Warum ich diesen Staat verabscheue ….

Nicht in erster Linie, weil er seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllt, im Gegenzug aber immer fordernder, repressiver und unmäßiger in seinen Ansprüchen wird. Das habe ich nicht anders erwartet. Sondern weil er spaltet, uns voneinander trennt und in entgegengesetzte Ecken treibt. Ein Staat, auch wenn er in seinen inneren Funktionen versagt und nach außen nur eingeschränkt souverän ist, sollte wenigstens sein Volk nicht spalten, sonst ist er schädlich. Der hiesige Staat spaltet und entwickelt totalitäre Neigungen, unablässig identifiziert er aus seinem Bestand immer wieder angebliche Feinde, Extremisten, Leugner von irgendwas, wobei immer mehr und mehr missliebige Personen und Gruppen abbröckeln, abgesondert und öffentlichkeitswirksam ausgestoßen werden, sofern sie sich nicht auf Linie bringen oder neutralisieren lassen. Mittels konditionierter Medien und öffentlich präsentierter oder inszenierter Figuren manipuliert er, wiegelt auf und bringt uns gegeneinander in Stellung, so dass wir in eine unversöhnliche Gegnerschaft zueinander getrieben werden.

Auch wenn man sich nicht beteiligen, sondern nur in Ruhe gelassen werden will, kann man sich den täglichen Provokationen, den Anschlägen auf den gesunden, ungetrübten Menschenverstand auf Dauer nicht entziehen und wird in dichotomes Denken gezwungen. Man kann sich nicht verleugnen. Man muss Stellung beziehen. Alles wäre sinnlos gewesen, wenn man sich jetzt wieder einem repressiven Regime, wenn auch bislang noch moderater Prägung, unterordnet. Wenn schon Risse und Bruchlinien den eigenen Freundes- und Familienkreis durchziehen wie der einstige deutsch-deutsche Grenzschutzwall, kann man diese Entwicklung nicht mehr ignorieren.  Man wird niemanden in Ruhe lassen, denn man wehrt sich nicht, sondern wählt sogar immer noch dieselben Parteien, die für diese Zustände verantwortlich sind. Wie endet das? Man wird es auf die Spitze treiben, denn man lässt es zu, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.