Partei der Vernunft macht das Rennen …

WahlomatBesser für den Index, wenn ich die Quintessenz des Postings gleich mal in den Titel reinschreibe. Nicht, dass Leute wieder lange herumrätseln müssen, wie ich was meine und ob ich wirklich das meine, was ich schreibe. Habe heute ausnahmsweise mal den Wahlomaten ausprobiert, obwohl ich streng genommen gerade keine Zeit für solche Spielereien habe. Lasse mich oft zu leicht von der (selbst organisierten) Arbeit ablenken.
Wie ich festgestellt habe, zeugen die meisten Wahlomat-Fragen von einer unsinnigen Vereinfachung oder gar bewussten Verarschung (Täuschung) des Wählers, denn viele Fragen sind doch einfach mal irrelevant oder für diese BT-Wahl (Schicksalswahl!) unerheblich (weil’s mir da z.B. erstmal völlig wurst und banane ist, ob die Zahl der Nutztiere in einer Ortschaft begrenzt wird oder ob ein Tempolimit (wie hoch?) auf Autobahnen eingeführt wird und sich z. B. die Frage nach einem Gottesbezug (Bezug auf welchen Gott?) im Grundgesetz oder einer (wie auch immer gearteten) Obergrenze doch jetzt gar nicht stellt, solange andere, grundsätzliche Fragen gar nicht diskutiert werden; oder weil eben bestimmte Optionen gar nicht zur Wahl stehen); zumal eben die wichtigsten, existenziellen Themen im Wahlomaten ausgespart sind – Fragen, die bzw. deren Antworten die Wähler verunsichern könnten, wurden vorsorglich weggelassen.

Jedenfalls trotzdem: dreimal hab ich auch mal Varianten ausprobiert; immer erscheint bei mir die PDV an erster Stelle, immer so knapp an oder unter 80% Übereinstimmung. PDV – Partei der Vernunft … die einzigen „echten“ Liberalen. Wäre ein Gewinn, wenn die bundesweit antreten würden, wa? Ja, gut, dass wir mal wieder über Politik gesprochen haben. Lohnt an dieser Stelle wirklich auch mal ein Verweis. Wer will, könnte ja auch in Parteiprogramme reinschauen, aber wer tut das schon? Wer will das schon? Ach, macht euch keinen Kopf: Am besten Mutti wählen. Die schmeißt den Laden schon.

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8 Antworten auf Partei der Vernunft macht das Rennen …

  1. FDominicus sagt:

    Das Ergebnis wundert mich nicht. Es dürfte für jeden liberal orientierten so oder so ähnlich herauskommen. Leider ist aber festzustellen, daß die Bewertung des Wahlomat, sehr zufällig erscheint. Die Wertung von neutral scheint mir recht “beliebig” zu sein. Vielleicht kapier’ ich es auch einfach nur nicht….

    • Max sagt:

      Ist im Grunde nur eine lächerliche Spielerei. Keine Ahnung, wie neutrale Antworten da gewichtet werden. Aber ja, auch wenn da irrelevante u. falsche Fragen gestellt werden, kann man was über sich herausfinden und ggf. nachbohren …

      • FDominicus sagt:

        Sie mögen es mir glauben oder auch nicht. Für uns ist es keine Spielerei sondern eine der weitreichendsten Möglichkeiten unsere Politik vorzustellen. Wir haben es uns mit den Fragen nicht so leicht gemacht und es war auf jeden Fall zehrend. Nur es nützt alles nicht, denn liberal ist nun mal eine ziemliche “Sekt” oder Selters-einstellung. Wer liberal ist, muß bei vielen Dingen einfach festhalten sehe ich so und wer’s anders sieht nun dann ist das halt so.

        Wenn man die Seite ansteuert bekommt man “nur” 38 oder so Fragen vorgestellt, es waren aber an die 100 die wir beantwortetn. Bei manchem kommt man sehr ins Schlingern. Was soll man beantworten wenn dort steht sind Sie für Förderung von biol. Produkten aber dann steht da noch etwas von nicht “biol.” Produkten, was im Grunde unmöglich ist. Ob Sie nun Käse haben oder “biol. “Käse beides ist “bio”. Wenn man also nun schreibt wollen Sie mehr Förderung für das eine oder andere, dann können Sie nur schreiben nicht einverstanden, das meint aber nicht, daß man die Förderung der anderen Alternative vorzöge. So gibt es einige Fragen die man so nicht beantworten kann. Trotzdem mußten wir es ja irgendwie auf die Reihe bekommen. Bei manchen Punkten konnten wir auch nur mit dem Kopf schütteln, so eindeutig klar war unsere Einstellung. Keiner war gegen die Aufhebung des Verbots von Cannabis oder so, eine Frage die sich liberalen einfach nicht stellt. So sind eben einige Fragen völlig eindeutig und andere nicht und bei der Bewertung wird das dann auch noch mal “verändert” alles über 70 % kann man tattsächlich als sehr große Zustimmung auffassen, nur dann kommt ja noch die individuelle Gewichtung. Ich weiß nicht, wie viel es ausmacht….

  2. Max sagt:

    Ja, ist richtig, kann ich mir doch vorstellen, was das für Arbeit macht. Meinte ja Spielerei aus meiner Sicht…
    Die Auswahl der Fragen ist natürlich auch so gestaltet, dass bestimmte Parteien benachteiligt sind …. Und durch die Akzeptanz der Fragen (u. möglichen Antworten) unterwirft man sich da schon der begrifflichen Deutungshoheit der Fragenden und ordnet sich deren Agenda unter. Wer die “Fragen und möglichen Antworten” definieren kann, beeinflusst das Ergebnis.
    Für kleinere Parteien ist es dennoch auch eine Möglichkeit, Erstwähler überhaupt mal auf sich aufmerksam zu machen – aber es ist es ja so, dasss man die Partei(en) zum Schluss manuell auswählen muss, um eine Übereinstimmung zu erkennen! Was man gar nicht kennt, klickt man nicht an.
    Die Parteien mit der höchsten Match-Rate werden nicht automatisch in der Auswertung angezeigt.
    Na ja, aber die Fragen … wie Sie eben schrieben.
    Was will ich bei der Frage nach der “Obergrenze” z. B. ankreuzen? Ja/Nein/Neutral – ich bin gegen eine Politik der ungesteuerten Zuwanderung, die gar nicht mehr unterscheidet zwischen Asyl- und Versorgungssuchenden… Daher will ich gar keine Obergrenze haben (weil sie eh unrealistisch und nur Seehofers “Feigenblatt” wäre), doch mein “Nein” würde da ja als linke Position gewertet werden.
    Ja, einige Fragen sind eindeutig zu beantworten … ne andere Frage lautete glaube ich: Sind Sie für die Besteuerung hoher Einkommen oder so ähnlich? Häh? Und mittlere/kleine Einkommen? Generell Besteuerung? Oder höhere Besteuerung? Arbeits-/Kapitaleinkommen? Ab welcher Höhe? Und was ist mit Abgaben?
    Und dann der Punkt “Vertrauen”, den man eben gar nicht abfragt: Inwieweit vertraut man denn bestimmten Parteien, die sich erfahrungsgemäß nach der Wahl nicht mehr so recht an ihre Parolen u. Wahlversprechen erinnern mögen … FDP kommt z.B. ohnehin nur als Junior-Partner für Merkels Koalition in Frage, da sollte man fairerweise drauf hinweisen, dass die lediglich kurz liberal blinken und dann auf Merkelkurs einschwenken werden …

    Umgekehrt müsste es sein: Der Wähler müsste die ihn bewegenden Fragen unmissverständlich formulieren, und aus den Parteien/Parteiprogrammen müssten eindeutige Antworten generiert (und begründet) werden …
    Aber okay, ich fand es erwähnenswert, weil die PDV m. E. sehr gut abschnitt, also trotz dieses Fragenparcours …

    • Maxx sagt:

      Die Vorauswahl stammt von der “Jugendredaktion”, alles klar … :-)
      Die schreiben da ständig von Thesen? Im Wahlomat? Da stehen gar keine Thesen drin, sondern kontextlose programmatische Detailfragen. Da fängt der “Unsinn” ja schon an. Eine These ist was anderes als eine simple “Ja/Nein-Frage”.
      Wer ein verschrobenes begriffliches Kooordinatensystem hat (oder schlicht und einfach keine Ahnung), der kann auch keine sinnvollen, unmissverständlichen Fragen formulieren.
      Und dann beginnt der Text ja auch schon mit einer idiotischen Unterstellung: Warum denn die Fragen so rechtspopulistisch klängen?
      Heißt übersetzt: Bestimmte Fragen sollte man daher am besten gar nicht mehr stellen … wie ich schrieb, denn “die Antwort könnte die Menschen verwirren” … Und dann die Frage nach der “speziellen Erinnerungskultur” – OMG, je suis entsetzt …

    • Maxx sagt:

      Ah ja, genau, der Blogger spricht auch die Punkte an, die ich meinte …
      Eine Wahlnachlese spar’ ich mir aber. In der Zeit les ich mal lieber wieder ein Buch …

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