Kategorie-Archiv: Allgemeines

Presseabfall …

Ein hier einwohnender Nachbar von robuster Gestalt trägt mehrmals wöchentlich diverse Tageszeitungen aus und hinterlässt mir nach seiner Tour immer aktuelle Ausgaben verschiedener Zeitungen im Briefkasten. Merkelpresse – für informationell Abgehängte, ausgetragen von finanziell Abgehängten. Das ist so nice, very nice; und es macht mich happy, bedanke ich mich. Nur aus Zeitnot schaffe ich es leider meist nicht, die gründlich zu lesen, so lüge ich ihn an. Der Mann meint es nur gut. Denkt, er tut mir was Gutes.  Ich sage ihm nicht, dass er mit der Verteilung dieser Propagandablätter dazu beiträgt, seine eigene Existenzgrundlage und die seiner Nachkommen zu zerstören. Und last, but not least, die Umwelt natürlich auch, ah ja … Continue reading Presseabfall …

Reisewarnung

In irgendeiner Einwickelzeitung las ich vor einigen Tagen, dass offizielle Vertreter der Türkei immer öfter in Berlin vorstellig würden und die zuständigen Politiker der Merkel-Administration bedrängten oder aufforderten, endlich die noch bestehenden coronabedingten Reisebeschränkungen oder -warnungen für willige Türkeiurlauber aus Germanistan aufzuheben.
Man erkennt, dass (offizielle oder vom Amts wegen erlassene) Reisewarnungen die einzige Waffe bzw. das letzte verbliebene außenpolitische Druckmittel der BRD sind. Wenn Berlin Reisewarnungen an gebietsansässige Inhabitanten ausspricht (oder vielleicht etwas länger als nötig aufrechterhält) und deren Urlaubsreisen in bestimmte Länder (aus beliebigen Gründen) beschränkt, könnte man damit vielleicht auch die Absicht verfolgen, die betreffenden Zielreiseländer finanziell zu bestrafen bzw. indirekt unter Druck zu setzen, falls und insoweit solche Volkswirtschaften auf Einnahmen aus dem deutschen Massentourismus dringend angewiesen sind. Natürlich nur, solange es hierzulande noch solvente Urlaubskandidaten in ausreichender Zahl gibt. Andere Möglichkeiten hat man auch nicht (mehr).

Nummer Eins schweigt … (II)

Warum also hält sich Merkel bedeckt, obwohl sie doch die bestehenden und angedrohten US-Sanktionen nutzen könnte, um innerhalb Europas auch um solidarische Unterstützung zu werben, die doch ständig von anderen EU-Staaten eingefordert wird? Sie könnte die Vorlage auch nutzen, um gegen Trump mobil zu machen, was von Presse und Medien goutiert und mit geballter Macht der Kolumnen beklatscht worden wäre. In entsprechend fokussierten Empörungsartikeln könnte man diese rechtswidrigen Sanktionen und deren Verschärfung thematisieren und allein der Trump-Präsidentschaft anlasten.
Narrativ-Vorschlag: Trump, die imperialistische Marionette und der Feind aller geläuterten Völker, will uns energetisch aushungern!
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Impfschutz

Schule, Ausbildung, Wehrdienst, Studium und Berufsleben in der DDR waren immer auch eine Impfung – eine ganzheitliche, lebenslang wirkende Grundimmunisierung gegen Totalitarismus, Sozialismus und Verlogenheit. Auch wenn die Injektionen teilweise schmerzhaft waren, bin ich für diesen Impfschutz heute dankbar. Danke liebe Lehrer, Parteifunktionäre, Offiziere, Dozenten, sozialistische Leiter et. al. Wer den Sozialismus bewusst er- bzw. gelebt hat, ist (im Erlebensfalle) geheilt und vor künftigen Ansteckungen geschützt, es sei denn, die Person war noch zu jung, um zu verstehen, oder sie spielte als überzeugter Erfüllungsgehilfe bzw. Täter* die Rolle eines gut geölten Rädchens im Getriebe dieses Repressionsapparats …
* Weibliches Tätergeschlecht gilt als inbegriffen.

It’s Party Time …

In Deutschland (Stuttgart) wie auch in Frankreich (Dijon) zeigte sich, dass die Polizei, die von weiten Teilen linker Medien als „rassistische Polizei des weißen  Mannes“ verunglimpft und geschmäht wird, im Falle unerwarterer Gewaltausbrüche bzw. massierter urbaner Ausschreitungen mit oder zwischen kriminellen Elementen kaum noch in der Lage ist, das Gewaltmonopol des Staates flächendeckend durchzusetzen, sich selbst vor Prügel und die Bevölkerung vor Plünderungen und Brandschatzungen zu schützen. Die herrschende Politik tut mit abwiegelnden und verschleiernden Formulierungen ihr Übriges (Narrativ: Junge (gelangweilte oder beruflich benachteiligte) Männer aus der Party- und Eventszene schlagen mal über die Stränge).  Das an früherer Stelle erwähnte Rassismus-Narrativ muss dabei die Polizei zusätzlich verunsichern und schwächen. Der Motivation eines Polizisten ist es sicherlich nicht zuträglich, wenn er wie in Berlin jederzeit damit rechnen muss, nach der Kontrolle eines Verdächtigen möglicherweise wegen Diskriminierung belangt zu werden. Auf den Knien rutschend wird die Polizei den prügelnden, plündernden, brandschatzenden Mob nicht aufhalten können.

Guck mal, wer da kniet …

Ein Kniefall ist immer eine Unterwerfungsgeste oder ein Zeichen von Vergötterung bzw. höchster Bewunderung. Als kollektive oder symbolische Entschuldigung für einen Fall von Polizeigewalt oder koloniale Erbsünden taugt der Kniefall hingegen nicht. Bestenfalls macht man sich nur lächerlich, wenn man vor den falschen Götzen kniet. John Schnee, der Wächter des Nordens, wusste das, als er schließlich das Knie vor seiner Königin beugte. Beugt man aber das Knie vor dem Pöbel oder kriminellen Mob, muss man damit leben, dass man Hohn, Spott oder Verachtung erntet. Kann auch sein, dass man mit der Zeit Knieprobleme bekommt und irgendwann nicht mehr hochkommt. Man sollte nie auf die Knie gehen, wenn man nicht bereit ist, Schwänze zu lutschen, sagte einst der kluge Lude vom Kiez …

Nord Stream 2

Nord Stream

Dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ist es zu verdanken, dass dieses in unserem ureigenen Interesse liegende Projekt in Gang gesetzt und nun glücklicherweise bereits so weit gediehen ist, dass es nicht mehr durch amerikanische Sanktionen, Drohgebärden oder Einwände unserer europäischen „Partner und Freunde“ gestoppt werden kann.

Für Nord Stream 2 und seine Bemühungen um die Normalisierung der deutschen Beziehungen zu Russland gebührt Schröder tatsächlich Dank. War vielleicht das letzte Mal, dass ein deutscher Kanzler in deutschem Interesse gehandelt hat. Continue reading Nord Stream 2

Da ist nichts …


„Aber sie hat ja nichts an!“, rief da plötzlich ein kleiner Junge in die ehrfurchtsvolle Stille des Saales hinein, nachdem die Ansprache geendet hatte. „Und was die Kaiserin sagt, ist dumm. Es ergibt überhaupt keinen Sinn!“
Die dünne, aber empört klingende Kinderstimme war inmitten der Menge nicht zu überhören. Man blickte sich zunächst verschämt um, um zu sehen, wo der Junge stand, damit man ihn zum Schweigen bringen und den allgegenwärtigen Sicherheitsorganen übergeben konnte. Eine Brille mit undurchsichtigen Gläsern und ein luftdicht angelegter Mundschutz würden dem Kind helfen, zu sehen und zu verstehen!
Doch nun setzte ein allgemeines Raunen und Tuscheln ein, als die eben noch applaudierenden Menschen sich gegenseitig ins Ohr flüsterten, was der Junge gerufen hatte. Unerhört, aber stimmte es nicht? Irgendwie? Ein Kind hatte es ausgesprochen. Die Kaiserin, war sie nicht wirklich nackt und war es nicht immer zum Kopfschütteln, wenn sie ihre herrschaftlichen Reden in verstümmelter Primitivsprache hielt? Unsäglicher Stuss? Falsch, dumm und selbstgefällig?
Andere stimmten in die Rufe ein und wurden mutiger. Ja, der Junge, er hatte Recht. „Aber sie hat ja nichts an!“ rief zuletzt das ganze Volk und buhte die Machthaberin aus. Das ergriff die Kaiserin, denn es schien ihr, die Menschen hätten Recht; aber sie dachte bei sich: „Nun muss ich die restliche Amtszeit nackt aussitzen und weiter ein freundliches Gesicht zeigen. Ich werde noch einige Almosen verteilen, dann hält der Pöbel still. Und bald beginnen die Fußballspiele der Reichsliga, dann wird alles wie immer.“ Ein gütiges Lächeln überzog das teigige Gesicht.
Und die Kammerherrinnen gingen noch straffer als sonst, und einige Hofberichterstatter lobten die fein geschliffene Rede und klugen Worte der Kaiserin bis zuletzt, als man sie selbst in Schimpf und Schande vom Hofe jagte …

(Auszug aus einem neudeutschen Märchen: “Der Kaiserin neues Gewand”, Teil des Zyklus “Märchen der letzten Tage”)

25. Mai

Zitat aus einem libertären Blog:
Eines der Mysterien dieser Welt. Wer sein eigenes Geld behalten will ist “gierig” , wer seine Drecksfinger nach dem von Anderne ausstreckt “sozial”. Ich halte das letztere für eines der “besten Brandings” überhaupt. Man streicht einfach ein a …

https://www.q-software-solutions.de/blog/2020/05/mein-vorerst-letzter-kommentar-zu-covid-19/

Gutes Branding ist die halbe Miete, das hätten auch Marx und Lenin so gesehen. Die sozialistische Umwertung vieler Werte ist auch deshalb so populär geworden, weil sie erstmals in der Geschichte der Menschheit eine „wissenschaftlich“ verbrämte Rechtfertigung für Grausamkeiten wie Enteignung, Kollektivismus und Gewalt bietet. Sozialistische Ideen beinhalten stets ein leidenschaftliches Plädoyer für Verbrechen im Namen einer nebulösen sozialen Gerechtigkeit („Wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, dann …”)
Ein angeblich progressives, rein utopisches Gesellschaftsmodell wird gegenüber den bestehenden, normalen Verhältnissen als überlegen, quasi als lichtes Fernziel der Menschheit präsentiert. Das Leben im Hier und Jetzt, das „Alte“ wird geschmäht und Neid geschürt – das Reaktionäre, Sterbende, Faulende, es will nicht weichen, also muss man es zerschlagen …   Verführerisch für all jene, die vermeintlich zu kurz gekommen sind, die leistungsunwillig oder -unfähig sind bzw. sich von einer Umwälzung allgemein Vorteile erhoffen.
Natürlich folgt auf Vermögensabschöpfung, Umverteilung und Kollektivierung niemals eine „gerechtere“ Gesellschaft, zumal Gerechtigkeit im Sozialismus wohl ein Widerspruch in sich selbst ist (vgl. kann es Recht im Unrecht geben?) – Eigentum wird nur neu angeeignet, und der Zyklus geht seinen gewohnten Gang, mit neuen Akteuren natürlich. Das ist alles.