Über kleine Flaschen und große Scheine…

Man stelle sich vor, der nach den Betrugsvorwürfen gegen seinen Vorgänger ins Amt gestolperte maltesische EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz würde fordern, zur Bekämpfung des grassierenden Alkoholmissbrauchs und ungesunden Lebenswandels innerhalb der EU den Verkauf sämtlicher Spirituosen nur noch in kleinvolumigen Flaschen bis max. 150 ml zu gestatten, wobei die von der EU-Kommission empfohlene und mit einem EU-Gütesiegel versehene Schnapsflasche in Größe und Form einem kleinen Reagenzglas entsprechen solle.

Da Alkoholiker und notorische Promille-Sünder für ihre täglichen Schnaps- oder Likörrationen erwiesenermaßen zu großen 0,5- oder 0,7-Liter-Flaschen greifen, wäre eine Abschaffung dieser von Trinkern bevorzugten Flaschengrößen ein wertvoller Beitrag zur Bekämpfung des Alkoholismus, so könnte der oberste EU-Funktionär für Gesundheitsfragen seine gut gemeinte Forderung untermauern. Mit kleineren Flaschen werde schließlich auch die reine Alkoholmenge pro Verkaufseinheit herabgesetzt, wodurch automatisch die Zahl alkoholbedingter Folgeerkrankungen sinke und die dadurch verursachten volkswirtschaftlichen Verluste zurückgingen. Continue reading Über kleine Flaschen und große Scheine…