Die Letzten ihrer Art

„Hmm, diese Terraner  …“, murmelte der Necromonger, der als erster Wissenschaftsoffizier der anatomischen Abteilung auf dem schweren Raumkreuzer 33QW-Alpha seinen Dienst versah. Gerade setzte er sein Laserskalpell zu einem präzisen Schnitt auf der bleichen Haut des warmen, noch zuckenden Körpers an. „Man muss sich doch wundern, wie es eine Zivilisation solch primitiver Wesen überhaupt geschafft hat, so lange auf diesem Planeten zu existieren, ohne sich selbst auszulöschen. Ihren Heimatplaneten haben sie doch ziemlich umgekrempelt, um nicht zu sagen, zugemüllt und verwüstet. Die Qualität des genetischen Materials dieser humanoiden Kreaturen liegt auch unter unserem gewohnten Standard.“ In diesem Winkel der Galaxis scheint Vernunft zudem rar gesät zu sein, sponn er seinen Gedanken weiter. Könnte wohl eine Auswirkung des ungewöhnlichen Strahlungsspektrums der hiesigen Sonne sein, vielleicht hängt es auch mit fehlenden Spurenelementen oder Mineralien in den Böden oder atmosphärischen Besonderheiten zusammen. Nicht mal Quecksilbersümpfe gab es auf diesem räudigen Planeten. Er warf einen Blick auf die Werte auf dem Bildschirm. Ein hauptsächlich aus Stickstoff und Sauerstoff bestehendes Gemisch, dazu geringe Anteile von Argon und Kohlendioxid. Schon ungewöhnlich, eine Laune des Universums, die diese selbstzerstörerisch agierenden Säuger hier am Rand der bewohnten Sektoren hervorgebracht hat. „Nur noch einige letzte Präparate für meine zoologische Sammlung und die Datenkristalle mit den Aufzeichnungen ins Archiv einstellen; dann sind wir hier fertig.“ Es war nicht klar, ob er zu sich selbst oder zu der neben ihm stehenden hochgewachsenen Gestalt gesprochen hatte. Continue reading Die Letzten ihrer Art

In eigener Sache

Ich muss jetzt zwischendurch doch mal was loswerden bzw. was in eigener Sache schreiben, was viele hier vielleicht schockieren oder zumindest einigermaßen überraschen wird. Oder vielleicht auch nicht, denn Leute, die mich kennen, wissen ja eigentlich oder müssten wissen, was sie von mir zu halten haben oder wie sie mich nehmen müssen und was ich für ein Mensch bin. Kein schlechter jedenfalls oder? Ach ist ja auch egal, jedenfalls müssen manche Dinge trotzdem mal klipp und klar gesagt werden, auch wenn man damit den einen oder anderen Freund, Bekannten oder Leser vor den Kopf stößt oder dessen Gefühle verletzt, was dann dazu führt, dass die nichts mehr mit einem zu tun haben wollen. Man weiß ja oft nicht, wie sensibel oder tolerant der eine oder andere da wirklich ist. Hab lange drüber nachgedacht, ob ich das überhaupt mal schreiben soll. Aber mir ist gerade so. Manche wussten es vielleicht schon, andere ahnten es oder hatten diesbezüglich einen leisen Verdacht. Ja? Wenn, dann wart Ihr so taktvoll, es nicht zu erwähnen. Oder es war euch sowieso egal. Okay, auch gut so, aber jedenfalls will ich euch auch nicht anlügen. Das wäre nicht fair, und darum mach ich mich jetzt mal ehrlich, selbst wenn ich auf Ablehnung stoße oder folgendes Bekenntnis mein Image irreparabel beschädigen sollte. Damit muss ich dann leben.
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Vermischtes

Was mir des Öfteren auffällt, ist, dass ich die Handlung vieler Bücher, die ich in meiner Jugend oder Kindheit mit Begeisterung gelesen habe, völlig vergessen habe. Oder verdrängt? Gut, es gab da auch eine lange Lücke in meiner Lesehistorie. Ich hatte ja lange Zeit gar nichts gelesen. Ich glaub, das ging vielen so oder? Irgendwann mit 14 oder so, jedenfalls in dem für Jungs kritischen Alter, hörte ich schlagartig auf zu lesen und hab dann erst viel später wieder ein gewisses Interesse an Literatur entwickelt. Ich will nicht sagen, dass ich es für Zeitverschwendung gehalten habe, aber es waren eben andere Dinge wichtiger. Irgendwie fiel mir dann auf, dass viele Autoren aus meiner Kindheit irgendwie verschwunden sind. Ich meine, dass viele auch nicht mehr verlegt werden, obwohl die schon gut waren. Speziell auf den SF-Bereich bezogen. Continue reading Vermischtes