Good Bye, Lenin! – Idee für ein Remake

Good Bye, Lenin! ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2003. Er handelt von einer Frau, die nach der Wende aus dem Koma erwacht, woraufhin ihr von ihrem Sohn und seinen Freunden, die die Mutter bzw. genesende Patientin schonen möchten, nach dem Erwachen noch eine Zeitlang vorgespielt wird, sie lebe nach wie vor in der sozialistischen DDR.  Witzige Idee damals, gut umgesetzt …

Für eine Neuverfilmung würde sich folgende interessante Variation anbieten: Die Frau bzw. eine damals sehr junge Schwester des Helden liegt über 30 Jahre im Koma, bevor sie erwacht. Erstmal eine schreckliche Vorstellung, klar, aber soll eine Komödie sein.
Nun: Würde diese komatöse Frau heute erst erwachen, wäre der Realitätsschock möglicherweise für sie gar nicht mehr so groß, da ihre alte Heimat, jetzt unter Einbeziehung der BRD, wieder (bzw. für sie immer noch) sozialistisch geprägt ist. Verglichen mit 1990/1991, als der Film ursprünglich spielte, könnte ein nach 30 Jahren aus dem Koma erwachter Mensch jetzt den Eindruck gewinnen, der Sieg des Sozialismus sei nähergerückt und die BRD sei sozialistisch assimiliert worden. Was ja auch der Fall ist …
Man müsste also einer ehemals gehirngewaschenen bzw. indoktrinierten Frau aus der realsozialistischen Vergangenheit gar nicht das “Fortbestehen” der DDR vorgaukeln, um sie mit der Gegenwart des Jahres 2020 zu versöhnen. Sie würde sich nahtlos einfügen.
Selbstredend müsste man bei der Neuverfilmung die neue verbindliche Diversity-Checkliste der Filmförderung berücksichtigen. Würde sich sogar idealerweise anbieten, da man durch entsprechende Rollenbesetzung den sozialistischen Internationalismus in den Blickpunkt des Interesses rücken und diesen (natürlich neben dem “antifaschistischen Kampf”) auch als einigendes Element darstellen könnte. Hätte das nicht echtes Blockbuster-Potential? Da ließen sich bestimmt echt gute Ideen für einige “witzige” Pointen finden …