Training Day

Eine versteckte, kleine Episode, die aber auch eine Schlüsselszene im Film „Training Day“ ist, in dem Denzel Washington einen Detective des Drogendezernats in Los Angeles spielt. (Ethan Hawke spielt seinen Gegenpart, den positiven Helden, ohne den es natürlich in einem Hollywoodschinken nicht geht.) Aber lassen wir uns nicht ablenken. Dieser Alonso Harris, ein erfahrener, angesehener Ermittler, zugleich auch eine schillernde Persönlichkeit, fährt zu einem Treffen mit drei hochrangigen Beamten, die uns nur als die „drei weisen Männer“ (wenn ich das recht in Erinnerung habe) vorgestellt werden und gerade in einem Restaurant beim Essen sitzen. Einer von ihnen, mag vielleicht ein Bezirksstaatsanwalt sein, berichtet verärgert, wie ein notorischer Krimineller in seinem Beisein eine naive Richterin gelinkt hat. Kurz vor der Verhandlung, bei der der besagte Berufsverbrecher eigentlich lebenslänglich verknackt oder zumindest für sehr lange Zeit hinter Gitter geschickt werden sollte, hatte sich der gewiefte Straftäter einen fetten braunen Fladen Erdnussbutter hinten in seine Hose, also in seine Arschritze geschmiert, sich während der Verhandlung direkt vor dem Richtertisch stehend hinten in seine Hose hineingegriffen und die hellbraune Masse dann genüsslich von seinen Fingern abgeschleckt. Die Richterin entsetzt: Oh, der arme, bedauernswerte Mann ist ja nicht zurechnungsfähig, kann natürlich nicht verurteilt werden. Statt ihn hinter Gitter zu schicken, verordnet sie ihm stante pede eine Psychotherapie, wo er nach einigen Monaten für geheilt erklärt und entlassen wird; spaziert als freier Mann aus der Klapse heraus.
Während der hohe Beamte seinen Bericht mit dem Schwur beendet, den Typen auf der Straße aufzuspüren und (in Ausübung von Selbstjustiz) seiner gerechten Bestrafung zuzuführen, widerspricht Alonso und zeigt sich überzeugt: Der Mann habe das System begriffen und ausgetrickst. Er habe sich seine Freiheit somit (redlich) verdient.
Und was ich wohl damit sagen möchte, ist … (vorerst gestrichen).

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