Hard-Hammered Dreamland

Ich ließ mir eine scharfe Klinge aus valyrischem Stahl schmieden. Dies sei der beste Stahl, der für Gold noch zu bekommen sei, hatte mir der Gnom versichert, der mir im Traum erschienen war. Hundertfach gefalteter Stahl, mit sonderbaren Legierungszusätzen, nach den Methoden der alten Meister raffiniert und handgeschmiedet. Ich habe vergessen, was der Zwerg sonst noch sagte. Sicher sagte er noch viele kluge Dinge – das tun sie immer – aber ich erinnere mich an kaum etwas. Er mochte mich, war mir wohlgesinnt, denke ich. Hätte er mir sonst zum Schwert geraten? Nur an den Klang der Musik, die den Raum erfüllte, erinnere ich mich. Das Schwert, das ich daraufhin anfertigen ließ, war nicht scharf genug. Es konnte die solide Rüstung der Eisenmänner nicht durchdringen. Oder war ich zu schwach? Nutze doch andere Waffen, meinte der Gnom in der folgenden Nacht. Welche Waffen? Ich habe keine, erwiderte ich. Als Kinder fanden wir beim Spielen einst eine verrostete Weltkriegspistole im Mühlenbach, erzählte ich dem Gnom. Im Mühlenbach? Nein, so hieß der Bach sicher nicht. Egal. Aber jemand muss diese Pistole nach dem letzten großen Krieg, dem vorerst letzten, dort versenkt haben. Sie war natürlich nicht mehr zu gebrauchen, auch der Verschluss ließ sich trotz sorgfältiger Säuberung nicht mehr bewegen. Höchstens ein winziges Stückchen, glaube ich. Im Schlamm vergraben hatte sie seit vielen Jahren dagelegen. Wem sie wohl gehört haben mochte, frage ich mich damals. Das ist natürlich ewig lange her, das Alteisen ist längst entsorgt. Aus der Erinnerung und anhand von Bildern habe ich sie später als eine P38 identifiziert.
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