Was mit Tieren …

Mach doch mal wieder was Tieren, sagte mir neulich eine Freundin. Ein einfach nettes, lebensbejahendes Posting, wo Tiere drin vorkommen. Du kann doch gut mit Tieren und magst sie. So ist es. Nun denn:

Rinder_kompr

In Schland da leben Rinder,
doch fehlen tun Erfinder,
der Winter naht, ich brauch nen Schal,
ich klau ihn von die Kinder,
die jammern zwar, doch mir egal.

Ach wär ich doch ein Rind oder Schaf
im warmen Stall mit reichlich Heu,
ich wär doch immer auch so brav
und täte nur noch wiederkäun.

Bei Sonne, Wind und Regen,
lässt sich’s hier super leben,
ach, Deutschland ist ein Segen.

Wer blass ist um die Nase,
den plagt ne volle Blase,
oder drückt vielleicht n Ei?
Auch nicht? Na dann, juchhei!

Ausgeträumt

Befragt man das Volk, pardon, die Bürger, kann auch ein für die Initiatoren unerwünschtes Ergebnis herauskommen. Ja. Ich meine nein. Hamburg hat nein gesagt.
Nein zu Olympia, wie sich auch die Bayern vor einiger Zeit beharrlich weigerten, eine Bewerbung für die Winterspiele abzugeben. Nein zu einem weiteren Milliardengrab, und nein zur korrupten IOC-Clique. Schade, schade, dabei hätte man doch wieder mal Steuergelder in Milliardenhöhe versenken bzw. investieren können. Obwohl das doch immer so konjunkturfördernd ist. Fremder Leute Geld auszugeben, ist unbeschreiblich. Geil. Man tut Gutes, und irgendwie profitieren ja alle und haben sich lieb. Gefühlsmäßig so. Nicht zu vergessen: Brot und Spiele, in der Geschichte tausendfach bewährtes Konzept, unter dem Zeichen der bunten fünf Ringe – das gibt dem tumben Pöbel genau das, was er braucht. Gestählten und medikamentös optimierten Gladiatoren aus aller Welt zujubeln und bei dieser Gelegenheit ausnahmsweise mal ein schwarzrotgüldenes Fähnchen schwenken. Da freut sich der Michel und vergisst seine Probleme. Hat ja auch keine echten. Bei dem riesigen Wohlstand, den er teilen kann, wow! Noch besser, wenn man zum Kreis der Profiteure gehört hätte. Wen würde es kümmern, wenn nach der zweiwöchigen kommerzialisierten Freakshow die traurige Realität einzöge: negative finanzielle Schlussbilanz für den Steuerzahler (was natürlich nicht für den IOC gilt), gestiegene Mieten. Verrotten dann die teuer errichtete Sportanlagen, wie in Athen und anderen Austragungsorten solcher Großveranstaltungen zu besichtigen ist? Nicht auszuschließen. Das wär dann halt eben eine negative Entwicklung, die man so nicht erwartet hätte. Ach, diese ganzen kleingeistigen Pfennigfuchser! Die sehen ja den großen Image-Gewinn gar nicht. Die ganze Welt wäre dann bei uns zu Hause. Hmm, was ja eigentlich schon der Fall ist.
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