Flugzeugträger

Die „Heimsuchung aus der Uckermark“ (Leser ***) gelüstet es nach einem deutschen Flugzeugträger. Der Scherz ist naheliegend, aber gut, und Hadmut Danisch hat ihn als erster gemacht: „Ob Merkel klar ist, dass das gleichzeitig Flughafen und Schiff ist, also quasi die Kreuzung aus BER und Gorch Fock?“
Michael Klonovsky – Acta Diurna

Die Meldung hatte ich auch gelesen … Merkels neues Denken? Eine Wende zur Kanonenbootpolitik? Na, kaum anzunehmen, dass solch eine Schnapsidee auf Merkels Mist gewachsen ist, dachte ich mir schon. Erst jetzt hatte ich mich dazu bequemt, auf die Ursprungsmeldung zu klicken. Und sieh da: In der zweiten Zeile steht ja auch des Rätsels Lösung: „Sie will einen Flugzeugträger – in Zusammenarbeit mit Frankreich.“
Klar, natürlich nicht Merkel, sondern Macron gelüstet es nach einem neuen Flugzeugträger; da Bruder Macron bzw. sein Staat momentan ziemlich klamm ist, will er sich das Prestigeprojekt möglichst von Deutschland finanzieren lassen – man weiß ja, wie das läuft: Es wird als Projekt der europäischen Zusammenarbeit deklariert, die Deutschen zahlen, und Frankreich übernimmt dann. Einen etwas in der Jahre gekommen atombetriebenen Flugzeugträger hat ja Frankreich schon …   Der neue von Deutschland entwickelte bzw. bezahlte europäische Flugzeugträger wird dann sicher über einen klimaneutralen Pedalantrieb verfügen. Okay, genug davon.

Prima Klima

Als Jugendlicher ist man gut beraten, sich von Initiativen oder Kampagnen fernzuhalten, die von der obersten Politführung gefördert oder mit einhelligem Beifall bedacht werden, so wie in der Vergangenheit z. B. die Kulturrevolution oder die Spatzenkampagne in China, Aufrufe zur Meldung von Spionen, Saboteuren und Volksfeinden in der Sowjetunion oder die stets penetrante Werbung für militärische Berufe (zur Friedenssicherung), d. h. Rekrutierung von Kanonenfutter damals in der DDR. Staatliche Gehirnwäsche richtet sich leider meist an eine begeisterungsfähige und leicht zu beeinflussende Jugend.
Da müssten doch sämtliche Alarmglocken läuten, wenn das freitägliche Schulschwänzen für’s Klima von Figuren wie Merkel und Steinmeier u. a. beklatscht und bejubelt wird.  Politische Untote, die abgewirtschaftet haben wie Merkel oder umstritten sind wie Steinmeier, wenn solche Systemprotagonisten das fröhliche Schulschwänzen mit Klima-Gretel gutheißen, würde mich dies als normal denkender oder wie auch immer rebellischer Schüler schon mal sehr misstrauisch stimmen. Daher sollte man vielleicht genau das Gegenteil von dem tun, was Politbonzen propagieren, die bereits ihr halbes Leben lang an ihren Sesseln kleben und nicht von den Schalthebeln der Macht lassen können.
Könnte ja sein, dass es Merkel und Steinmeier ganz gut in den Kram passt, wenn die Jugend rein emotional bewegt, durch Stimmungen beeinflussbar und ansonsten unwissend bleibt.
Als Schüler würde ich jetzt vielleicht eher auf den Gedanken kommen, insbesondere freitags zur Schule zu gehen – um z. B. mehr Wissen über’s Klima und dessen Wandel zu erwerben. Dem System die Arschkarte zeigen, indem man zur Schule geht! Na wie klingt das? Hmm. Einen hab ich noch: Was will ein klimaerwärmter Schulschwänzer mal werden, wenn er groß ist? Ein roter Zwerg.

Weltmarktführer (2)

Gestern lief ja eine Meldung über die Bildschirme, der zufolge BMW und Daimler eine Kooperation in Sachen autonomes Fahren geschlossen hätten, um den US-Amerikanern in dieser Sparte den Rang abzulaufen. Fragt sich nur, ob die selbstlenkenden Fahrzeuge von BMW und Daimler dann noch Motoren haben bzw. wie weit und wohin man mit einer klimaneutral betriebenen deutschen Pappkiste dann noch fahren kann oder darf. Dank Politik und Umweltfanatikern dürften die hiesigen Autokonzerne in Kürze kein weltmarkt- und zukunftsfähiges Antriebskonzept mehr haben. Es genügt auch ein Blick auf den Zustand der (Berliner) Straßen, um zu erkennen, wie sehr das Gerede vom autonomen Fahren den früheren Erfolgsankündigungen ähnelt, als man dem Erich Honecker damals einen handgeschnitzten Speicherchip auf der Leipziger Messe als Beleg für das erreichte Weltklasseniveau der DDR-Mikroelektronik und Computertechnik präsentierte.
Apropos Plan: Was ist denn aus den fliegenden Taxis geworden, die unsere Digitalministerin in Aussicht gestellt hatte? Wann kommen die? Da würde man die Kosten für die Instandhaltung der Straßen sparen. Ich gucke ja schon immer mal nach oben, ob ich ein öffentliches Luftnahtransportvehikel sehe, hmm …