Vorsatzproblematik

Ich fasse keine guten Vorsätze und lege auch keinen gesteigerten Wert drauf, mit fremden Vorsätzen behelligt zu werden. Es gelten diesbezüglich immer noch die hier verlinkten Aussagen aus dem vorigen Jahr (ggf. mit den entsprechenden Abänderungen, die wegen veränderter Weltlage, klimatischer Besonderheiten usw. usf. erforderlich sind).

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8 Antworten auf Vorsatzproblematik

  1. DarkLord sagt:

    Ich habe das Problem, jährlich doch einen Vorsatz zu machen, dingens … nämlich, mir keine Vorsätze vorzusetzen …

  2. Maxx sagt:

    Gute Vorsätze können auch den Weg in die Verdammnis ebnen, schrieb ich das schon?
    Denk nur an Londo Mollari auf Babylon 5, den dortigen Botschafter der Zentauri-Republik, der den Vorsatz fasste, seinem Heimatreich zu alter Macht und Größe zu verhelfen, womit letztlich dessen endgültiger Niedergang besiegelt wurde…
    Erinnert sich jeder dran, klar.- Aber nur mal so als mahnende Worte hinzugefügt.

    • DarkLord sagt:

      Das erinnert mich daran, dass ich mir die Serie mal wieder antun könnte. Neues Jahr, neues glück – vielleicht hat er diesmal aus den Fehlern gelernt? man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben ;)

      • Max sagt:

        Tja, ja. Cool, also für 90er Jahre war B5 Spitze. M. E. war’s sogar die bislang beste (langlaufende) SF-Serie. Die Effekte, die Musik auch, der Spannungsbogen, eine dystopische Atmosphäre mit orwellianischen Elementen, inhaltlich sehr interessant, auch immer mal philosophische Gedanken heineinverwoben. Das passte alles wie die Faust aufs Auge. Die hatten wohl auch sehr gute Drehbuchschreiber engagiert, denke ich.
        Ich hatte mir die komplette Serie mal im Dezember reingezogen und war positiv überrascht. Ich hatte die Serie noch nicht in einem Rutsch gesehen. Nur die letzte Staffel fiel vielleicht spannungsmäßig etwas ab.
        #
        Also, neues Spiel/Jahr, neues Glück.

        • DarkLord sagt:

          Ich hatte sie damals im fernsehen gesehen und mir die komplette Box einmal gegönnt – manchmal bin ich eben echt nett zu mir.

          Um bei der Philosophie zu bleiben: Gut und Böse, Licht und Schatten als notwendig zu betrachten, als gleichwertig mit dem Ansatz, dass, wo Licht ist, auch Schatten sein muß … ich hab vor Glück fast geheult ;)

          • DarkLord sagt:

            Ich meine, du kannst diese Systematik auf das gesamte Leben anwenden, auf Politik und Zeitgeschehen, frei vom Dogmatismus. Das war der Punkt, an dem ich angefangen habe, die Serie anzubeten ;)

  3. Maxx sagt:

    … Aber es ist mit dem Menschen wie mit dem Baume.
    Je mehr er hinauf in die Höhe und Helle will, um so stärker streben seine Wurzeln erdwärts, abwärts, in’s Dunkle, Tiefe, – in’s Böse.«
    »Ja in’s Böse! … Wie ist es möglich, dass du meine Seele entdecktest?«
    Zarathustra lächelte und sprach: »Manche Seele wird man nie entdecken, es sei denn, dass man sie zuerst erfindet.« »Ja in’s Böse! rief der Jüngling nochmals.
    Du sagtest die Wahrheit, Zarathustra. Ich traue mir selber nicht mehr, seitdem ich in die Höhe will, und Niemand traut mir mehr, – wie geschieht diess doch?
    Ich verwandele mich zu schnell: mein Heute widerlegt mein Gestern. Ich überspringe oft die Stufen, wenn ich steige, – das verzeiht mir keine Stufe. …

    F. W. Nietzsche: Also sprach Zarathustra? Ein Buch für Alle und Keinen
    Kap. 19 http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3248/19

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