Die Akte (Vol. 2)

In John Grishams Roman „Die Akte“, verfilmt mit der bezaubernden Julia Roberts in der Hauptrolle, deckt eine hübsche und überaus intelligente Jura-Studentin die Hintergründe der Ermordung von zwei Richtern des obersten Bundesgerichts der USA auf. Ein skrupelloser Industrieller, Wahlkampfspender und enger Freund des amtierenden US-Präsidenten, wollte mit der Beseitigung der amtierenden Richter eine Neubesetzung dieser Posten am obersten Bundesgerichtshof erzwingen. Die neuen, vom befreundeten US-Präsidenten berufenen Richter wären dann eher geneigt gewesen, in einem teuren Rechtsstreit ein Urteil im Sinne des schurkischen Ölmagnaten zu fällen.

Szenenwechsel. Neues Handlungsszenario: Man stelle sich vor, in Deutschland wäre das Bundesverfassungsgericht von einer verschworenen Clique linksradikaler Feministinnen infiltriert worden, deren Ziel darin besteht, durch einen sanften Verfassungsputsch von oben den Staat und die Gesellschaft insgesamt irreparabel zu schwächen, zu zersetzen und der Plünderung preiszugeben (möglicherweise unterstützt durch einen ungenannten philanthropischen US-Milliardär oder sonstige Profiteure bzw. interessierte Kreise).

Viel wirksamer und zuverlässiger als die Beseitigung renitenter Politiker oder Verfassungsrichter, so eine im Handlungsverlauf zu Tage tretende Erkenntnis, ist die Infiltration und Lenkung des Bundesverfassungsgerichts, gegen dessen legitimierte und später in Gesetz gegossene Entscheidungen keine (demokratische) Gegenwehr mehr möglich ist. Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts lassen nun über Strohleute gewünschte Beschwerden selbst verfassen, die es ihnen ermöglichen, in ihrem eigenen Sinne (oder in fremden Interessen) zu entscheiden und ihre politische Agenda vorantreiben …
Haha, bloß gut, dass das nur ein frei erfundenes Szenario ist. Nicht auszudenken, wenn das wahr wäre, wa? …
Referenz-/Hintergrundinfos bei H. Danisch: „Die Juristen-Junta putscht“ und „Zur Juristen-Junta und wie das Bundesverfassungsgericht putscht

 

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