Neues aus der Framingforschung …


Erst wenn die letzte Technologie aus Deutschland geplättet ist, werden klimastreikende Schüler und Schülerinnen eventuell verstehen, dass sich Framing Manuals und Anton Hofreiter nicht exportieren lassen. Vielleicht arbeiten diese ehemaligen Schüler dann aber auch zufrieden in der Arbeitsversicherung, dem Wohlfunk oder ihrem eigenen Einstein-Institut an der Dekonstruktion des privatkapitalistischen Frames „Wohlstand”. …
Quelle: Alexander Wendt (Publico)

Splitter

… Die Folgen der Einwanderung werden von Nassehi pauschal als „Modernisierungsprozeß“ beschrieben. …
Aus TV-Kritik: Die Heimat der anderen, aus JF, 26.02.2019

Wenn wir uns anstrengen, werden wir bestimmt bald so modern wie Somalia, Eritrea oder Pakistan. Notfalls muss man natürlich noch die ganzen Modernisierungsverweigerer aus dem Wege räumen, die der irrigen Ansicht sind, dass sie als Deutsche in Deutschland ein Heimatrecht hätten … Haha, wie lachhaft. Wo doch jeder weiß, dass Heimat nur ein ausgrenzendes soziales Konstrukt ist.
Der Vorteil eines Soziologidiotendaseins im universitären und medialen Elfenbeinturm besteht wohl darin, nicht oder nur selten in die Verlegenheit zu geraten, mit der von normalen Menschen erlebten Realität in Konflikt zu kommen bzw. nicht mit den Opfern des umjubelten Modernisierungsprozesses zusammenzutreffen, etwa überlebenden Opfern oder Angehörigen der Ermordeten oder gar den Steuer-, Abgaben und Gebührenzahlern, die dank  dieses Modernisierungsprozesses trotz rekordhoher Steuereinnahmen mit einer vergammelnden Infrastruktur zu kämpfen haben und von bezahlbarem Wohnraum, verlässlicher Energieversorgung, pünktlichen öffentlichen Transportmitteln, guter Bildung und all diesen „ewig gestrigen“ Dingen nur noch träumen können. Aber die Crux bei der globalistisch geprägten „Modernisierung“ der europäischen Gesellschaften ist eben, dass man selbige zunächst zerschlagen, sprich „dekonstruieren“ muss, bevor man sie dann in einem multiethnischen Experiment (Y. Mounk) aus möglichst divers zusammengewürfelten Probanden auf atomarer Ebene neu zusammensetzt. Na dann: Auf zum Atom, wie Radioactive Man (Simpsons) auszurufen pflegte …

Old Fasthand (Outtake)

In den letzten Tagen waren die Läufe unserer Gewehre nie erkaltet. Doch letztlich würde all unser Widerstand nichts nützen, auch die größten Opfer der mutigen Sioux-Krieger würden vergeblich sein, das ahnten wir. Nach all der Zeit hatten wir jedoch bis zu diesem Tage unsere Zuversicht noch nicht verloren. Ich hatte mich wie immer auf meinen 25-schüssigen Henry-Stutzen verlassen, der mir in Gefechten mit feindlichen Indsmen und Bütteln der vertragsbrüchigen Regierungsbehörden schon oft gute Dienste geleistet hatte. Indianer gingen stolz, ohne Jammern oder Wehklagen in die ewigen Jagdgründe ein, während die überlebenden Blauröcke, die zumeist in Überzahl oder aus dem Hinterhalt angegriffen hatten, uns anflehten, man möge sie am Leben lassen, sie hätten nur Befehle ausgeführt und ihren Job erledigen wollen. Half ihnen nichts. Hätten besser geschwiegen. Den Henry-Stutzen, diese vorzüglich gearbeitete und präzise schießende Waffe hatte mir einst dieser einsame Westmann überlassen, bevor er an einer Blutvergiftung starb, die er sich an einem rostigen Nagel eines Weidezauns zugezogen hatte. Ein Mann aus dem fernen Deutschland war er gewesen, so wie ich.
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Steinernes Bekenntnis (II)

Ich laufe ja meist in der Natur, fast nie in der Stadt. Da geraten mir beim Joggen manchmal kleine Steinchen in die Laufschuhe. Das ist störend. Man trabt irgendwo auf einem Gartenweg oder einer unbefestigten Straße entlang, und dort liegt immer etwas Splitt oder grobkörniger Kies herum. Da muss man mit leben, klar. Nun werden aber immer mal ein paar kleine Steinchen von der einen Sohle des Sportschuhs ein paar Zentimeter hochgeschleudert und landen wie zufällig genau in dem Spalt zwischen dem Rand des anderen Schuhs und der Socke oberhalb des Knöchels. Die Laufschuhe hat man meist nicht so fest geschnürt, dass sie dicht am Knöchel anliegen, daher kann ein solches Steinchen bei den nächsten Schritten seitlich immer tiefer in den Schuh hinein rutschen, wenn man Pech hat. Manchmal fällt es auch gleich heraus. Dann hat man Glück. Leider ist es ja so, dass man öfter Pech als Glück hat. Aber auch dann kann man sich arrangieren. Ich hasse es, meinen Lauf wegen eines Steinchens zu unterbrechen. Wenn es auf den ersten Metern passiert, ist es kein Ding. Da hält man an und schnürt die Schuhe neu. Mitten im Lauf sieht das schon anders aus. Da hat man keinen Bock, wegen eines Steinchens aus dem Rhythmus zu kommen und einen guten Lauf zu unterbrechen. Nur in Ausnahmefällen mache ich kurz Halt, um besonders spitze oder große Steinchen aus dem Schuh zu entfernen. Meistens laufe ich weiter und ignoriere das durch den Fremdkörper ausgelöste störende Gefühl, dann rutscht das Steinchen mit der Zeit unter die Innensohle oder an den Rand des Fußbetts oder zur Ferse, wo es bis zum Ende des Laufs liegen bleibt. Man muss nicht jeden störenden Einfluss eliminieren. Härtet zudem die Fußsohlen ab. Wenn ich dann nach dem Lauf zu Hause ankomme, drehe ich den Schuh um und sehe zu, wie das Steinchen herauskullert. Ich werfe es auf den Rasen vor unseren Balkon, zu den hiesigen Steinchen. So manches fremde Steinchen ist schon einen langen Weg mit mir gegangen …

Thomas de Maizière

Für die Nachwelt erhaltenswert. Ex-Minister und Opportunist, wie er im Buche steht, der sich seine Lebenslüge zusammenzimmert. Schon ziemlich dreist, jetzt zu behaupten, man habe mit der Grenzöffnung 2015 nur auf die „Stimmungen“ der Deutschen reagiert, quasi dem „Volkswillen“ entsprochen. Anstandshalber sollte man wenigstens eine Generation warten, bevor man Geschichte umschreibt bzw. kreativ umdeutet.

Hier aber von Michael Klonovsky treffend kommentiert.
(Ex-)Bundesinnenminister Thomas de Maizière räumt … ein, dass die Bundesregierung sich in der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 “von Stimmungen leiten lassen” habe – so der Minister gegenüber der Bild-Zeitung –, statt “nüchterner” zu handeln.  …
Die Regierung hätte rigide Maßnahmen unter dem Druck der Volksmilde schnell wieder zurücknehmen müssen, vermutet der Minister, was wiederum eine “Sogwirkung” erzeugt haben würde. 

Bemerkenswert ist an de Maizières Aussage ist, dass er den Deutschen eine Mitschuld daran gibt, wenn in ihren Straßen, Parks und öffentlichen Verkehrsmittel nunmehr die Darwin awards eröffnet sind, von denen ein fröhlicher Opportunist im Range eines Ministers naturgemäß nichts mitbekommt. Lag jener Engländer, der Deutschland einen “Hippie-Staat” nannte, am Ende gar nicht so verkehrt?

Vermutete Stimmungen in der Bevölkerung, das ist nun freilich ein sonderbares Kriterium für politisches Handeln, zumal solche Stimmungen ja sonst kaum ins Gewicht fallen. Tatsächlich hat die Regierung primär auf Stimmungen in der Öffentlichkeit reagiert, also in jenem Teil der Bevölkerung, der medial tatsächlich repräsentiert wird, dem “Überbau”, jener bunten, oftmals staatsalimentierten Gaukler-Welt aus Medien, Parteiapparaten, Stiftungen, Verlagen, Kulturinstitutionen, Kirchen, Universitäten, Gewerkschaften etc. pp., dem all jene “Wir sind mehr”- oder “Wir sind viele”-Krakeeler entstammen, denen heute die Luft dünn wird und bei denen die Angst wächst vor dem seinerseits wachsenden Erfolg der Rechtspopulisten, weil die ihnen die Subventionen streichen werden, sobald sie irgendwo regieren. Die Regierung handelte im selben witternden Modus wie beim Atomausstieg. Dass die Stimmung eines durch und durch parasitären Milieus, dessen Anteil an der gesellschaftlichen Wertschöpfung ungefähr dem Merkelschen Anteil an der Veredelung der deutschen Sprache entspricht, dass dieses Milieu die bislang katastrophalsten Entscheidungen einer Bundesregierung herbeizwingen konnte, illustriert sehr plakativ, dass die Agenten der kulturellen Hegemonie und Invasoren des vorpolitischen Raumes von Gramsci bis Dutschke die richtige Strategie hatten. In medial gelenkten Gesellschaften herrscht derjenige, der über die Stimmung im öffentlichen Raum gebietet und die Regierenden zum Apportieren zwingen kann. Dass sie dabei am eigenen Ast sägen, ist Linken eigentümlich.

Quelle: https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1062-14-februar-2019
(Hervorhebung im Text von mir)

Zum ARD Framing-Handbuch

Die ARD hat sich einen Troll-Leitfaden als moralische Argumentationshilfe zur Rechtfertigung ihrer nutzlosen, wenn nicht sogar schädlichen Existenz und weiterer Beitragserhöhungen erstellen lassen. Im Grunde eine moralische Bankrotterklärung: Der (Staats-)Rundfunk richtet seine Aktivitäten nunmehr gegen seinen ausgewiesenen Feind, den (zwangsweise rekrutierten) Gebührenzahler.

Geliefert wie bestellt …

So ein Pech aber auch: Flüchtlingshelfer (74) muss Wohnung für Flüchtlinge räumen. So ärgerlich die Umquartierung in eine kleinere Wohnung im Einzelfall für den betroffenen Flüchtlingshelfer auch sein mag, so muss hier gelten: Wer die moralische Dividende einstreicht, soll auch den Preis seines Anteils bezahlen. Einheit von Wort und Tat, so hieß es in der DDR immer, d. h. wenn du große Töne spuckst, sei auch bereit, die Konsequenzen zu tragen. Genau so hätte man es bei den sog. Flüchtlingsbürgschaften auch durchsetzen müssen, deren Kosten wohl, wenn ich recht informiert bin, natürlich auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Sich im Glanze der moralischen Überlegenheit sonnen, aber die Konsequenzen scheuen und Lasten auf fremde Schultern abladen, so hat man es hierzulande, insbesondere bei den Grünen und Salonlinken, bekanntlich am liebsten. Ich hingegen sage klipp und klar: Solange noch ein einziges afrikanisches Kind in einer kargen Lehmhütte an einem übrig gebliebenen Reiskorn knabbert, sollte es für engagierte männliche, weibliche und drittgeschlechtliche weißdeutsche Flüchtlingshelferinnen, die unverdient, allein durch die Gnade der späten (oder zu frühen) Geburt begründet, noch in fürstlich ausgestatteten 150-Quadratmeter-Mietwohnungen residieren, eine Frage von Ehre (und Respekt) sein, durch Freigabe dringend benötigten kommunalen Wohnraums ihren fairen Anteil zur Rettung der Welt zu leisten. Perspektivisch könnte man ohnehin darüber nachdenken, ob nicht eine streng kasernierte Unterbringung aller Flüchtlingshelferinnen in der Nähe ihrer Schützlinge die effektivere Lösung zum Gelingen einer bestmöglichen Teilhabe aller zu uns Kommenden wäre.

Merkel warnt Deutschland …

Entbehrt nicht einer gewissen Komik. Merkel warnt Deutschland vor den Folgen ihrer Politik: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern.“ Im Münchner Merkur so gelesen.
Schätze, dass sich Merkel auf ihre Karriere als „elder stateswoman“ vorbereitet und sich in rhetorischen Absetzbewegungen übt. Von einer Frau Merkel als Warnerin und Mahnerin dürften wir in Zukunft noch mehr hören. Karrenbauer darf dann vorerst versuchen, die Karre aus dem merkelschen Dreck zu ziehen. Vergeblich natürlich. Es wird schon bald heißen, sie habe das „Erbe Merkels“ verspielt. Aber so läuft das Spiel halt. Unstrittig natürlich die andernorts kolportierte Aussage, dass Kramp-Karrenbauer die Fortsetzung Merkels mit anderen Mitteln sei.