Sheeple Farm

Ein dichter Dunstschleier lag morgens über der in einem jungfräulichen tiefen Grün erstrahlenden Wiese, die bis an den nahe gelegenen Waldrand heranreichte. Nur ein Katzensprung entfernt, so hätte es vielleicht ein Mensch ausgedrückt. Im Vordergrund weideten ein paar Dutzend Schafe, die sich am köstlichen Geschmack des saftigen Grases ergötzten. Ab und zu vernahm man ein kurzes, gedämpftes Blöken.

Sheeple Farm

„Mäh, mäh. Nein, um Himmels willen. Haltet die Hufe still“, blökte der große Schafbock, unumstrittener Meinungsführer der Herde. „Wir dürfen keinerlei Misstrauen erregen und den Zweibeinern keinen Anlass geben, gegen uns vorzugehen. Wenn sie merken, wie klug wir sind und dass wir nach Freiheit streben, würden sie uns abschlachten oder uns lebend dem Untier mit dem säbelzahnartigen Gebiss zum Fraß vorwerfen. Ja, zerfleischen würden sie uns, denn unsere Sklaventreiber kennen keine Gnade.“ Zustimmendes Blöken war zu hören. Continue reading Sheeple Farm