Zu den französischen Präsidentschaftswahlen

Ein paar ungeordnete Gedanken und Anmerkungen zum Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen:
Die zwei siegreichen Anti-Establishment-Kandidaten, die angetreten sind, gehen also in die Stichwahl im Mai. Der führende Emmanuel Macron, ein Ex-Sozialist, bei uns würde er wohl als Sozialdemokrat gelten, der wohl auch die Stichwahl gewinnen wird, hat sich in rasend schneller Zeit als unabhängiger linksliberaler Kandidat etabliert, obwohl er unter Hollande schon Wirtschaftsminister war. Erst irgendwann 2016 hat Macron seinen Rücktritt und dann seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen erklärt; der ist quasi wie Kai aus der Kiste gesprungen. Er hat keine Partei hinter sich, sondern wohl eine Art politische Bewegung und Sponsoren, die seinen Wahlkampf finanziert haben. Wahlkampf ist ja irrsinnig teuer.
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