterlesen

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Nemax lässt grüßen

Bekomme täglich immer hysterischer klingende Spam-Mails, die mich auffordern, jetzt endlich in Bitcoins einzusteigen und ein „garantiertes“ Vermögen zu machen …
Im Betreff steht etwa: Reite auf der Bitcoin-Welle und verdiene garantiert €13.000 in genau 24 Stunden!
In genau 24 Stunden! Aber warum nur 13.000 Euro?
Hat mal jemand 100.000 Euro für mich? Bekommt er dann in 24 Stunden garantiert zurück – darauf mein Ehrenwort! Paar Zinsen zahl ich auch. Kontonummer poste ich gleich …
Erinnert mich doch alles stark an die Jahrtausendwende, kurz bevor der Neue Markt abtauchte
… Fast jedes Gespräch in den Firmen, schon morgens im Fahrstuhl, drehte sich um die heißesten Internet-Aktien.
Der Nemax lässt grüßen (so hieß damals der deutsche Aktienindex für derartige Wachstumswerte, die darum konkurrierten, schnellstmöglich Geld zu verbrennen).
Es wiederholt sich eben jeder Zyklus irgendwie – in neuem Gewande.

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Kleine Bakterienkunde

Angenommen, ein Bazillus infiziert einen geschwächten Körper, dessen Immunsystem leider nicht mehr so funktioniert, wie man es üblicherweise von einem (durchschnittlich) gesunden Organismus erwarten würde. Diese Schwäche kann viele Gründe haben, z. B. Verletzungen, andere Vorschädigungen, hohes Alter, lange starke Belastungen, zu wenig Erholungsphasen, vorangegangene Fehlmedikation usw.
Dieser Körper ist also schon ziemlich angeschlagen und kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Offiziell heißt es natürlich, er könne vor Kraft kaum laufen. Das sagt man gern, um niemanden zu beunruhigen. Doch ein Blick in die trüben Augen, angeblich die Fenster der Seele, ernüchtert. Gegen bakterielle Krankheitserreger, Viren oder auch Parasiten kann sich dieser Organismus nicht mehr wehren, obwohl die ihn ja auch sein Leben lang begleitet haben. Da ist aber diese widerwärtige Bazille – aus Gründen der Gender-Gerechtigkeit tendiere ich doch zur weiblichen Form – eigentlich ist die gar nicht so gefährlich, es gibt schlimmere, das wissen wir, und einem gesunden Körper könnte die nicht viel anhaben – ein paar Mal niesen, gut ausschlafen und dann eine kalte Dusche – und fertig. Manche Menschen würden diese Infektion gar nicht wahrnehmen und lachen drüber. Aber diese Bazille hat sich nun mal eingenistet und will einfach nicht weichen … Es ist fast so, als könne man ihre üblen Ausdünstungen, ihren Verwesungsgeruch riechen, wenn man Bilder von ihr (in medizinischen Abhandlungen) sieht.
Klar, diese stinkende Bazille kann auch diesen guten Körper zerstören, der mal was war, der immer noch nach was aussieht – aber der Schein trügt, eigentlich ist der nur noch ein Schatten seiner selbst. Das ist der Lauf der Zeit, sagt man auch, und besonders ein kranker Körper spült noch massig Umsatz in die Kassen. Und dann erst das Vermächtnis … Sollte man im Blick behalten. Aber so weit denken wir gar nicht. Der Körper soll ja wieder gesunden und aufblühen, oder zumindest soll er sich aufrappeln.
Diese Bazille jedenfalls, die sollte man zwar nicht unterschätzen, aber wäre sie weg, kämen wiederum andere Bazillen oder neue Viren aus fremden, noch unbekannten Stämmen und nähmen sogleich den Platz der alten Bazille ein. Klar, die alte Bazille muss bekämpft werden, aber sie ist nicht die primäre Ursache der Schwäche, des Leids, des Unheils. Jede Bazille macht nur ihren Job. Und schon gar nicht würde man gerade diese oder jene opportunistische Bazille als die mächtigste Bazille der Welt bezeichnen oder? Das wäre absurd und ungerecht.

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2018!

Wünsche Euch ein gesundes neues Jahr, liebe Freunde, Friends und Besucher (weibliche Form gilt jeweils als inbegriffen). Verbleibe auch weiterhin ohne gute Vorsätze. Ist ja bisher auch immer gutgegangen.

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