Nord Stream 2

Nord Stream

Dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder ist es zu verdanken, dass dieses in unserem ureigenen Interesse liegende Projekt in Gang gesetzt und nun glücklicherweise bereits so weit gediehen ist, dass es nicht mehr durch amerikanische Sanktionen, Drohgebärden oder Einwände unserer europäischen „Partner und Freunde“ gestoppt werden kann.

Für Nord Stream 2 und seine Bemühungen um die Normalisierung der deutschen Beziehungen zu Russland gebührt Schröder tatsächlich Dank. War vielleicht das letzte Mal, dass ein deutscher Kanzler in deutschem Interesse gehandelt hat.

Unter einer (jetzt immer noch amtierenden) Bundeskanzlerin Angela Merkel hätte es die Ostseepipeline Nord Stream 2 nie gegeben. Niemals wäre ein solches oder vergleichbares Projekt realisiert worden, wenn jemand wie sie damals schon an der Macht gewesen wäre, als man die Nord-Stream-Verträge anbahnte und aushandelte.

Im Unterschied zu Kohl und Schröder war Merkel nie an einer Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland gelegen. Sie hat keinen Draht nach Russland, und sie hegt sowieso eine Abneigung gegen Putin auf persönlicher Ebene, vermute ich. Man sieht ja, dass sie eher ein unsicherer und komplexbeladener Charakter ist, der mit starken Persönlichkeiten nicht klarkommt. Mit Trump kann sie natürlich auch nicht, völlig klar – aber dem US-Präsidenten muss sie als Administratorin eines „nützlichen Hilfsvolkes“ in letzter Konsequenz (wohl oder übel) gehorchen. Zum Anderen hat sie offenbar kein Interesse an einer autarken bzw. unabhängigeren deutschen Energieversorgung. Ferner ist Merkel auch jemand, der sich europäischem Druck schnell beugt. Merkel wäre es völlig egal, ob wir vom teuren US-Flüssiggas abhängig sind oder uns von Transitländern erpressen lassen. Im Gegenzug behaupten Faktenbieger in Verdrehung der Tatsachen, dass eine wirtschaftliche Partnerschaft auf Augenhöhe zum russischen Energielieferanten Erpressungspotenzial böte. Weder die USA noch EU möchte, dass Deutschland Zugang zu einer eigenständigen Energieversorgung per direkter Gaspipeline nach Russland hat, die man aus dem Ausland nicht nach Belieben drosseln, sperren oder per Transitgebühren verteuern kann. Wie gesagt, Merkel würde vermutlich einknicken, aber es ist zu spät …
Trotz Drohungen, Geschrei und Gewimmer – die letzten Kilometer Pipeline werden nun von den Russen fertig verlegt.
Ende im Gelände.

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