Berlin, Berlin

Berlin ist immer ein schwieriges Thema. Weiß man immer nicht, ob man überhaupt noch was dazu schreiben soll. Hier passiert ja einiges, aber Berlin ist eigentlich nur Morast, Sumpf – und im Sumpf da leben bekanntlich nur die Moorhühner und sonstige Kackvögel … Das macht dann natürlich keinen rechten Spaß zu schreiben, und die anderen Kinder können das nicht lesen, wenn die Eltern denen dann verbieten, dieses Blog zu lesen. Wo ich das doch alles nur für euch schreibe (seufz, heul).

Okay, ich könnte z. B. heute schreiben, dass mir im Zusammenhang mit dem angeblichen Sexismusskandal der Berliner CDU wieder aufgefallen ist, wie verweifelt die Lage dort sein muss. Da die Personaldecke wegen der vielen Austritte und Karteileichen bekanntermaßen allerorten dünn ist, wird jungen Ehrgeizlingen allzu schnell der Weg zu einer Parteikarriere geebnet. Dass dies auch schnell mal schief gehen kann, sieht man hier.

Die CDU-Altmännerriege förderte also in B. eine aufstrebende Jungpolitikerin, die nun wiederum nichts Besseres zu tun hat, als gegen ihre Parteifreunde zu intrigieren und sie in der Öffentlichkeit als Sexisten anzuklagen … (Link zum Nachlesen; ich verzichte auf Einzelheiten wegen Belanglosigkeit). Der Fall verdeutlicht m. E. etwas, was ich zuvor schon sinngemäß schrieb: Es erweist sich als Fehler, unreifen Früchtchen nur aus Image-Gründen den unverdienten Weg zu einer Parteikarriere zu ebnen. Nicht nur wegen des kurioserweise oft übersteigerten Selbstbewusstseins, der fehlenden Erfahrungen (in fast allen Bereichen), sondern auch weil derartige männl. oder weibl. Karrieristen keinerlei Loyalität ihrer Partei gegenüber empfinden und deren Werte (sofern noch rudimentär vorhanden) nicht teilen. Die Ex-Volksparteien sind entkernt und nur noch austauschbare Hüllen zum Stimmenfang. Die Mitgliedschaft in einer politischen Altpartei wird höchstens als Karrieresprungbrett für opportunistische Egozentriker(innen) genutzt. Zu besehen übrigens auch an etlichen Parteikollegen des bunten Piratenvogels, die auch schon längst an die Fleischtöpfe anderer Parteien gewechselt waren, als der Latzhosenmörder seine leichenbefüllte Sackkarre noch munter durchs nächtliche Berlin geschoben hat. Andererseits ist es löblich, wenn auch Quereinsteiger und Minderbemittelte in der Lokalpolitik ihre Chance bekommen. Hauptsache, nicht rechts. Das geht dann natürlich nicht. Aber all das kann ich natürlich so nicht schreiben, zumal Berlin immer ein schwieriges Thema ist (siehe oben).

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>