So geht Geschichte

Hat das jemand mitbekommen? Zum gestrigen Jahrestag des Mauerbaus schrieb wohl irgendwo auf Twitter eine Linken-Politikerin, die SED sei ja im Kern eine rechte Partei gewesen. :-) Einer der Klassiker der Geschichtsfälschung ist es ja, nachträglich gezielte Einstufungen und Kategorisierungen vorzunehmen, um unangenehme Teile des Parteierbes einem ideologischen Gegner in die Schuhe zu schieben. Zwei Aspekte, die ich in diesem Zusammenhang (ungeachtet der Absurdität dieser Behauptung) doch interessant fand:
Motive handelnder Akteure der Geschichte werden doch ständig von den Inhabern der Deutungshoheit verändert und neu interpretiert, ja? Und generell wird auch tatsächlich wie in Orwells 1984 ständig an der Geschichtsschreibung herumgedreht. In wessen Interessen wohl? Denkt mal an die ganze „Neubewertung“ von historischen Persönlichkeiten, denen man auf einmal unterstellt, Rassisten, Antisemiten, Nationalisten, Maskulisten, Onanisten oder sonstwas gewesen zu sein. Oder denkt an die künstlich heruntergerechneten Opferzahlen von Dresden (Dresden sei keine unschuldige Stadt, sondern ein bedeutender Rüstungsstandort gewesen), oder das in letzter Zeit oft zu hörende idiotische Geschwätz, demzufolge türkische Gastarbeiter (und nicht etwa unsere Trümmerfrauen) dieses Land aufgebaut hätten. Dank eines staatlich beeinflussten Bildungs- und Mediensystems können nun aber durchaus innerhalb von ca. zwei Generationen auch „kreative Interpretationen“ zu festen Wahrheiten werden. Sagt man nicht auch, Geschichte sei die Aneinanderreihung von Lügen, auf die man sich geeinigt habe? Die Zeitzeugen schweigen und sterben. Vielleicht werden eure Enkel im Erlebensfalle mal in der Schule lernen, dass in der DDR die Rechten oder gar Nazis regiert haben und sich daher die uneinsichtigen Ostdeutschen, insbesondere die Sachsen, gegen ihre Vaporisierung im kochenden Kessel (Melting Pot) der Ethnien (vergeblich) gewehrt haben? So ließe sich deren Sturheit ja schlüssig begründen.
Ach so, ich erwähnte zwei Aspekte. Die zweite Sache ist die, dass die Linkspartei tatsächlich „im Kern“ anders ist als die SED und programmatisch kaum etwas mit den alten kommunistischen Idealen gemein hat. Sie agiert ja heute auf einer völlig anderen, saturierten Grundlage, nicht aus einer Diktatur des Proletariats heraus, sondern sie profitiert und ernährt sich sogar von ausbeuterischen, repressiven Verhältnissen und pflegt eine Art internationalistischen Salon-Bolschewismus, in Kumpanei verbunden mit globalen Konzernlenkern und Finanzjongleuren vom Schlage eines Soros. Doch müsste man daraus nicht eher den Schluss ziehen, dass Westlinke ihre kommunistischen Werte und Wurzeln verraten haben, die die SED (und die KPdSU, an der man sich zwangsläufig orientierte) einst prägten? (Die SED hat ja (bis zur Gorbatschow-Ära) ohnhin nur den Kurs der sowjetischen Genossen nachvollzogen.)
Andererseits ist es in gewisser Weise m. E. gar nicht so ganz falsch, die damaligen SED-Politiker (vielleicht nach dem Ende der Stalin-Ära) als rechts (im Sinne von konservativ) zu bezeichnen, denn die waren ja aus heutiger Sicht tatsächlich konservativ, z. B. waren deutsche Kommunisten bekanntlich Patrioten, sie wollten natürlich ihre Nation bewahren und ihr Volk nicht austauschen ähm bereichern, durch Zustrom von außen verdünnen … etc. pp. Na ja, so verändern sich die Sichtweisen, bzw. anders gesagt: So hat sich das politische Koordinatensystem mittlerweile verändert. Es ist so weit nach links gerückt, dass sich selbst die alten Kommunisten und Sozialisten heute wohl im konservativen Lager wiederfinden (würden).

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10 Antworten auf So geht Geschichte

  1. Das Konzept Nation ist ein sehr Blutiges. Ist es dieses Blut wert?

    • Max sagt:

      Ja, auf jeden Fall. Jeden Tropfen! Zerfall oder Spaltung von Nationen kostet viel mehr Blut als ihre Bewahrung.
      Die Alternative wäre letztlich ein repressiver Weltstaat mit globalistischen Machtstrukturen, ein schrecklicher Alptraum, aus dem es kein Erwachen gäbe.
      Natürlich zusammengewachsene Nationen können für Stabilität, Fortschritt, Selbstbestimmung der Völker sorgen und die Teilhabe aller, gerade eben auch der unterprivilegierten Menschen ermöglichen – in sich gefestigte, untereinander solidarische Nationen im friedlichen Wettstreit miteinander, durch Kooperation und Handel und mit gegenseitigem Respekt!
      Die Auflösung/Selbstaufgabe der Nationen Europas wird hingegen kein gewaltfreies libertäres Wonderland hinterlassen – da entstehen natürlich wieder regionale Machtstrukturen, Clans übernehmen Straßenzüge, War Lords werden Gebiete unsicher machen, kleinteilige tribalistische Strukturen werden das Machtvakuum füllen. Religiöser Fanatismus wird nicht mehr aufzuhalten sein. Der Zerfall der westlichen Nationen wird m.E. eine lange Periode zivilisatorischer und kultureller Regression einleiten.

  2. Warum meinen Sie die Alternative wäre ein “Weltstaat”, warum nicht kleine unabhängige Einheiten die sich wirklich freiwillig zusammenschließen wie z.B die Kantone in der Schweiz? Gehört nicht auch dazu, daß sich jeder Teil einer “Nation” abspalten kann? Was legitimiert England, Schottland zu überfallen und sich anzueignen? Was legitimiert Preußen alle dt. Kleinstaaten mit Krieg zu überziehen? Was legitimierte die Unterwerfung und Ermordung von so vielen Chinesen bis zum ersten Kaiserreich? Sie sind ich im Klaren darüber, daß die Krieg wohlorganisierter Staaten bisher die blutigsten waren. Wenn wir also Staaten immer größer werden lassen was wird wohl passieren. Können Sie sich den 2. WK vorstellen wenn es das Königreich Bayern, Württemberg etc. gegeben hätte? Meinen Sie nicht, man sollte über die Größe von Nationalstaaten nachdenken? Und eine Frage die ich direkt an Sie stelle. Wie viele Verbrechen sind im Namen einer Nation ausgeführt worden?

    • Maxx sagt:

      Na ja, eine suggestive Frage. Wie viele Verbrechen sind denn im Namen einer Ideologie oder Religion begangen worden? Im Namen der Weltrevolution oder wegen schnöden Gewinnstrebens, wegen mangelnder Hygiene etc. pp. sind auch zahllose Menschen gestorben …
      Sie können doch nicht belegen, dass in einem von deutschen Kleinstaaten geprägten Gebiet weniger Blut vergossen worden wäre. Die hätten sich nur unterwerfen müssen; die Gewalt wäre dann nach innen gerichtet gewesen.
      Ich verweise nur mal auf den 30jährigen Krieg, der die deutschen Landen entvölkert hat. Kleinstaaten wären nur noch eine wehrlose, schwache Beute für Usurpatoren (wie die napoleonischen Eroberungszüge später auch gezeigt haben).
      Abgesehen von allen historischen Herleitungen (und unter Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker – die Menschen streben immer nach einer Gemeinschaft überhalb familiärer/dörflicher/städtischer Strukturen, die nunmal gewisse Gemeinsamkeiten (Geschichte, Sprache, Kultur) aufweist und dadurch Schutz bietet) – halte ich die Idee deutscher Kleinstaaten in der heutigen Zeit für unlogisch. Die wären doch heutzutage wirtschaftlich eben nicht überlebenfähig. Deutsche Kleinstaaten (wenn man sich ein Preußen/Brandenburg mit Berlin als Hauptstadt vorstellt) könnten ihre Bevölkerung gar nicht mehr ernähren. Wie viele Menschenleben würde da ein Ausfall der Lieferkette oder der Hartz-Zahlungen kosten?
      Die wären doch heute umso mehr nur noch ein Spielball fremder Mächte …

  3. Sie haben recht der Zusammenbruch würde Kleinstaaterei bedeuten, nur ist es etwas Schlechtes? Ich denke nein, Deutschland ist sogar zu groß (meiner Meinung nach) und es wäre besser wenn es mehrere kleine unabhängige Staaten in D gäbe. Man kann ja durchaus zusammenarbeiten aber warum muß man so eine Zusammenarbeit erzwingen? Erklären Sie mir den Frieden den wie durch den Länderfinanzausgleich haben. Warum müssen Bayern für Bremer bezahlen und vs? Warum gibt es ein Zahlungsmittelmonopol für den großen dt. Staat. Stellen Sich sich viele kl. dt. Länder vor. Erinnern Sie sich noch an die Zeit vor dem EUR? Was war das das Problem? Schwache Währungen werteren stärker ab als stärkere und alle Nationen haben dennoch die eigenen Leute immer durch Inflation beraubt. Wo sehen Sie da einen Vorteil?

    • Maxx sagt:

      Ein “Europa der Vaterländer”, wie es Charles de Gaulle formulierte, mit einer engen zwischenstaatlichen Kooperation souveräner europäischer Nationalstaaten, wie es zu Zeiten der EWG bestanden hat, hielte ich in der Tat für die bessere Lösung. Durchlässige Grenzen für Handel und Verkehr; Freizügigkeit trotz Bewahrung aller kulturellen nationalen Unterschiede usw. Jedes Land musste mit seiner eigenen Art, regiert zu werden und zu wirtschaften (Wirtschaftskultur), klarkommen und auch existieren – der Beamtenstaat der Griechen, der Lire-Hochzinsstaat der Italiener, die Franzosen mit ihrer semisozialistischen Staatswirtschaft … und D. mit seiner leistungsfähigen mittelständischen Wirtschaft und starken Exportwirtschaft, wobei die Bundesbank über die Stabilität der D-Mark wachte, die harte stabile Währung – eine faire Wohlstandsdividende für die Deutschen. Da herrschte doch auch Frieden, friedliche Konkurrenz zwischen den Nationen, und wenn die Italiener ihre Währung abgewertet haben und die Inflation hochgefahren haben, hat das eben als Mechanismus gewirkt, um ihre Exporte konkurrenzfähig zu halten. Der Abwertungsmechanismus erfüllte die Funktion eines Puffers zwischen unterschiedlich leistungsfähigen Staaten; der heute im Eurosystem eben fehlt.
      Also was war daran so schlimm, dass man es zugunsten des jetzigen Euro-Regimes abschaffen musste? Die Italiener hatten sich an eine Inflationskultur mit steigenden Löhnen und Preisen und hohen Zinsen angepasst. Es funktionierte wenigstens. Gelebte europäische Diversität. Jetzt haben wir gar nichts: keine stabile Währung, Nullzins und niedrige Löhne bei steigenden Abgaben und Steuern – und dazu ständiger Streit um Euro-Bürgschaften, Vergemeinschaftungs- und Reparationsforderungen, drohende Bargeldabschaffung. Toller Deal!
      Aber ich bin auch kein Träumer, es wird jetzt kein Zurück mehr geben. Die Zukunft verheißt allerdings auch keine Stabilität mehr. Jedenfalls keine, wie wir sie uns wünschen dürften. Schon allein der Tatbestand der offenen Außengrenzen, und die sollen ja nach dem Willen der Herrschenden offen bleiben, macht doch jede derartige Diskussion über meine und Ihre Vorstellungen von Perspektiven eigentlich überflüssig oder?

  4. Max sagt:

    “Gehört nicht auch dazu, daß sich jeder Teil einer “Nation” abspalten kann?”

    Ja natürlich, dass sich Nationen neu bilden, kann man doch als natürlichen Prozess sehen, und ich würde auch Sezessionsbestrebungen Schottlands oder auch deutscher Bundesstaaten befürworten, wenn dies dem Willen der dortigen Bevölkerung entspricht. Vielleicht wird das auch passieren … nur muss man den Inländern auch eine souveräne Meinungsbildung und faire Entscheidung ermöglichen.
    Aber künstlich quasi am Reißbrett entstandene Vielvölkerstaaten werden kaum Bestand haben; sie brechen aufgrund innerer Spannungen früher oder später auseinander wie Jugoslawien, die Sowjetunion oder Österreich-Ungarn.

    Zitat: “Können Sie sich den 2. WK vorstellen wenn es das Königreich Bayern, Württemberg etc. gegeben hätte?
    Meinen Sie nicht, man sollte über die Größe von Nationalstaaten nachdenken?”

    Es ist m. E. keine Frage der schieren Größe eines Nationalstaats, sondern eher eine Frage der wirtschaftlichen Macht und des Machtgleichgewichts. Auch kleine Stadtstaaten konnten in der Geschichte z.B. sehr mächtig werden.
    Der 2. WK war eine direkte Folge der Ergebnisse des ersten Weltkriegs, die wir alle kennen – und zu den Ursachen des ersten Weltkriegs siehe u.a. Christopher Clark (in die “Schlafwandler” ausführlich ausgeführt) . Ich denke, ein europ. Krieg wäre auch zwischen den konkurrierenden Großmächten FR und EN und RU ausgebrochen. Die Königreiche Bayern und Württemberg hätten dann eben auf französischer Seite gestanden oder hätten zu Frankreich gehört.
    Jedenfalls hat das Entstehen und Erstarken der deutschen Nation das Gleichgewicht in Europa im späten 19. Jh. verändert … und aus verschiedenen Gründen gelang es nach Bismarcks Tod nicht mehr, dies zu kompensieren. Ob die Geschichte mit deutschen Kleinstaaten anders verlaufen wäre, vielleicht ja – aber friedlicher? Kaum.

  5. FDominicus sagt:

    Der 30 und gar 100 jährige Krieg war lang nur wieviel Opfer hat er gefordert. Der WK 1 und WK 2 waren durchaus kürzer aber blutiger, ich sehe hier durch die Größe eine eklatante Erhöhung der Opferzahl. Unser nächsten Kriege werden in die 10 – 100 Millionen oder mehr gehen. Haben die sozialsitischen Superstaaten ja auch schon hinbekommen. Ca 250 Mio Ermordete aus der “eigenen” Bevölkerung. Es ist absolut wichtig Macht zu begrenzen und damit geht einher, Staaten dürfen einfach nicht zu groß werden (IMHO)

  6. Maxx sagt:

    Ja, Macht müsste begrenzt werden! Stimme Ihnen ja grundsätzlich zu.
    Aber wie? Es müsste ja gleichzeitig und gleichberechtigt reguliert werden. Soll ein (US-geführter) “Weltrat” darüber entscheiden, ob ein Staat wie China oder Russland zu mächtig wird? Und das akzeptieren die dann? Ist das nicht reichlich blauäugig? Die USA würden ja sicher außer Konkurrenz laufen und eine Sonderrolle für sich beanspruchen. Derartige Gremien sind ja bekanntlich auch beeinflussbar und Partikularinteressen ausgesetzt. Ich plädiere eher für ein Machtgleichgewicht, Nichteinmischung, Souveränität und Selbstbestimmungsrecht der Völker.

    Eine Machtbeschränkung muss m.E. eher auf wirtschaftlicher Ebene erfolgen. Globale Konzerne sind doch längst mächtiger und einflussreicher als Staaten. Manche Konzerne bilden quasi ihre eigenen Staaten und entwickeln totalitäre Tendenzen. Weltweit grenzen- und schrankenlos agierende wirtschaftliche Entitäten – haben die nicht schon mehr Macht als Staaten? Die brauchen noch nicht mal ein eigenes Staatsgebiet, weil sie auf der ganzen Welt zu Hause sind und Jurisdiktionen gegeneinander ausspielen. Und wenn Mark Zuckerberg will, könnte er sicherlich der nächste US-Präsident werden. Google, Facebook usw. die sind wirklich übermächtig.
    Also wenn man begrenzen will, sollten große Konzerne zerschlagen und wieder aufgespalten werden – Staatslenker/Politiker sind nur Ausführende/Statisten. Die Größe der Staaten, die tut im 21. Jahrhundert m.E. nichts mehr zur Sache.

    Kurz nochmal zum 30-jährigen Krieg:
    Zur damaligen Bevölkerung ins Verhältnis gesetzt, sind die Dimensionen schon vergleichbar – der 30-jährige Krieg soll ja (alles in allem) geschätzt ca. 40 bis 50% der Bevölkerung Mitteleuropas ausgelöscht haben, stellenweise noch mehr. Und damals lebten ja nur ca. 16 Mio. Menschen hier – auf einer weit größeren Fläche als heute.
    Die Folge des Kriegs war eine lange Zersplitterung und Kleinstaaterei, die Sie befürworten, wenn ich Sie recht verstehe. Während sich danach England, Frankreich und die Niederlande zu erfolgreichen Handelsnationen entwickelten (und Kolonien in Besitz nahmen u. ausbeuteten), verblieb hierzulande über Jahrhunderte ein Flickenteppich aus Fürstentümern, die durch den fehlenden Zugang zu Seehäfen, die ja alle unter fremder Kontrolle standen, nicht in dem Maße am Welthandel partizipieren konnten (und auch von der Kolonialisierung nicht profitierten) und dadurch stark benachteiligt waren. Eine “normale” Nation zu werden, gelang den Deutschen erst sehr spät, vielleicht zu spät.
    So war die verspätete Bildung der deutschen Nation mit allen Konsequenzen (wirtschaftliche u. pol. Machtverschiebung -> Spannungen in Europa) letztlich auch eine Spätfolge des 30j. Krieges. Geschichte ist nicht planbar und verläuft halt nicht geradlinig …

  7. FDominicus sagt:

    Nein, eine Großmacht kann nicht über die größe einer anderen entscheiden. Ich wüßte auch nicht warum man speziell die USA hier als “Vorbild” nennen wollte. Wieder nur das “kleinere” Übel? Sehe nicht wie es damit je besser werden kann. Macht begrenzen? Wie möglich? Klare Gewaltenteilung, damit dürfte nicht Exekutive, Judikative und Legislative alles staatliche Angestellte sein. Weitere Begrenzungen (die müssen aber auch klare Vorgehensregeln beeinhalten wenn staatliche Angestellte “mal wieder” diese verletzen). Es braucht IMHO die Möglichkeit wie in der Schweiz seinen Angestellten direkt Aufträge geben und entziehen zu können. Also braucht man mindestens mal mekr Mitspracherechte für die Bürger. Das beste Beispiel was wir (noch) haben – die Schweiz. Dann muß man die Möglichkeiten des Einflusse verringern und das bedeutet es geht kein Weg daran die Befugnisse des Staates zu beschneiden. Subventionen gehören verboten, Schuldenaufnahme außer im Verteidigungsfall verboten (und nicht so wischi waschi wie die 60% BIP Schuldenhürde), Abschaffung der Zentralbanken entzieht Staaten massiv die Möglichkeit duch Inflation die Bürger zu betrügen. Auch eine bewaffnete Bevölkerung könnte mässigend wirken. Kurz man muß die Einflußmöglichkeiten verrringern und man muß eben einmal klar stellen was eine genuine Staatsaufgabe ist und was nicht und dieser muß eben die Verfassung entsprechen… Es ist klar es wird immer die Tendenz zu Machtansammlung bei der Exekutive geben, daher muß man hier ganz besonders aufpassen. Es ist schwierig aber nicht völlig unmöglich. Im Zweifel ist das Regulativ Austritt eines Teiles von der Nation, damit wird nun einmal die Macht des größeren Staates verringert.

    Wichtige Sachen die IMHO ein Staat nicht in der Hand haben dürfte… Bildung, Geld, und ja so wenig wie möglich Steuern im Ideal nur Abgaben. Klar Geschichte ist nicht linear und schwarze Schwäne gibt es. Nur wenn man definitiv weiß wohin ein Weg führt und was das Endergebnis bisher immer gewesen ist, sollte man das durchaus als ernst annehmen und nicht versuchen zu zeigen das es “dieses Mal” anders wird.

    Ich denke das beste regulative Mittel sind die “Mittel” ergo – solange das Zahlungsmittelmonopol in staatlichen Händen ist, ist alles andere vergebens denn so gut wie ALLES steht und fällt mit dem Geld. Wer das Geld in der Hand hat herrscht. Darum darf es keine monopolistischen Eigner davon geben. Somit ist eines ganz notwendig ein sine qua non. Zentralbanken und Zahlungsmittelmonopole müssen aufgehoben werden. Und das andere ist das absolute Verbot von Schulden (außer im Verteidigungsfall)

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