Ohne Worte

G.SteingartLange nichts mehr gelesen vom wackeren Gabor Steingart (Journalist und Herausgeber des Handelsblatts). Daher mal kurz in seinen Twitter-Tweet reingeschnuppert. ;-) Ich halte die Entscheidung für Steinmeier ohnehin für einen (taktischen) Missgriff, eine konsequente Fehlbesetzung für einen überflüssigen Posten. Ein neuer parteigebundener Grüßaugust von Gabriels und Merkels Gnaden, der sich schon vor seiner Einsetzung als Kandidat disqualifiziert hat, da er einen veritablen Beitrag zur Isolation Deutschlands im Ausland und zur Spaltung im Inneren geleistet hat. Immerhin, gegenüber dem Gauck vielleicht ein Fortschritt, sollte man meinen. Vielleicht fängt er sich noch und es gelingt ihm tatsächlich, sich etwas präsidialer zu geben und nicht (mehr) allzu viel Porzellan zu zerschlagen. Jemand, der den künftigen US-Präsidenten als „Hassprediger“ tituliert hat (man googele mal nach „Hate Preacher“), und nach seiner Wahl nicht mal die Größe hat, sich für seinen Ausfall zu entschuldigen und dem neuen US-Präsidenten zur gewonnenen Wahl zu gratulieren (dazu das nachgiebige, fast unterwürfige Verhalten gegenüber Erdogan und die geschürten Spannungen mit Russland) – nun ja, ob das alles so ein gelungener Start für Steinmeiers Präsidentschaft ist, wage ich ja nun doch zu bezweifeln. (Andererseits wollte ja offensichtlich niemand, der vielleicht in Frage gekommen wäre und noch halbwegs bei Troste ist, dieses beschädigte Amt unter Merkel übernehmen.) Zeugt aber eher von beginnender Eiszeit für Schland, befürchte ich.

PS: Mir fiel gerade ein, dass ich vor drei Jahren auch mal einen Beitrag über den nordkoreanischen Kollegen von Herrn Gauck (bzw. das Pendant zu Frau Merkel), nämlich den aufstrebenden Kim Jong-un, geschrieben habe. Hätte ich ja bei der Gelegenheit mal verlinken können. Hmm, obwohl es da eigentlich um eine andere Thematik ging.