Morgens halb zehn in Koblenz …

… oder auch später, aber tut nichts zur Sache.
KoblenzQuelle: https://www.tag24.de/justiz/polizei/koblenz-unfall-helfer-wird-beschossen-dann-hackt-er-schuetzen-mit-machete-die-hand-ab-1607382

Ein anschauliches Beispiel für den Verlust des sozialen Vertrauens in Zeiten des Kulturwandels.  Unfallort wird Tatort.
In zerfallenden Gesellschaften vertraut man sich gegenseitig nicht mehr und erwartet das Schlimmste, … das dann auch prompt eintritt.
Alle beiden Tatbeteiligten fühlten sich offenbar bedroht.
Das Unfallopfer fühlt sich von dem Machetenmann bedroht, der wohl nur helfen will, der Fahrer holt also schnell seine Pistole aus dem Handschuhfach, wo man ja in diesen Zeiten immer eine drin liegen hat, und feuert vorsorglich mal auf den herankommenden Ersthelfer.
War nur eine Schreckschusspistole, aber das kann der Unfallhelfer nicht wissen …
Da der wiederum zufällig eine Machete dabei hat, weil er Feuerholz gehackt hatte – hackt Ihr auch immer mit einer Machete Feuerholz? Klar, früher hätte man da noch eine Axt genommen … – na ja, weil er dieses lange Messer eben mal zur Hand hat, hackt er dem Unfallopfer schnell mal die Schusshand ab. Das geht ruckzuck. Ein Reflex. Notwehr. Na ja, dem Rechtsstaat besser nicht vorgreifen. Lieber Hand ab, als arm dran.
Na ja, es war die Hitze, denke ich … hitziges Gemüt.
Daher ist es auch völlig richtig, wenn Robert Habeck fordert: Deutschland, äh dieses Land braucht einen Hitzeplan! …
Es gibt doch dieses geflügelte Wort – kommt auch immer in Variationen in diversen Filmen vor – dass es ziemlich dämlich bzw. unklug sei, ein Messer zu einer Schießerei mitzubringen …
In diesem Fall war’s aber gar nicht so unsinnig  … – wie man’s nimmt.