„Isch arbeite für die Polizei …“

„… aber trotzdem kann ich auch dein Homie sein …“

Zum Fremdschämen (Facepalm-Smiley hinzudenken) … Jeder blamiert sich, so gut er kann – und dies gilt auch für den Youtube-Account der Berliner Polizei. Immer wenn man denkt, man hat schon alles erlebt, gesehen und gehört, was an schwachsinnigen, lächerlichen, peinlichen Kasperstücken aufgeführt werden kann, wird ein neues Meisterwerk präsentiert, das die Latte der diesbezüglichen Sensibilität noch mal ein gehöriges Stück tiefer hängt …

Die Berliner Polizei hat nun ein neues Rap-Video für noch mehr Multikulti (und Toleranz, so sagt man) veröffentlicht (es gab wohl früher schon mal ein ähnliches Video). Na ja, Rap ist es natürlich nicht, schon klar, nur Gewimmer ….

Es scheint ja aber im Trend zu liegen, dass sich bundesdeutsche Politiker und Behörden bei einem bestimmten Klientel der Bevölkerung, bei dem sie keinerlei oder kaum noch Respekt genießen, auf unterwürfigste Weise im Ghetto-Slang anbiedern (natürlich werden die bedauernswerten Polizisten von der rotgrünen Politik instrumentalisiert). Ergebnis: Die Initiatoren und Produzenten kassieren die Kohle und bekommen vielleicht irgendeinen Integrationsbimbo- äh -bambi, und die Polizisten werden der totalen Lächerlichkeit preisgegeben. Die Kollegen auf der Straße werden’s wieder ausbaden müssen.
Die BVG hatte ja mal ein ziemlich cooles Video produzieren lassen, das sogar ein Hit wurde (“Is mir egal”). Das war wenigstens noch halbwegs witzig, auch wenn sich der Interpret später das Leben nahm.

Der Polizei-Rap hingegen ist einfach nur noch zum Fremdschämen. Textauszug:
Isch arbeite für die Polizei, aber trotzdem kann ich auch dein Homie sein …
… ja, genau du, bitte erhöre mich, isch bin ein ganz normaler Mensch und kein Bösewicht …”

Haha, da winselt tatsächlich der Polizistendarsteller im Videoclip: „… ich kann dein “Homie” sein …“ und „ich bin kein Bösewicht …“
Kein Bösewicht, nee oder? „Homie“ bedeutet Homeboy (heißt soviel wie Kumpel), aber als jemand, der einer Gruppe/Gang nicht angehört, würde man sich niemals so bezeichnen … einfach nur unidiomatisch und lächerlich. Man sollte sich mal mit Etymologie und Idiomatisierung eines Slang-Begriffs befassen, bevor man cool sein will.

Der Sound klingt ja auch wie schon tausendmal gehört, so wie Xavier Naidoo o.ä. Net besonders originell jedenfalls. Der Hammer ist dann da der YT-Moderator der Polizei Berlin, der den Finger auf der Löschtaste hat und kritischen Kommentatoren schon mal mit dem Staatsschutz droht. Ist ja echt gelungen die Aktion…

Na, wenn das mal kein mächtiges Statement ist: Wir haben uns alle lieb. Das letzte Fünkchen Autorität und Respekt vor der Polizei geht da verloren. Einerseits werden derlei peinliche Anbiederungsversuche in den Berliner Kiezen nur belacht und als Schwäche angesehen, anderseits verspielt man da gerade das Wohlwollen der übrigen Berliner – denn der implizite Vorwurf des Fremdenhasses, der richtet sich, nun ja, wohl an die deutsch-deutschen Berliner.  Fremdenhass dürfte nun wahrlich das geringste Problem der Berliner Polizei sein.

Ergänzende Info, vgl.: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/berliner-polizei-rappt-fuer-multikulti/

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