Statusmeldung

Nun denn. Im Blog ging es in letzter Zeit wieder etwas ruhiger zu. Lag aber in erster Linie wohl daran, dass mir da nicht mehr so viele geistreiche oder originelle Beiträge eingefallen sind. Ja gut, vorher war’s auch nicht anders. Ist aber generell auch nicht schlecht, wenn es mal etwas ruhiger zugeht im Oberstübchen bzw. im Blog auch. Hab ich ja eh immer gesagt (gähn). Ich les dann halt lieber etwas mehr, z.B. schau ich auch oft beim Dark Lord oder in andere Online-Diarien rein und lasse es geruhsamer, besinnlicher angehen. Mit etwas frischer Luft und kaltem Duschen wird das dann schon wieder. Arbeit und Struktur braucht man, genau wie es der unvergessene Wolfgang Herrndorf einst schrieb. Ja, das wird schon, ich verspreche bzw. hoffe es. Hoffen ist ja so ähnlich wie versprechen. Kann man noch gelten lassen oder? Besser gesagt: Jedes abgegebene Versprechen erzeugt eine Hoffnung auf Einhaltung des Versprechens auf Seiten des Kommunikationspartners, dem man etwas versprochen hat. Uff, das war noch leicht zu umschiffen. Hä? Ob ich mir die Texte nochmal durchlese, die ich nachts fabriziere? Nicht unbedingt, liebe Freunde und Besucher. Nicht, wenn es sich vermeiden lässt.

Habe übrigens gerade mal wieder eine kleine Geschichte bzw. einen Erlebnisbericht für Euch bei Bookrix (Titel: Ignition Mode) hochgeladen; dato noch nicht downloadbar, aber sollte baldigst verfügbar sein. Ja, nur für Euch. Ich kenn die Story ja schon. Wann wird sie freigeschaltet, also online in den Shops (gratis) verfügbar sein? Morgen, übermorgen? Denke schon. Es sei denn, aus rechtlichen Gründen usw. usf.
So harret dann voller Ungeduld aus, und fiebert dem Moment der Freischaltung entgegen. Continue reading Statusmeldung

Notiz

Auf die Frage, wie er seine Skulpturen erschaffe, soll Michelangelo einst geantwortet haben: Ich muss nichts erschaffen, denn die Skulpturen sind bereits vorhanden. Sie sind nur im Stein verborgen. Ich muss nur alles Überflüssige wegschlagen, damit sie zum Vorschein kommen.

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Auch viele Texte existieren bereits, bevor sie geschrieben sind: Quasi in weißer Schrift auf weißem Untergrund sind sie in den unergründlichen Windungen des Hirns verborgen. Ein Autor ist nur der Geburtshelfer jener Texte, die mit schwarzen Lettern aus Blöcken weißen Gedankensubstrats gemeißelt und ans Licht der Welt geholt werden. Zuweilen wäre es allerdings besser, manche Texte blieben im hintersten Winkel des Hirns verborgen, im Giftschrank des Bewusstseins eingeschlossen.

Zur Uhrenfrage

Bei mir liegen gerade zwei nutzlose Armbanduhren herum, deren Batterien den Geist aufgegeben haben. Mal wieder. Ich hasse unzuverlässige Geräte, z. B. Armbanduhren, deren Batterien gerade mal ein Jahr halten. Überlagert oder mangelnde Qualität? Die Batterien müssten mindestens für zwei Jahre gut sein.
Aber hier schaut mal: die billige China-Uhr (Abb. ganz unten): Diese Uhr war spottbillig, kostete 5 Euro (inklusive Ersatzbatterie und inklusive Versand aus Hongkong) und läuft bei mir als Sportuhr unter wirklich verschärften Bedingungen (Joggen, Radfahren) seit mehr als drei Jahren noch mit der ersten Batterie. Dies nur als Beleg oder Indiz (um nicht so anmaßend zu erscheinen) dafür, dass sich Qualität und günstige Preise nicht gegenseitig ausschließen.

Seit gestern trag ich nun diese billige Casio F-91W (mittlere Abb.; das Hochladen der Fotos funzt gerade im Blog nicht, daher die Verlinkung.) Ich liebe diese Digitaluhr, es ist ein älteres Modell, einfach und unverwüstlich. Die F-91W ist allerdings auch eine typische Terroristenuhr, die angeblich gern zum Basteln explosiver Bausätze verwendet wird. Schon der Besitz dieser Uhr reicht aus, um unter Terrorverdacht zu geraten (ggf. selbst ergoogeln!). Ich habe sie im Internet gekauft. Oder doch nicht? Hab ich die nicht irgendwann mal hier auf dem Trödelmarkt in Berlin am Ostkreuz gekauft? War da nicht ein bärtiger Verkäufer, der meinte, ich müsse mir keine Sorgen wegen der Drohnen machen, solange ich die Uhr nicht am Handgelenk trüge oder „es nicht an die große Glocke hänge“ (so oder ähnlich drückte er sich doch wohl aus). „Hä? Drohnen? Bist du Imker?“, fragte ich mit einem freundlichen, aber verständnislosen Lächeln. Der Mann lachte irre. Er sah auch etwas seltsam aus, wenn ich recht drüber nachdenke. Nannten ihn seine Standnachbarn dort nicht Ted? Na, ist auch egal, wer auch immer er war … Continue reading Zur Uhrenfrage

Don’t play it again, Jo!

Ich halte Gauck für den ungesundesten und schädlichsten Bundespräsidenten, den wir je vom Parteienkartell vor die Nase gesetzt bekamen. Ungesund und schädlich für uns. Herzog konnte man wahrlich respektieren, und Köhler war nach meiner Erinnerung auch ein guter Präsident. Über Wulff brauchen wir nicht mehr zu reden. Aber Gauck, bei dessen Aussagen oder Auftritten bei mir zumindest meist Fremdschämen angesagt ist, schlägt dem Fass den Boden aus. Verflucht, ich möchte mich eigentlich nicht schämen müssen, selbst nicht für diesen vom Volk ungewählten Präsidenten, dem offenbar sein Amt zu Kopf gestiegen ist und der meint, das Gewissen einer bis in alle Ewigkeit schuldbeladenen Nation verkörpern zu müssen – einer, der das Volk spaltet, verunglimpft, seine gutmenschlichen pastoralen Ansichten in die Welt hinausposaunt, sich ständig kenntnisfrei und unzulässigerweise in die Tagespolitik einmischt, nein – so jemanden brauche ich nicht, der ist nicht mein Präsident. Ach, wenn er doch einfach ab und zu einfach seinen Ehrgeiz zügeln und sein Maul halten ähm schweigen würde. Bitte, denken Sie nicht mal an eine zweite Amtszeit, Hochwürden Gauck. Das Leben bietet doch so viel mehr … Continue reading Don’t play it again, Jo!

Gedankensplitter

„Vor dieser Justiz muss sich niemand fürchten“, schrieb Nicolaus Fest. Doch, möchte ich vehement widersprechen: Dies trifft nur auf Straftäter zu. Die unschuldig vor Gericht Gezerrten, die Rechtschaffenen haben allen Grund, sich vor dieser Justiz zu fürchten.

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Hans-Olaf Henkel möchte nach seinem poltrigen Rücktritt vom AfD-Bundesvorstand sein Mandat als Europaabgeordneter behalten und die Partei „weiter unterstützen“. Besser nicht, kam mir in den Sinn. Wer solche innerparteilichen Unterstützer hat, braucht keine Gegner mehr.

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Von der Leyen schasst einen Berater, der es wagte, ihre Entscheidungen zu kritisieren. Mutiger Mann, der Prof. Markus Kerber, aber weder Diplomat noch Frauenkenner. Warf er ihr doch vor, vor den Franzosen zu kuschen bzw. sich bei Rüstungsprojekten mit Frankreich regelmäßig über den Tisch ziehen zu lassen und in einem aktuellen Fall unsinnigerweise 210 Mio. Euro für die Mitnutzung eines Beobachtungssatelliten zu bezahlen, den man für die Summe auch in Deutschland locker selbst (und wahrscheinlich auch besser) hätte bauen können. Voll ins Schwarze getroffen. Karriere als Regierungsberater beendet. War klar, dachte ich. Hatte mich nach dem besagten Artikel nur gefragt, wie lange es dauert, bis er vom Hof des Bendler-Blocks gejagt wird. Aber Respekt! Eine eigene kritische Meinung muss man sich auch in diesen Kreisen leisten können.