Gewagter Versuch

Vorläufiges Ergebnis eines Langzeitexperiments: Konsequenter Medienverzicht wirkt sich förderlich auf die mentale Verfassung eines Probanden aus. Im Selbstversuch hat sich allerdings herausgestellt, dass sich derlei schädliche Einflüsse aufgrund der Omnipräsenz und des massierten, trommelfeuerartigen Einwirkens systemtreuer Medien (bundesdeutsches Fernsehen (ÖR und Privatsender), Radio (Nachrichten) und Tagespresse) auf die ungeschützte Psyche eines Menschen nie gänzlich vermeiden lassen. Die Seele trägt unweigerlich Wunden davon, die bestenfalls irgendwann vernarben.

2 thoughts on “Gewagter Versuch”

  1. Dem kann Ich nur widersprechen. Ich lebe seit 18 Monaten ohne TV, ohne Zeitung und ohne Radio.

    Und Ich LIEBE es!

    Im Gegenteil, Ich meine sogar immer noch viel zu viel Nonsens aus meinem Umfeld, von den Kollegen, aus dem Internet usw. mitzubekommen.

    Medienverzicht kann etwas schönes sein.

    Das tolle vorallem: Wenn man selber steuern kann was man wissen wil und sich von TV, Radio und Presse nicht “berieseln” lassen muss.

    Grüße aus Dresden

    Philipp

    1. Ja, Respekt, bestimmt gut für die seelische Gesundheit. Ich steuere bzw. versuche, es auch zu kontrollieren, aber letztlich kann man sich medialen Einflüssen nie völlig entziehen; man nimmt ja Reaktionen anderer Leute quasi als mediale Rückkopplung war, reagiert auf dieses Feedback oder nimmt es beiläufig wahr (über Internet, Autoradio, Plakate, Schlagzeilen an den Zeitungsständen, private Gespräche etc.) … und auch bei der Arbeit.
      Leben halt in einem lebendigen, veränderlichen Umfeld (privat und beruflich), in dem die Politik und Meinungsbildung durch Medien so stark geprägt werden, wie vielleicht nie zuvor …
      Gruß aus B nach DD!

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