Zur Schottlandfrage

Manchmal geraten Anmerkungen einfach zu lang. Jedenfalls geniert man sich schon fast, die in den Kommentarbereich der Blog-Postings reinzuschreiben, die einen interessieren. Schön, wenn einem dann einfällt, dass man mit dem Geschwafel auch mal wieder eine leere Seite im eigenen Blog füllen könnte. Es sind ja hier noch so viele Seiten unbeschrieben… Ob ich dieses Blog wohl jemals vollschreiben werde? ;-)
Meine Anmerkungen knüpfen also an folgenden Beitrag von Dark Lord an: Schottland – Gedanken vor und danach):
Ich denke, dass das Thema Schottland auf kleiner Flamme weiterköcheln wird. Spätestens wenn sich die in letzter Minute von Cameron abgegebenen Versprechen einer größeren Autonomie für Schottland als Bluff herausstellen sollten, wird sich – ob mit oder ohne Referendum – die Schottlandfrage möglicherweise wieder stellen. Der Sieg der Befürworter hat mich auch nicht wirklich überrascht; eher schon fand ich es bemerkenswert, wie knapp er ausfiel.

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Dateileichen – persönliche Dokumentenschau

Lest Ihr euch manchmal eure eigenen Texte durch, die Ihr vor längerer Zeit geschrieben habt? Klar, manche Formulierungen findet man noch okay, manche Texte findet man lächerlich oder würde sie heute anders schreiben, verschärfen, zuspitzen oder abschwächen. Aber schaut Ihr auch mal in richtig alte eigene Dokumente rein, die man normalerweise nie wieder aufrufen würde, weil man sie vor vielen Jahren aus irgendeinem (u. U. heute obsoleten oder nichtig erscheinenden) Anlass geschrieben hat? Ich meine keine zwangsweise geschriebenen Aufsätze oder Interpretationen aus der Schulzeit, sondern irgendwelche Alltagstexte, die man schon im Erwachsenenalter geschrieben hat.

Ich musste gestern mehrmals schallend lachen, als ich zufällig in einem alten Dokumentenordner stöberte, in den ich seit einer halben Ewigkeit nicht reingeschaut hatte. Es ist erstaunlich, was für Zeugs sich so im Laufe der Jahre in diversen Ordnern auf der Festplatte ansammelt, z. B. alte Schreiben an Vermieter, die man vor Urzeiten geschrieben und abgespeichert hat.
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102

Jedes Mal, bevor ich einen Beitrag poste, stelle ich mir die Frage: Muss das wirklich sein? So kostet es mich doch jetzt einige Mühe, die Schwelle vom 101. zum 102. Beitrag in diesem Blog zu überwinden. Ja, laut dem unbestechlichen Zählwerk im WordPress-Dashboard muss dies hier mein 102. Posting sein. Nicht viel im Vergleich mit anderen Bloggern, aber für mich als ordinäres Individuum ohne besonderes Sendungsbewusstsein ganz beachtlich. Über 100 Texte, die alle irgendwie, wenn auch gut versteckt, mit mir zu tun haben und etwas von mir preisgeben.
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Letzter Drehtag

DSCN1788_komprAls immer mehr dieser Bücherkisten und blauen Plastiksäcke ins Haus geschleppt und in der Wohnung aufgestapelt wurden, schwante mir nichts Gutes. Okay, die Gerätschaften, die sie zuvor aus dem Lkw geholt und in der Wohnung aufgestellt hatten, mussten wohl Teil ihrer Ausrüstung sein. Glänzender verchromter Metallkram, miefige Klamotten und viel Zeugs, was ich als Gerümpel ansah. Alles, was eine tüchtige Filmcrew für Aufnahmen in einer Privatwohnung braucht. Schon klar. Aber etwas stimmte trotzdem nicht. Bis zu diesem Moment hatte ich lediglich ein Gefühl innerer Spannung und Neugier verspürt. Vielleicht vermischt mit etwas Lampenfieber, obwohl – Lampenfieber trifft es nicht und soll hier lediglich in Ermangelung eines besser geeigneten Ausdrucks verwendet werden. Wenn ich recht drüber nachdenke, war es war wohl eher ein leichtes Unwohlsein, ein Druckgefühl in der Magengegend, das ich wie so oft ignorierte. Continue reading Letzter Drehtag