Der Fremde vom Teufelsberg

Heute mal wieder eine kleine Geschichte statt eines sonst womöglich zu erwartenden inhaltsschweren Beitrags. Bei dem nachstehenden Auszug aus dem Text, den ich in Gänze wieder als kostenfreies ebook verlinkt habe, handelt es sich um einen kurzen Erlebnisbericht, den ich anhand eines handschriftlichen Gedächtnisprotokolls und meiner untrüglichen Erinnerungen erstellt habe, wobei ich selbstredend auf eine wahrheitsgetreue und möglichst wortgenaue Schilderung der Begebenheit Wert gelegt habe.
Es wird eine zufällige Begegnung geschildert, die ich vor Jahren auf dem Berliner Teufelsberg hatte. Seitdem hatte ich dieses verstörende Erlebnis verdrängt, doch bekanntlich werden selbst tief verschüttete Erinnerungsfragmente zuweilen wieder an die Oberfläche gespült.

Wer den kleinen Text mal lesen will (nachstehend auf Amazon, was momentan am schnellsten geht, aber sollte auch über andere Shops verfügbar sein), tut es einfach. Ich würde mich jedenfalls wieder über jeden Leser freuen. Oder erst mal reinschnuppern? So geht es los:

DSCN2546_kompr


Ein Gefühl der Ungewissheit nagt an mir. Seit einiger Zeit schon. Sicherlich war alles völliger Quatsch, lächerlich und absurd. Wenn wenigstens die Hälfte von dem stimmen würde, was mir dieser Penner da erzählt hatte, hätte er mich dann gehen lassen? Würde er riskieren, dass ich jemandem von meiner nächtlichen Begegnung erzähle oder einen enthüllenden Bericht im Internet veröffentliche? Nein, dann wäre er sicher nicht sorglos eingeschlafen, sondern hätte rechtzeitig gesagt: „Leider können wir dich nicht gehen lassen, Max. Tut mir leid, aber du weißt zu viel.“ So oder ähnlich hätten vermutlich die letzten Worte gelautet, die ich vor dem trockenen Knall einer direkt am Kopf aufgesetzten oder mit einem Schalldämpfer versehenen Pistole oder auch vor dem kurzen stechenden Schmerz vernommen hätte, den eine rasiermesserscharfe Klinge beim Eindringen in einen Brustkorb verursacht. Andererseits, wenn die Geschichte wahr wäre, wer würde mir schon glauben? Wer glaubt schon jemandem wie mir? Und doch bin ich seit jener Nacht nie wieder auf dem Teufelsberg gewesen.

***

Was mich als Erstes aufschrecken ließ, war ein halblautes Quietschen, wie es ein rostiges oder lange nicht geschmiertes Scharnier einer schweren Luke oder Metalltür erzeugt. Ich glaubte zuerst, mich verhört zu haben. Nein, das konnte nicht sein. Meine Wahrnehmung musste mir einen Streich gespielt haben, wie so oft, wenn ich nach einem langen stressigen Arbeitstag zuweilen dieses Klingeln oder diese monotone Musik zu hören glaube, die niemand außer mir hört. „There is always music in the air“, pflege ich dann zu sagen und überspiele so den kurzen Moment der Irritation mit einem scherzhaften Zitat aus einer meiner Lieblingsserien.

Hier könnt Ihr den ganzen Text herunterladen und weiterlesen:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID41617953.html

3 thoughts on “Der Fremde vom Teufelsberg”

    1. Oh, oh, erwarte lieber nicht zu viel, Dark Lord. ;-)
      Ich setze ja meine Erwartungen auch lieber immer etwas tiefer an, denn um so mehr freut man sich, wenn sie übertroffen werden…

      1. Ich ja normal auch, aber mittlerweile hast du stets alle übertroffen. Ach mist, ich brauch mehr Umgang mit Nicht-Legasthenikern, mein Kollegen ziehen mich im Niveau runter …

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>