Ruhig Blut

Man darf angesichts der jüngsten Tragödie auch nicht übersehen, dass die meisten LKW-Fahrer friedliche Menschen bzw. harmlose Männer sind, die weder töten noch Schrecken verbreiten, sondern lebensnotwendige Güter transportieren wollen. Alle Lastkraftwagenfahrer über einen Kamm zu scheren, wäre nicht nur falsch, sondern auch kontraproduktiv, denn es könnte die Guten in die Arme der Bösen treiben. Schon aus diesem Grund darf man Männer, die schwere und hoch motorisierte Nutzfahrzeuge steuern, nicht unter Generalverdacht stellen.

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10 Antworten auf Ruhig Blut

  1. FDominicus sagt:

    Ich sehe, Sie haben es “verstanden”.

    • Maxx sagt:

      Jep. Wir haben verstanden, werter FDominicus. Alles!

      • FDominicus sagt:

        Frustrierend? oder?

        • Maxx sagt:

          Ja, klar. Man schreibt sich halt gelegentlich mal den Frust von der Seele; mehr ist es ja nicht …

          • FDominicus sagt:

            Nein, das mache ich nicht nur alleine deswegen, sondern biete vernünftige Alternativen an. Leider geht es eben sehr selten darum. Es geht – leider – immer nur um eins. Mehr macht für Bürokraten und Politiker und mehr Schikane für den Bürger. Es wird nicht funktionieren. Es hat noch nie funktioniert und wird auf Dauer auch nie klappen. Bestes Beispiel wo es endet: https://www.nzz.ch/wirtschaft/venezuela-der-groesste-zahlungsausfall-der-finanzgeschichte-steht-kurz-bevor-ld.1085524

            Noch mal – leider – dauert es von den Fehlentscheidungen bis zu den Auswirkungen dieser Fehler zu lange. D.h. fast nie sind diejenigen die für etwas waren auch diejenigen die das ausbaden müssen.

            Es gibt ein paar Ausnahmen: Wähler in de Weimarer Republik bezahlten mit dem II Weltkrieg. Venezuela ist nach knapp 25 Jahren Sozialismus Pleite.

            Was passiert wen das Fehlverhalten lange braucht um durchzuschlagen ist die Geschichte von Nachkriegsdeutschland.

            Was man aber auch weiß diese Zusammenbrauch bahnt sich zunächst langsam an, wird dann oft nur von wenigern erkannt. Nur gegen Ende beschleunigt sich der Gang zum Untergang exponentiell. Bei expoonentiellen Problemen hilft nur ganz massive Gegenwehr. Genau diese finde derzeit nicht statt. Ob es sich noch “ausginge” weiß ich nicht. Daß es sich nicht so ausgehen wird, wie unser aktuellen Politiker meinen ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

            Ich habe immer gehofft die Liberalen machen nicht die gleichen Fehler wie schon mal. Siehe Weimarer Republik, siehe nähere Vergangenheit der FDP. Leider wenden sich die Liberalen von der Unterstützung liberaler Politik ab, das Ergebnis wird nicht gut werden können.

            Es ist so frustrierend, weil man sieht wie man sehenden Auges in die Katastrophe geht. Werde diese Dummheit niemals verstehen.

    • Max sagt:

      Ja, könnte man sich auch eingehend mit auseinandersetzen, wenn man wollte. Zum Thema Kritik der westlichen Demokratie gibts ja auch einige hervorragende Debattenbeiträge im Netz (z.B. Vorträge von Prof. Rainer Mausfeld auf YT und eine lange Artikelserie von Wolfgang Koschnick auf Heise bzw. Telepolis), erinnere ich mich. Das sind ja auch eher unverdächtige Leute aus dem linken Lager, ja? Jedenfalls: Nicht neu. Die heilige Kuh (westliche) Demokratie wurde längst geschlachtet. Aber klar: Der Prozess des Denkens ist ein hochkomplexer Vorgang, der eine individuelle Denkleistung erfordert (und viele überfordert oder nur widerwillig unternommen wird, sei es, wie es sei).
      Hmm, wie hoch mag wohl überhaupt der Anteil der hiesigen Menschen sein, die einen solchen Text rezipieren, verstehen und eigenständig Schlüsse ziehen können? Carl Schmitt und Ayn Rand kennt kaum jemand, und selbst wenn, haben die das nicht selbst gelesen, sondern mal in Wikipedia oder im Spiegel einen negativ wertenden Halbsatz aufgeschnappt. Ich meine, Vorwissen und insbesondere Aufnahmebereitschaft sind bei vielen gar nicht da, das man braucht, um Beiträge und Aussagen einzuordnen und offene Diskussionen zu führen.
      Bezüglich der Revolutionsthematik: Eine Revolution (d.h. Umwälzung) bedarf einer revolutionären Situation. Die gibt es nicht. Es fehlen die wichtigsten Voraussetzungen, z. B. unzufriedene Massen junger Männer, die stark politisiert sind, nichts zu verlieren haben, durch eine packende Idee vereint, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es gibt diese Idee, diese greifbare Vision jetzt gar nicht mehr. Die Deutschen sind zufrieden, sind eingeschüchtert oder haben resigniert. Wer unzufrieden ist und noch jung genug, kann ja auswandern … viele tun es und stimmen still mit den Füßen ab. Die Mehrzahl der Bleibenden dürfte sich künftig aus Beamten, Rentnern und Hartz4-Empfängern zusammensetzen. Die ultimative basisdemokratische Entscheidung, die man treffen kann, heißt: Bleiben oder gehen.
      Und schon rein quantitativ, also mit Blick auf die zahlenmäßige Verteilung der aktiven, der jungen Alterskohorten hierzulande, kann man sich ausrechnen, wann sich da das Zeitfenster schließt, in dem ein Umsteuern noch möglich ist.

  2. Michaela36 sagt:

    “Harmlose Männer” ist ja schon ein Widerspruch, ein Oxymoron. Männer sind nie harmlos. Es gibt keine harmlosen Männer.

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