Kategorie-Archiv: Allgemeines

Was man so liest …

Oft liest man in Blogs oder Foren, wir lebten in einer DDR 2.0. oder man würde die Errichtung einer solchen anstreben. Dies ist erstens falsch und zweitens eine zuweilen nur schwer erträgliche Relativierung der Zustände in der heutigen BRD.

Die Tragödie des Anglers …

Willst du einen Hungernden nicht nur einmal, sondern dauerhaft satt machen, so gib ihm keinen Fisch, sondern lehre ihn das Angeln (bekanntlich oft mit „Fischen“ übersetzt; im Engl. ist angeln und fischen dasselbe Wort: „to fish“ – im alten China wird’s wohl auch so gewesen sein, vermute ich mal freihändig).

Diese schlaue fernöstliche Weisheit kennt man – wird oft als Plädoyer für Hilfe zur Selbsthilfe und gegen die dauerhafte, weil lähmende „Entwicklungshilfe“ angeführt.
Unterschlagen wird häufig, dass der so (sinngemäß wiedergegebene) Spruch des berühmten chinesischen Philosophen Laotse nur die Einleitung zu weitergehenden Ausführungen darstellte, die als noch heute gebräuchliche Blaupause für etablierte Herrschaftssysteme und Sozialstaaten des 21. Jahrhunderts dienen …
Ich hab diese leider in Vergessenheit geratenen Ausführungen des legendären chinesischen Sprücheklopfers mal schnell in zeitgemäße Sprache und geläufige Begrifflichkeiten übersetzt: Continue reading Die Tragödie des Anglers …

Was man auch mal bei Gelegenheit bauen könnte …

Der Fahrradverkehr in den schlimmsten Großstädten (z. B. Berlin) müsste von den übrigen Verkehrsströmen räumlich getrennt werden.
Es grenzt an Selbstmord, sich hier in Berlin freiwillig als Pedalritter ins Gemetzel auf den Straßen zu stürzen. Das enge Nebeneinander, Aufeinandertreffen und ständige Kreuzen von Fahrrad- und Kraftverkehr auf denselben Fahrspuren ist ein Anachronismus, der vernünftigerweise abgeschafft werden müsste. Als Radfahrer zwischen der Fahrbahn und den Popup-Mörderradwegen hin und her zu springen, wie man es hier tut bzw. nicht umhin kommt, es zu tun, ist wie Russisch Roulette. Eine komplette Entflechtung des Fahrradverkehrs (samt der infantil anmutenden E-Rollergemeinde) von den Pkws, Lkws und Bussen wäre dringend angebracht.
Vorschlag: Da in der Breite in den Großstädten kein Platz mehr zur Verfügung steht und Maßnahmen wie Popup-Radwege, Busspurennutzung, Fahrbahnverengungen, Ausweichen auf Fußwege die Gefahren für alle Beteiligten nur erhöhen, sollte man einen konsequenten Befreiungsschlag wagen: Höherlegung. Wenn man in der Breite nicht mehr ausweichen kann, muss man eben in die Höhe gehen. Schaut mal nach oben, da ist genug Platz. Die von unserer Digitalministerin in Aussicht gestellten autonomen Flugtaxis lassen wahrscheinlich noch eine Weile auf sich warten. Continue reading Was man auch mal bei Gelegenheit bauen könnte …

Presseabfall …

Ein hier einwohnender Nachbar von robuster Gestalt trägt mehrmals wöchentlich diverse Tageszeitungen aus und hinterlässt mir nach seiner Tour immer aktuelle Ausgaben verschiedener Zeitungen im Briefkasten. Merkelpresse – für informationell Abgehängte, ausgetragen von finanziell Abgehängten. Das ist so nice, very nice; und es macht mich happy, bedanke ich mich. Nur aus Zeitnot schaffe ich es leider meist nicht, die gründlich zu lesen, so lüge ich ihn an. Der Mann meint es nur gut. Denkt, er tut mir was Gutes.  Ich sage ihm nicht, dass er mit der Verteilung dieser Propagandablätter dazu beiträgt, seine eigene Existenzgrundlage und die seiner Nachkommen zu zerstören. Und last, but not least, die Umwelt natürlich auch, ah ja … Continue reading Presseabfall …

Reisewarnung

In irgendeiner Einwickelzeitung las ich vor einigen Tagen, dass offizielle Vertreter der Türkei immer öfter in Berlin vorstellig würden und die zuständigen Politiker der Merkel-Administration bedrängten oder aufforderten, endlich die noch bestehenden coronabedingten Reisebeschränkungen oder -warnungen für willige Türkeiurlauber aus Germanistan aufzuheben.
Man erkennt, dass (offizielle oder vom Amts wegen erlassene) Reisewarnungen die einzige Waffe bzw. das letzte verbliebene außenpolitische Druckmittel der BRD sind. Wenn Berlin Reisewarnungen an gebietsansässige Inhabitanten ausspricht (oder vielleicht etwas länger als nötig aufrechterhält) und deren Urlaubsreisen in bestimmte Länder (aus beliebigen Gründen) beschränkt, könnte man damit vielleicht auch die Absicht verfolgen, die betreffenden Zielreiseländer finanziell zu bestrafen bzw. indirekt unter Druck zu setzen, falls und insoweit solche Volkswirtschaften auf Einnahmen aus dem deutschen Massentourismus dringend angewiesen sind. Natürlich nur, solange es hierzulande noch solvente Urlaubskandidaten in ausreichender Zahl gibt. Andere Möglichkeiten hat man auch nicht (mehr).

Nummer Eins schweigt … (II)

Warum also hält sich Merkel bedeckt, obwohl sie doch die bestehenden und angedrohten US-Sanktionen nutzen könnte, um innerhalb Europas auch um solidarische Unterstützung zu werben, die doch ständig von anderen EU-Staaten eingefordert wird? Sie könnte die Vorlage auch nutzen, um gegen Trump mobil zu machen, was von Presse und Medien goutiert und mit geballter Macht der Kolumnen beklatscht worden wäre. In entsprechend fokussierten Empörungsartikeln könnte man diese rechtswidrigen Sanktionen und deren Verschärfung thematisieren und allein der Trump-Präsidentschaft anlasten.
Narrativ-Vorschlag: Trump, die imperialistische Marionette und der Feind aller geläuterten Völker, will uns energetisch aushungern!
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Impfschutz

Schule, Ausbildung, Wehrdienst, Studium und Berufsleben in der DDR waren immer auch eine Impfung – eine ganzheitliche, lebenslang wirkende Grundimmunisierung gegen Totalitarismus, Sozialismus und Verlogenheit. Auch wenn die Injektionen teilweise schmerzhaft waren, bin ich für diesen Impfschutz heute dankbar. Danke liebe Lehrer, Parteifunktionäre, Offiziere, Dozenten, sozialistische Leiter et. al. Wer den Sozialismus bewusst er- bzw. gelebt hat, ist (im Erlebensfalle) geheilt und vor künftigen Ansteckungen geschützt, es sei denn, die Person war noch zu jung, um zu verstehen, oder sie spielte als überzeugter Erfüllungsgehilfe bzw. Täter* die Rolle eines gut geölten Rädchens im Getriebe dieses Repressionsapparats …
* Weibliches Tätergeschlecht gilt als inbegriffen.

It’s Party Time …

In Deutschland (Stuttgart) wie auch in Frankreich (Dijon) zeigte sich, dass die Polizei, die von weiten Teilen linker Medien als „rassistische Polizei des weißen  Mannes“ verunglimpft und geschmäht wird, im Falle unerwarterer Gewaltausbrüche bzw. massierter urbaner Ausschreitungen mit oder zwischen kriminellen Elementen kaum noch in der Lage ist, das Gewaltmonopol des Staates flächendeckend durchzusetzen, sich selbst vor Prügel und die Bevölkerung vor Plünderungen und Brandschatzungen zu schützen. Die herrschende Politik tut mit abwiegelnden und verschleiernden Formulierungen ihr Übriges (Narrativ: Junge (gelangweilte oder beruflich benachteiligte) Männer aus der Party- und Eventszene schlagen mal über die Stränge).  Das an früherer Stelle erwähnte Rassismus-Narrativ muss dabei die Polizei zusätzlich verunsichern und schwächen. Der Motivation eines Polizisten ist es sicherlich nicht zuträglich, wenn er wie in Berlin jederzeit damit rechnen muss, nach der Kontrolle eines Verdächtigen möglicherweise wegen Diskriminierung belangt zu werden. Auf den Knien rutschend wird die Polizei den prügelnden, plündernden, brandschatzenden Mob nicht aufhalten können.

Guck mal, wer da kniet …

Ein Kniefall ist immer eine Unterwerfungsgeste oder ein Zeichen von Vergötterung bzw. höchster Bewunderung. Als kollektive oder symbolische Entschuldigung für einen Fall von Polizeigewalt oder koloniale Erbsünden taugt der Kniefall hingegen nicht. Bestenfalls macht man sich nur lächerlich, wenn man vor den falschen Götzen kniet. John Schnee, der Wächter des Nordens, wusste das, als er schließlich das Knie vor seiner Königin beugte. Beugt man aber das Knie vor dem Pöbel oder kriminellen Mob, muss man damit leben, dass man Hohn, Spott oder Verachtung erntet. Kann auch sein, dass man mit der Zeit Knieprobleme bekommt und irgendwann nicht mehr hochkommt. Man sollte nie auf die Knie gehen, wenn man nicht bereit ist, Schwänze zu lutschen, sagte einst der kluge Lude vom Kiez …

Nord Stream 2

Nord Stream

Dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ist es zu verdanken, dass dieses in unserem ureigenen Interesse liegende Projekt in Gang gesetzt und nun glücklicherweise bereits so weit gediehen ist, dass es nicht mehr durch amerikanische Sanktionen, Drohgebärden oder Einwände unserer europäischen „Partner und Freunde“ gestoppt werden kann.

Für Nord Stream 2 und seine Bemühungen um die Normalisierung der deutschen Beziehungen zu Russland gebührt Schröder tatsächlich Dank. War vielleicht das letzte Mal, dass ein deutscher Kanzler in deutschem Interesse gehandelt hat. Continue reading Nord Stream 2