Pfeiffers Visionen

Ist der SPD-Kriminologe Christian Pfeiffer eigentlich mit der GKV-Spitzenfunktionärin Doris Pfeiffer verwandt oder gar verheiratet? Könnte man fast denken, denn unverkennbar bzw. besser unüberhörbar ist der harmonische Gleichklang der Hörner, in die die beiden Pfeiffers blasen. Vielleicht auch nur Namensvetter, aber die pfeifferschen Hörner, sie tönen ähnlich, spielen dieselbe Melodie: Das Eiapopeia vom Himmel, womit man einlullt, wenn es greint, das Volk, den großen Lümmel …

Den Christian Pfeiffer kannte man ja – das ist derjenige, der u. a. mal freihändig deutschen Verbrechensopfern ein latent rassistisches Anzeigeverhalten unterstellt; aber von der Doris Pfeiffer hatte ich bislang noch nie was gehört – bis zum gestrigen Tag, an dem sie sich mit einer überaus eigenwilligen Interpretation der neuesten GKV-Mitgliederstatistik hervortat.

Doris Pfeiffer ist die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, wie ich las. An ihrer Denkweise (soweit ihre Äußerungen tatsächlich ihr Denken widerspiegeln) lässt sich ein Grundprinzip sozialistischen Denkens verdeutlichen (Hintergrund hier erläutert). Sozialistinnen blenden nämlich die Einnahmenseite komplett aus, denn sie gehen bekanntlich immer davon aus, dass halt genügend Geld immer da ist bzw. da sein muss; wenn nicht, erhöht man die Steuern und Abgaben. Man nimmt’s halt von den Reichen – und als reich gilt bei denen (insbesondere) jeder schon länger hier Lebende, der noch nicht in Mülltonnen wühlen muss und seine Rechnungen noch selbst bezahlen kann. Wenn man so denkt, kann man auch den Zustrom von Millionen sog. Flüchtlingen flugs in einen „doppelten Entlastungseffekt“ für die gesetzlichen Krankenkassen umetikettieren. Nicht nur einfach, sondern gleich doppelt entlastet. Wow! Da sinken ja dann die Beiträge demnächst, wa? Ach nee, darüber „nachzudenken, wer das finanziert, sei doch so ein AfD-Ding“.

Der Entlastungseffekt ließe sich freilich noch steigern, quasi vervierfachen, wenn man die noch gut- und selbstverdienenden deutschen Kassenmitglieder vermehrt zur Auswanderung (oder zum sozialverträglichen Ableben) bewegen würde … Die sind ja meistens schon über 40 oder 50 und nehmen vergleichsweise viele medizinische Leistungen in Anspruch. Nicht so wie die jungen gesunden Männer, die uns und unser darbendes Land vor der demographischen und wirtschaftlichen Katastrophe retten …

Apropos: Auch die steigende Zahl der Obdachlosen in den Großstädten stellt einen nicht zu unterschätzenden (doppelten) Entlastungseffekt dar – diese wohnungslosen Mitbürger entlasten den überhitzten Immobilienmarkt, da sie erstens keinen knappen Wohnraum nachfragen und zweitens oft auch keine regulären Kassenleistungen in Anspruch nehmen – ist das nicht toll, Frau Pfeiffer?

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