Geliefert wie bestellt …

So ein Pech aber auch: Flüchtlingshelfer (74) muss Wohnung für Flüchtlinge räumen. So ärgerlich die Umquartierung in eine kleinere Wohnung im Einzelfall für den betroffenen Flüchtlingshelfer auch sein mag, so muss hier gelten: Wer die moralische Dividende einstreicht, soll auch den Preis seines Anteils bezahlen. Einheit von Wort und Tat, so hieß es in der DDR immer, d. h. wenn du große Töne spuckst, sei auch bereit, die Konsequenzen zu tragen. Genau so hätte man es bei den sog. Flüchtlingsbürgschaften auch durchsetzen müssen, deren Kosten wohl, wenn ich recht informiert bin, natürlich auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Sich im Glanze der moralischen Überlegenheit sonnen, aber die Konsequenzen scheuen und Lasten auf fremde Schultern abladen, so hat man es hierzulande, insbesondere bei den Grünen und Salonlinken, bekanntlich am liebsten. Ich hingegen sage klipp und klar: Solange noch ein einziges afrikanisches Kind in einer kargen Lehmhütte an einem übrig gebliebenen Reiskorn knabbert, sollte es für engagierte männliche, weibliche und drittgeschlechtliche weißdeutsche Flüchtlingshelferinnen, die unverdient, allein durch die Gnade der späten (oder zu frühen) Geburt begründet, noch in fürstlich ausgestatteten 150-Quadratmeter-Mietwohnungen residieren, eine Frage von Ehre (und Respekt) sein, durch Freigabe dringend benötigten kommunalen Wohnraums ihren fairen Anteil zur Rettung der Welt zu leisten. Perspektivisch könnte man ohnehin darüber nachdenken, ob nicht eine streng kasernierte Unterbringung aller Flüchtlingshelferinnen in der Nähe ihrer Schützlinge die effektivere Lösung zum Gelingen einer bestmöglichen Teilhabe aller zu uns Kommenden wäre.

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