Steinernes Bekenntnis (II)

Ich laufe ja meist in der Natur, fast nie in der Stadt. Da geraten mir beim Joggen manchmal kleine Steinchen in die Laufschuhe. Das ist störend. Man trabt irgendwo auf einem Gartenweg oder einer unbefestigten Straße entlang, und dort liegt immer etwas Splitt oder grobkörniger Kies herum. Da muss man mit leben, klar. Nun werden aber immer mal ein paar kleine Steinchen von der einen Sohle des Sportschuhs ein paar Zentimeter hochgeschleudert und landen wie zufällig genau in dem Spalt zwischen dem Rand des anderen Schuhs und der Socke oberhalb des Knöchels. Die Laufschuhe hat man meist nicht so fest geschnürt, dass sie dicht am Knöchel anliegen, daher kann ein solches Steinchen bei den nächsten Schritten seitlich immer tiefer in den Schuh hinein rutschen, wenn man Pech hat. Manchmal fällt es auch gleich heraus. Dann hat man Glück. Leider ist es ja so, dass man öfter Pech als Glück hat. Aber auch dann kann man sich arrangieren. Ich hasse es, meinen Lauf wegen eines Steinchens zu unterbrechen. Wenn es auf den ersten Metern passiert, ist es kein Ding. Da hält man an und schnürt die Schuhe neu. Mitten im Lauf sieht das schon anders aus. Da hat man keinen Bock, wegen eines Steinchens aus dem Rhythmus zu kommen und einen guten Lauf zu unterbrechen. Nur in Ausnahmefällen mache ich kurz Halt, um besonders spitze oder große Steinchen aus dem Schuh zu entfernen. Meistens laufe ich weiter und ignoriere das durch den Fremdkörper ausgelöste störende Gefühl, dann rutscht das Steinchen mit der Zeit unter die Innensohle oder an den Rand des Fußbetts oder zur Ferse, wo es bis zum Ende des Laufs liegen bleibt. Man muss nicht jeden störenden Einfluss eliminieren. Härtet zudem die Fußsohlen ab. Wenn ich dann nach dem Lauf zu Hause ankomme, drehe ich den Schuh um und sehe zu, wie das Steinchen herauskullert. Ich werfe es auf den Rasen vor unseren Balkon, zu den hiesigen Steinchen. So manches fremde Steinchen ist schon einen langen Weg mit mir gegangen …

Thomas de Maizière

Für die Nachwelt erhaltenswert. Ex-Minister und Opportunist, wie er im Buche steht, der sich seine Lebenslüge zusammenzimmert. Schon ziemlich dreist, jetzt zu behaupten, man habe mit der Grenzöffnung 2015 nur auf die „Stimmungen“ der Deutschen reagiert, quasi dem „Volkswillen“ entsprochen. Anstandshalber sollte man wenigstens eine Generation warten, bevor man Geschichte umschreibt bzw. kreativ umdeutet.

Hier aber von Michael Klonovsky treffend kommentiert.
(Ex-)Bundesinnenminister Thomas de Maizière räumt … ein, dass die Bundesregierung sich in der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 “von Stimmungen leiten lassen” habe – so der Minister gegenüber der Bild-Zeitung –, statt “nüchterner” zu handeln.  …
Die Regierung hätte rigide Maßnahmen unter dem Druck der Volksmilde schnell wieder zurücknehmen müssen, vermutet der Minister, was wiederum eine “Sogwirkung” erzeugt haben würde. 

Bemerkenswert ist an de Maizières Aussage ist, dass er den Deutschen eine Mitschuld daran gibt, wenn in ihren Straßen, Parks und öffentlichen Verkehrsmittel nunmehr die Darwin awards eröffnet sind, von denen ein fröhlicher Opportunist im Range eines Ministers naturgemäß nichts mitbekommt. Lag jener Engländer, der Deutschland einen “Hippie-Staat” nannte, am Ende gar nicht so verkehrt?

Vermutete Stimmungen in der Bevölkerung, das ist nun freilich ein sonderbares Kriterium für politisches Handeln, zumal solche Stimmungen ja sonst kaum ins Gewicht fallen. Tatsächlich hat die Regierung primär auf Stimmungen in der Öffentlichkeit reagiert, also in jenem Teil der Bevölkerung, der medial tatsächlich repräsentiert wird, dem “Überbau”, jener bunten, oftmals staatsalimentierten Gaukler-Welt aus Medien, Parteiapparaten, Stiftungen, Verlagen, Kulturinstitutionen, Kirchen, Universitäten, Gewerkschaften etc. pp., dem all jene “Wir sind mehr”- oder “Wir sind viele”-Krakeeler entstammen, denen heute die Luft dünn wird und bei denen die Angst wächst vor dem seinerseits wachsenden Erfolg der Rechtspopulisten, weil die ihnen die Subventionen streichen werden, sobald sie irgendwo regieren. Die Regierung handelte im selben witternden Modus wie beim Atomausstieg. Dass die Stimmung eines durch und durch parasitären Milieus, dessen Anteil an der gesellschaftlichen Wertschöpfung ungefähr dem Merkelschen Anteil an der Veredelung der deutschen Sprache entspricht, dass dieses Milieu die bislang katastrophalsten Entscheidungen einer Bundesregierung herbeizwingen konnte, illustriert sehr plakativ, dass die Agenten der kulturellen Hegemonie und Invasoren des vorpolitischen Raumes von Gramsci bis Dutschke die richtige Strategie hatten. In medial gelenkten Gesellschaften herrscht derjenige, der über die Stimmung im öffentlichen Raum gebietet und die Regierenden zum Apportieren zwingen kann. Dass sie dabei am eigenen Ast sägen, ist Linken eigentümlich.

Quelle: https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1062-14-februar-2019
(Hervorhebung im Text von mir)

Zum ARD Framing-Handbuch

Die ARD hat sich einen Troll-Leitfaden als moralische Argumentationshilfe zur Rechtfertigung ihrer nutzlosen, wenn nicht sogar schädlichen Existenz und weiterer Beitragserhöhungen erstellen lassen. Im Grunde eine moralische Bankrotterklärung: Der (Staats-)Rundfunk richtet seine Aktivitäten nunmehr gegen seinen ausgewiesenen Feind, den (zwangsweise rekrutierten) Gebührenzahler.

Geliefert wie bestellt …

So ein Pech aber auch: Flüchtlingshelfer (74) muss Wohnung für Flüchtlinge räumen. So ärgerlich die Umquartierung in eine kleinere Wohnung im Einzelfall für den betroffenen Flüchtlingshelfer auch sein mag, so muss hier gelten: Wer die moralische Dividende einstreicht, soll auch den Preis seines Anteils bezahlen. Einheit von Wort und Tat, so hieß es in der DDR immer, d. h. wenn du große Töne spuckst, sei auch bereit, die Konsequenzen zu tragen. Genau so hätte man es bei den sog. Flüchtlingsbürgschaften auch durchsetzen müssen, deren Kosten wohl, wenn ich recht informiert bin, natürlich auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Sich im Glanze der moralischen Überlegenheit sonnen, aber die Konsequenzen scheuen und Lasten auf fremde Schultern abladen, so hat man es hierzulande, insbesondere bei den Grünen und Salonlinken, bekanntlich am liebsten. Ich hingegen sage klipp und klar: Solange noch ein einziges afrikanisches Kind in einer kargen Lehmhütte an einem übrig gebliebenen Reiskorn knabbert, sollte es für engagierte männliche, weibliche und drittgeschlechtliche weißdeutsche Flüchtlingshelferinnen, die unverdient, allein durch die Gnade der späten (oder zu frühen) Geburt begründet, noch in fürstlich ausgestatteten 150-Quadratmeter-Mietwohnungen residieren, eine Frage von Ehre (und Respekt) sein, durch Freigabe dringend benötigten kommunalen Wohnraums ihren fairen Anteil zur Rettung der Welt zu leisten. Perspektivisch könnte man ohnehin darüber nachdenken, ob nicht eine streng kasernierte Unterbringung aller Flüchtlingshelferinnen in der Nähe ihrer Schützlinge die effektivere Lösung zum Gelingen einer bestmöglichen Teilhabe aller zu uns Kommenden wäre.

Merkel warnt Deutschland …

Entbehrt nicht einer gewissen Komik. Merkel warnt Deutschland vor den Folgen ihrer Politik: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern.“ Im Münchner Merkur so gelesen.
Schätze, dass sich Merkel auf ihre Karriere als „elder stateswoman“ vorbereitet und sich in rhetorischen Absetzbewegungen übt. Von einer Frau Merkel als Warnerin und Mahnerin dürften wir in Zukunft noch mehr hören. Karrenbauer darf dann vorerst versuchen, die Karre aus dem merkelschen Dreck zu ziehen. Vergeblich natürlich. Es wird schon bald heißen, sie habe das „Erbe Merkels“ verspielt. Aber so läuft das Spiel halt. Unstrittig natürlich die andernorts kolportierte Aussage, dass Kramp-Karrenbauer die Fortsetzung Merkels mit anderen Mitteln sei.

Tödliche Weihnachten

Der Titel dieses Beitrags, der in diesen spannungsgeladenen Zeiten fast so klingt wie die reißerische Überschrift eines dieser vielen instrumentalisierungssüchtigen Blogger, von denen man sich nur immer wieder schärfstens distanzieren kann, ist tatsächlich der deutsche Titel eines hervorragend gemachten Action-Films mit der bezaubernden Geena Davis, den ich schon einige Male sah und der sicherlich in vielen Haushalten zur besinnlichen Weihnachtszeit über die Bildschirme flimmern wird … Obwohl, da dürfte gar nichts mehr flimmern – wegen der flimmerfreien, superscharfen und farbstarken HD-Wiedergabe auf dem neuen Fernseher mit der 4K Super Ultra HD-Technologie, die sich der normale Sofa- und Sesselbewohner, wenn er’s noch nicht hat, vielleicht noch rechtzeitig vor dem Fest zulegen wird …  4K Ultra HD ist ja schon besser, als mit eigenen Augen aus dem Fenster zu gucken oder auf’n Weihnachtsmarkt zu gehen, wa?
Wo war ich? Tödliche Weihnachten. Jedenfalls in dem besagten Film bzw. Thriller, da spielt die Geena Davis eine Doppelrolle als junge hübsche Kleinstadtmutti und Geheimagentin, die sich aufgrund einer Amnesie … aber gut, ich muss die Handlung hier nicht wiederkäuen. Was man googeln kann, muss man nicht mehr aufschreiben, geschweige denn erklären. Samuel L. Jackson spielt darin ebenfalls eine sympathische Rolle als alternder Privatdetektiv. Der Film wird jetzt zur Weihnachtszeit bestimmt mal wieder irgendwo gezeigt; schau ich mir dann bei Gelegenheit an … Damals als der Film gedreht wurde, waren ja Weihnachtsmarktanschläge noch so unwahrscheinlich wie ewa das „Ghosts of Mars“-Szenario von John Carpenter, und der Plot war auch sehr originell und gut pointiert – da wollte nämlich der US-Geheimdienst, CIA wohl, auch schon friedlichen bzw. in dem Fall unschuldigen Muslimen die Schuld an einem Anschlag zuschieben, indem man zuvor auf Eis gelegte Leichen von irgendwelchen Arabern am Ort des späteren Geschehens drapieren wollte. Aber kam ja alles ganz anders, glücklicherweise …

Ein anderer echt cooler und gut gemachter Weihnachtsfilm ist übrigens „Wild Christmas“ mit Ben Affleck und Gary Sinise. Handelt von einem … Ach, schon klar. Weihnachten muss man einfach lieben. Klingelingeling …

Münchhausen

Neulich unterhielt ich mich mit einem befreundeten Pyschiater aus meinem Block, der mir mit der gebotenen Vorsicht und Diskretion (der Mann hat schließlich Familie) von einer interessanten Ferndiagnose berichtete.  Da dies bekanntlich nicht mein Fachgebiet ist, hier nur in aller Kürze und in laienhafter Sprache wiedergegeben: Ihm  zufolge müsse man möglicherweise davon ausgehen, dass Frau Merkel am sogenannten „Münchhausen-Volksvertretersyndrom“ leidet, einer schweren psychischen Störung, die erst kürzlich u. a. in der einschlägigen US-Fachpresse beschrieben worden sei und einen relativ seltenen Subtyp des Münchhausen-Syndroms darstelle. Vielen ist ja das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom (Münchhausen-by-proxy-Syndrom) ein Begriff, ebenfalls eine Sonderform dieser psychischen Störung, die sich in der Regel darin äußert, dass weibliche Elternteile (auch als Mütter bezeichnet) ihren Schutzbefohlenen (z. B. Kindern) oder betreuten Personen  Verletzungen zufügen oder etwa bei Familienangehörigen oder Dritten schwere Erkrankungen auslösen oder vortäuschen, um auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erhalten und die Rolle der treusorgenden Pflegerin zu übernehmen zu können. Ein solches Verhalten kann zuweilen bis zum (einzelfallartigen) Tod der Opfer führen.
Das spezielle Münchhausen-Volksvertretersyndrom äußere sich dementsprechend in einem extrem nationalmasochistischen bzw. dem Staatsvolk gegenüber aggressiven Verhalten, das letztlich bis zum Untergang der betreffenden Nation führen könne, so der besagte Psychiater, der in seiner Eigenschaft als Experte aus nachvollziehbaren Gründen jedoch bat, hier in diesem lediglich populärwissenschaftlich eingefärbten Blog nicht namentlich genannt zu werden …
Es handele sich möglicherweise um das häufigste nicht erkannte psychische Leiden deutscher und westeuropäischer Politikerinnen, das nur durch geschlossene Unterbringung der Patientinnen in einer geeigneten Institution zu therapieren sei, wenn es nicht bereits zu spät …