Ringen aus dem olympischen Programm gestrichen

Eine der ältesten Sportarten der Antike, das Ringen, wird nach dem Willen des IOC ab 2020 nicht mehr bei den olympischen Sommerspielen vertreten sein.

Ringkämpfe waren bereits in der Antike fester Bestandteil der Spiele und standen als olympische Disziplinen in den beiden Stilarten (griechisch-römisch und Freistil) bereits seit 1896 bzw. 1904 auf dem Wettkampfkalender.

Über die Notwendigkeit einer Straffung des zeitlich überdehnten olympischen Wettkampfprogramms wurde bereits seit längerem diskutiert. Interessant ist jedoch, dass es mit dem Ringen nun eine der traditionsreichsten Kernsportarten erwischt hat. Auch der Modernen Fünfkampf soll auf der internen Abschussliste gestanden haben, sei jedoch wohl vor allem dank der Bemühungen des deutschen Weltverbandspräsidenten Schormann noch vor dem Ausschluss gerettet worden.

2016 in Rio de Janeiro werden die Ringer nun zum letzten Mal auf der olympischen Matte antreten. Mit der Streichung einer der traditionsreichsten olympischen Sportarten aus dem Wettkampfprogramm stellt einer der exklusivsten und mächtigsten Altherrenklubs der Welt, das IOC, einmal mehr unter Beweis, dass olympische Tradition bei der kommerziellen Verwurstung des bedeutendsten Sport-Events der Welt nur als störender Ballast empfunden wird, der über Bord geworfen wird, sofern sich mit besser zu vermarktenden Sportarten, z. B. Golf, BMX oder Triathlon, bessere Aussichten auf höhere Werbeeinnahmen und Zuschauerzahlen bieten.

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