Kim Jong-un oder warum Bildung nichts verändert…

Jeder mochte ihn, den aufgeweckten koreanischen Schüler namens Pak-un. Er sei ein gut integrierter, intelligenter und freundlicher Bub gewesen – ein fleißiger und ehrgeiziger Schüler mit guten Umgangsformen, der sich gut in der Schweiz eingelebt hatte, fließend Schweizerdeutsch sprach und selbst auf Englisch und Französisch parlieren konnte. Wie ein Schwamm sog er die erstklassige Schulbildung in sich auf, die ihm engagierte Schweizer Lehrer vermittelten.

Ohne Zweifel ein Leistungsträger, der auch an jedem deutschen Gymnasium brilliert hätte. Ja, der junge sympathische Asiate, der sich als Sohn eines koreanischen Botschaftsangestellten ausgab, war gegen Ende der 90er Jahre der ganze Stolz seiner Lehrerschaft an der Schule „Liebefeld Steinhölzli“ in Köniz bei Bern.

Nach den Erzählungen ehemaliger Mitschüler und Lehrer fand er sich gut zurecht, überzeugte durch gute schulische Leistungen und setzte sich für Schwache ein. Seinen Schulkameraden ist er vor allem als guter Basketballspieler in Erinnerung. Seine Liebe zum Basketballspiel, das sowohl Körpereinsatz als auch Geschick und Ausdauer erfordert, hat sich der junge Mann bis heute bewahrt, der mittlerweile jedoch seinen Decknamen ab- und einige Kilos zugelegt hat und unter seinem wahren Namen Kim Jong-un nunmehr als oberster Führer und Feldherr des nordkoreanischen Regimes über Volk, Partei und Streitkräfte gebietet. Continue reading Kim Jong-un oder warum Bildung nichts verändert…