Zum Poststrukturalismus

Viele Idioten von der Gender-, Soziologen- und Philosophenfront seien ja mit Marx, Michel Foucault, Judith Butler fest davon überzeugt, dass die Welt nicht von Natur aus existiert, sondern erst durch „Sprechakte“, durch „Diskurse“ geschaffen wird, schrieb der ehrenwerte Hadmut Danisch in einem gestrigen Beitrag (hier verlinkt).

Zu Foucault und Butler fällt mir nichts ein, aber Marx tut man natürlich unrecht, wenn man seinen Namen in einem Atemzug mit den beiden anderen Figuren nennt. Genderismus und Poststrukturalismus stehen nämlich im völligen Widerspruch zum Marxschen Materialismus. Marx hatte ja erkannt und war davon überzeugt, dass die objektive Wirklichkeit außerhalb und unabhängig vom menschlichen Bewusstsein existiert. (Sinngemäß sagt er passenderweise: Wie auch immer man die Welt interpretiert, man verändert sie dadurch nicht.) Menschliche Gedanken, Gefühle, Äußerungen (bzw. das Bewusstsein) sind demzufolge auf Materie zurückzuführen und liegen in der objektiven bzw. stofflich manifestierten (gesellschaftlichen) Realität begründet. Marxsches Denken wäre somit unvereinbar mit der irrigen These, dass objektiv vorhandene Gegebenheiten, z. B. materielle/physische Unterschiede oder biologische Geschlechtsmerkmale, allein mit sprachlichen Mitteln sozial „dekonstruiert“ bzw. durch Sprechakte, also durch sprachlich manifestierte Gedanken oder Gefühle, beliebig verändert werden könnten. Das wäre ja das genaue Gegenteil dessen, was Marx postulierte. Grundlage des Marxschen Denkens ist, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, nicht umgekehrt. Egal, wie lange und oft ich diskutiere, schreibe und Sprechakte vollführe, ich verändere allein dadurch die außerhalb des Bewusstseins existierende Wirklichkeit nicht. Nur das biologisch entstandene „Mannsein“ oder „Frausein“ prägt somit ein männliches oder weibliches Bewusstsein aus. Die objektive Realität lässt sich allein aus ihrer materiellen Existenz und deren Entwicklung erklären, so Marx. Poststrukturalisten leugnen somit eigentlich den Materialismus; daher würden die sich sicher auch nicht auf Marx berufen können oder wollen. Linke, sofern sie sich noch als Marxisten verstehen, müssten somit eigentlich die Gender-Ideologie als unwissenschaftlich (und unmarxistisch) verwerfen.

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2 Antworten auf Zum Poststrukturalismus

  1. FDominicus sagt:

    Wie es heute so geht können Sie auch hie verfolgen: https://www.heise.de/tp/features/Abschied-vom-binaeren-Geschlechtsmodell-3886869.html

    Lesen Sie sich die Kommentare durch, klar gibt es einige die dagegen angehen, aber die werden dann sehr gerne gleich mal kriminalisiert. Was sowieso die neue Mode erscheint. Was Sie sin andere Meinung als der gefühlte “Mainstream” , Nazi, VT-ler, hässlicher weißer Mann etc pp.

    Ich sage mir immer wieder: “Ein Pendel pendelt” trotzdem schwingt es auch immer wieder zurück, der Rückschwung wird kommen und die Gender-crap Vertreter werden es merken…

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